Zum Weihnachtsest gehören –besonders ür Kinder – Wünscheund Geschenke. Glücklich, wer daeine Großmutter hat, die auch Un-mögliches möglich macht! So be-kam Felix Mendelssohn Bartholdyzum Weihnachtsest 1823 seinensehnlichsten Wunsch erüllt: EineAbschrit der Partitur der Matthäus-Passion von J. S. Bach. Bemerkens-wert ist der Umstand, dass ein vier-zehnjähriges Kind, das wohl eißigKlavier und Geige spielte und mitallerlei Geälligkeiten schon komponierend au sich aumerksamgemacht hatte, sich die Partitur eines in Vergessenheit geratenenMusikstücks wünschte.
Damit aber ist die wundersame Geschichte noch nicht zu Ende
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sechs Jahre später begann Felix eine öffentliche Aufführung derMatthäus-Passion vorzubereiten. Sie ging unter großer Anteilnahmeder Berliner Gesellschaft am 11. März 1829 über die Bühne. Damitnahm jene Bewegung, die man später „Bach-Renaissance" nannte,ihren Anfang. Der junge Felix, kein Zweifel, war ihr enthusiastischerAnführer.Ihm und seinem Werk sind die diesjährigen Bachtage gewidmet.Mendelssohns Streichersinfonie – ein früher Geniestreich – wird zuhören sein, sämtliche großen Orgelwerke, dazu natürlich das Ora-torium, das ihn über Nacht weltberühmt gemacht hat: der „Elias“,dazu eine der selten zu hörenden Kantaten, ganz im Geiste Bachsgeschrieben – „Vom Himmel hoch“, und schließlich sein verblüffendmodernes Doppelkonzert für Violine und Klavier.Dass sich die Bachtage inzwischen auch den ganz kleinen Zuhörernwidmen, beweisen wir mit einem eigens für die Kinder kreiertenFamilienkonzert und die Klazz-Brothers sorgen dafür, dass auch dieJazzfans bei uns nicht zu kurz kommen.Ich wünsche Ihnen viele Neuentdeckungen und freue mich auf Alt-bekanntes in neuem Gewande!
Wir danken den Sponsoren und Medienpartnern der Bachtage
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