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STORYS | MATTHEW HERBERT VS. PETA
Der Produzent und DJ MatthewHerbert hat das Leben einesSchweins von der Geburt bis indie Panne verolgt und aus seinenField Recordings das Album
One Pig
gemacht. Bei der Tierrechts-Organisation Peta ist er damit au heige Kritik gestoßen, zumal erdas Schwein auch gegessen undzu Instrumenten verarbeitet hat.Wir haben Matthew Herbert mitPeta-Cheredakteur Jobst Eggert(unten) an einen Tisch gesetzt.
obSt eggert:
Ich weiß die Idee hinter
One Pig
zu schätzen, weil sie Aumerksamkeitau das Leben eines Tieres lenkt, das denmeisten Leuten sonst völlig egal wäre.Probleme habe ich aber natürlich mit demTöten von Tieren – sei es, um den Appetit derMenschen zu stillen oder aus künstlerischenZwecken. Mord bleibt Mord.
MattheW herbert:
Das scheint mir einewenig hilreiche Sichtweise zu sein. Tiere töteneinander schließlich ständig. Selbst währendmeines Projekts hat die Mutter des Schweinsein anderes Ferkel getötet, indem sie es durchden Stall geschleudert und seinen Kieer gebro-chen hat. Ist sie nun auch eine Mörderin? Oderwillst du behaupten, dass Menschen eine Son-derstellung unter den Tieren einnehmen?
eggert:
Menschen haben die Kapazität zudenken und handeln nicht ausschließlich ins-tinktgetrieben. Die Mutter des Schweins kannman nicht ür ihre Handlungen verantwortlichmachen. Menschen, die bewusst töten, schon.
herbert:
Kategorisch zu behaupten, dassMenschen die einzigen Tiere sind, die nichtrein instinktiv handeln, nde ich ungeheueranmaßend. Ich wehre mich gegen diese Idee von menschlicher Überlegenheit und diescheinbare Unragwürdigkeit unserer Sonder-stellung. Mit dieser Ansicht werden Trennlini-en gezogen, wo Annäherung nötig wäre. Viele
 J
der Probleme, mit denen wir heute zu kämpenhaben, sind erst dadurch entstanden, dass wiruns von dem Gedanken abwenden, au einemendlichen Planeten zu leben und Teil eines vielältigen Ganzen zu sein.
eggert:
Ich habe große Probleme mit solchenSätzen aus dem Mund von jemandem, der sichan Tötung, Konsum und Ausbeutung einesTieres beteiligt. Du schwingst große Reden,aber erkennst ofensichtlich nicht deine eige-ne Verantwortung ür das Schwein an, das dugeschlachtet, zerstückelt und ür dein Album benutzt hast. So sehr ich die Grundidee hinter
One Pig
nachvollziehen kann – als Tierschützerwidert sie mich an und zeigt mir deinen man-gelnden Respekt vor dem Schwein.
herbert:
Ich habe das Schwein nicht getötet,ich habe lediglich jemanden dabei beobachtet,wie er es getan hat. Würdest du auch einenDokumentarflmer in die Verantwortung zie-hen, wenn er einen Film über Massentierhal-tung dreht, aber vor Ort nichts unternimmt,um die Tötung von Tieren zu stoppen? Das istdoch absurd. Zugegeben, ich habe einen Teildes
One Pig
-Schweins gegessen, und ich kannmich an jeden einzelnen Bissen erinnern.Aber müssen wir unsere Diskussion wirklichau strikten Vegetarismus beschränken, weildu deshalb beleidigt bist?
eggert:
Ja, weil du ein Tier au respektlose
Beef!
»Wir wollen Tieren
eine Stimme geben.«
»Und trotzdem versuchtihr, mich zum Schweigenzu bringen.«
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