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STROM DER ZEIT
LYRIK 
 
I.
 
zu ruhen im strom der zeitim gang der monate und tagedie jahreszeiten wechseln sich abund ich wandere durch mein lebenauf der sucheauf der suche nach meinem zentrumwo zusammenkommtwas ich war und binund sein werdees macht mir angstmanchmalweil ich nicht weißwas da kommtich fürchte michmich zu verlebenund meinen Lebenssaft auszuschütten bevor ich erkenne wozuich binda sind so viele wegeund so wenig kraftich bin schuldig gewordenaus hoffnungund hunger ein mensch bin ichhoffentlichwacht er über mir wenn ich wüsstedassmeine lebensgeschichteschon geschrieben istkönnte ich ruhenin ihmdem stromdem reißenden
 
II.
 der strom ruht
.
 im leben, dem zentrischen, das uns verschlingt, um uns zu gebären
.
 ein geheimnis ist es, wie wir dem nichts entkommen, dass unserschaudern lässt in diesen tagen
.
 ein ewiger strom der zeit, wir existieren nicht
.
 gerufene suche, ein heiteres pfand
.
 nächtiger dreivierteltakt, im dienst der meister 
.
 uns zu verlieren ist uns gegeben
.
in der wahrheit der kleinheiten begegnenwir uns
.
 ein dunkler strom
.
 ein fluss, das wasser trocken
.
wir werden nicht ertrinken
.
 
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