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 „Annäherung an die ökonomischen Aspekte der Theaterdirektorenschaft Max  Reinhardts am Deutschen Theater Berlin“ 
Hausarbeit zur Vorlesung „Jüdische Wirtschaftsgeschichte im 18.-20. Jhd.“Universität Potsdam - WS 06/07Dozent: Prof. Dr. Francois GuesnetAutor: Joachim Klein, Matr.-Nr. 724680
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GLIEDERUNGAHinführung zum ThemaBHauptteilI.Die Annge von Max Reinhardts Wirken in BerlinII.Theater und Ökonomie am Beispiel des Reinhardtschen Theaters
III.
Überblick über die im Archiv des Deutschen Theaters Berlin vorhandenen Quellenzur Geschäftsführung ReinhardtsCÜberlegungen zu einer umfassenden Studie der Arbeit Max Reinhardts amDeutschen Theater 
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A. Erläuterung der Themenwahl
Auf der Suche nach einem Thema für eine Hausarbeit zur JüdischenWirtschaftsgeschichte im 18. bis 20. Jahrhundert kam mir der Gedanke, eine Analyse desTheaterimperiums von Max Reinhardt aus kulturwirtschaftlicher Sicht vorzunehmen. Mir war bekannt, welch außergewöhnliche, ja einzigartige Rolle der österreichische Jude MaxGoldmann, wie er mit Geburtsnamen hieß, in der Theatergeschichte des 20. Jahrhundertseinnahm. Alle bedeutenden Neuerungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts gingen auf seineImpulse zurück, die er in unermüdlichem Taten- und Schaffensdrang akribisch umgesetzthat. Wenig hatte ich jedoch bis dahin darüber gelesen, wie es möglich war, innerhalb vonetwas mehr als 20 Jahren das größte Theaterimperium seiner Zeit aus einer rein privatwirtschaftlichen Betreibung heraus zu erschaffen und lange Zeit profitabel zuführen. Dies erschien mir weiterer Recherchen wert, und so führte mich einer meiner ersten Gänge ins Archiv des Deutschen Theaters Berlin, um zu erfahren, ob und welcheUnterlagen aus der kaufmännischen Arbeit mindestens des Deutschen Theaters unter MaxReinhardt noch erhalten waren. Zu meiner Freude fand ich dort mehrere laufende Meter verschiedenster Kassen- und Kontobücher, Gagenbelege, Rechnungen und Verträge vor,welche die Buchführung des Deutschen Theaters von 1905 bis 1921 sehr ausführlichwiedergeben. Es erstaunte mich daher sehr, von dem Archivleiter, Herrn Hans Rübesamen(dem ich an dieser Stelle meinen herzlichsten Dank für seine Hilfe und Unterstützungaussprechen möchte) bestätigt zu bekommen, dass es bislang keinesystematischen Untersuchungen zur Tätigkeit Max Reinhardts am DeutschenTheater aus ökonomischer Perspektive gibt, von einigen allgemeinen Darstellungen über die Geschäftsführung der Reinhardts abgesehen.Gerne würde ich daher die Führung der Geschäfte der Reinhardtschen Theater auf dieFragestellung hin analysieren, ob auch im betriebswirtschaftlichen Bereich Prinzipien undUrsachen des einzigartigen Erfolgs von Max Reinhardt zu erkennen sind. Dies erscheintmir aus verschiedenen Gründen sinnvoll und lohnenswert. Erstens verdient es das Werk Max Reinhardts aufgrund seines unverzichtbaren Beitrags zur Kultur des 20.Jahrhunderts, in allen relevanten Fragestellungen erforscht zu werden, also auch in denökonomischen. Zweitens verpflichtet uns die historische Schuld an Max Reinhardt (MaxReinhardt übergibt am 16. Juni 1933 in einem Brief an die Nationalsozialisten seingesamtes materielles und ideelles Lebenswerk dem Deutschen Volk und geht ins Exilnach Amerika) dazu, die Entstehung dessen, was durch die Umstände der Machtergreifung zerstört wurde, zu erklären und in Erinnerung zu behalten. Drittens musssowohl eine jüdische Wirtschafts- und Kulturgeschichte als auch eine der Vollständigkeitverpflichtete Theatergeschichte diese Aspekte bearbeiten, was bislang nur unzureichenderfolgt ist.Für eine umfassende wissenschaftliche Untersuchung der Geschäftsführung MaxReinhardts müssen vorab einige Fragen geklärt werden: Erstens ist zu prüfen, ob dievorhandenen Belege ausreichend sind, um eine zusammenhängendeUntersuchung zu gewährleisten. Zweitens ist eine aus betriebswirtschaftlicher undwirtschaftsgeschichtlicher Perspektive gerechtfertigte Methodik zuentwickeln. Die Auswertung der vorhandenen Belege (selbst bei einer Beschränkung auf die am DT vorhandenen Quellen, ohneRecherche in anderen Archiven), ist mindestens eine Arbeit von Monaten. Diese Leistungkann natürlich nicht im Rahmen einer Hausarbeit erbracht werden. Daher war in einemersten Arbeitsgang die bislang zu diesem Thema publizierte Literatur zu sichten und dieim Deutschen Theater vorhandenen Quellen aufzunehmen und vorläufig zusystematisieren. Dies soll dann als Grundlage einer weiterführenden Bearbeitung dienen.
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