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Humboldt-Universität zu BerlinMusikwissenschaftliches InstitutHS Theorien der Populären Musik SS 2008Joachim Klein, Matrikelnummer 500811Dozent: Prof. Dr. Peter Wicke
 Ästhetische Fragen in der populären Musik 
(Hausarbeit)
 
GliederungA.Fragestellung
B.
Ästhetische Fragen in der populären Musik I.Zum Wesen populärer Musikformen
II.
Ästhetische PräzisierungA.Fazit 
 
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A.EinleitungBei der Vorbereitung auf diese Arbeit war es der Plan des Autors, im Rahmen einesallgemeinen Überblicks über die Geschichte der Musikästhetik nach musikästhetischenSchulen zu suchen, die anschlussfähig hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit für die populärenMusikformen scheinen. Dadurch sollte geklärt werden, welche der Aussagen, die seit der Antike über Musik gemacht wurden, auch auf populäre Musikformen zutreffen könnten,um auf diese Weise Ansätze einer Ästhetik der populären Musik zu finden. Während der dafür notwendigen Recherchen wurde es dem Autor dann deutlich, dass dies ein völligverfehlter Ansatz wäre, dem ein grundlegender Denkfehler zugrunde läge. Denn einsolcher Überblick würde zu einer Ästhetik der populären Musikformen im Prinzip nichts beitragen, da diese Musikformen früher noch nicht existiert haben. Allenfalls könntedurch die Analyse der Anschlussfähigkeit älterer musikästhetischer Richtungen ein Bezugoder ein Verwandtschaftsverhältnis der populären Musik mit älteren Musikformenhergestellt oder erkannt werden, doch wäre dann die Fragestellung die nach dem Ort der  populären Musik in der Musikgeschichte und nicht mehr die nach dem Wesen populärer Musik. Der (ohnehin überall nachzuschlagende) Abriss der Geschichte der Musikästhetik erübrigt sich daher für diese Arbeit, wie auch die Suche nach anschlussfähigen älterenTraditionen.So stellte sich dem Autor das Problem, zu einer dem Gegenstand angemessenenFragestellung zu gelangen. Wenn Ästhetik als Lehre vom Schönen, wie sie landläufigverstanden wird, danach fragt, was wann warum und in welcher Weise schön gefundenwurde, dann scheint es spontan eine legitime musikästhetische Fragestellung zu sein,warum uns, ganz grundsätzlich, manche Musik gefällt und andere nicht, also die Frage,auf welche Weise wir zu musikalischen Geschmacksurteilen kommen. Doch würde diessicherlich noch nicht ausreichen. Auf einer tieferen Ebene muss es um die Frage gehen,was Musik, und für diese Arbeit spezifisch die populäre Musik, ihrem Wesen nach sei.Aber was bedeutet dies konkret? Soll gefragt werden, wie diese Musikformen strukturiertsind, oder welche Funktionen sie erfüllen? Egal welche Frage gestellt wird, ist darinschon implizit eine ästhetische Vorentscheidung enthalten, beispielsweise dieVorentscheidung, der Musik eine Funktion zuzusprechen, sie also ihrem Wesen nach alsnicht autonom zu betrachten.So wurde es dem Autor klar, dass jegliche Festlegung darüber, welche Fragen an die populären Musikformen gestellt werden sollen, schon Teil des ästhetischen Diskurses ist.
 
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find ich gut, dass Du auch öffentlich machst! und gut! Mike (früher auch muwi!)