Communities (Clubs, Vereine, Kneipe/Bar, Szene o.ä.) bzw. Netzwerken (Alumnis,Businessfrühstück, Facebook o.ä.). Verbunden werden diese vielfältigen formalen undinformalen Strukturen v.a. von Menschen, denn jede einzelne Person gehört i.d.R.verschiedenen Rollen der formalen Strukturen an als auch diversen informellenCommunities oder Netzwerken. Letztere unterscheiden sich aufgrund derVerbindungsstärke zwischen ihren Mitgliedern: Während Communities auf relativ engenBeziehungen zwischen den Mitgliedern aufbauen, breiten sich Netzwerke nochinformeller auf der Basis schwacher Verbindungen, so genannter
weak ties,
aus. Zudemkönnen diese Netzwerke - im Zeitalter des Web 2.0 - die Menschen auch mit z.B.Datenauswertungen auf der Basis von Algorithmen, semantischen Bezügen oder demInternet der Dinge verknüpfen. Ja, im Zeitalter der entfesselten Finanzmärkteinteragieren die Daten teilweise unabhängig - oftmals ohne menschliche Reflexion - soman ihnen den Raum lässt.
Ok, was hat dies alles mit Marketing zu tun?
Die Daten kursieren also rund um den Erdball, interagieren miteinander, transformierensich, kommunizieren mit Menschen - die Menschen auch miteinander -, aber aufgrundder Gravitationskraft und der kontinuierlichen Beschleunigung verändern die Daten denkommunizierten Inhalt und die sozialen Strukturen. Das bedeutet nicht, dass dieMenschen keinen Einfluss mehr auf die rotierende Datenflut nehmen können. Esbedeutet aber sehr wohl, dass sie nur Einfluss nehmen können, wenn sie alsNetzwerkknoten agieren. Zum einen, um die Daten aufzugreifen undweiterzuverarbeiten; zum anderen, um zwischen den formalen wie informalen sozialenGruppen zu vermitteln und den individuellen Beitrag möglichst breit zu streuen.
Nochmals: Was hat dies alles mit Marketing zu tun?
In der Konsequenz dieser Sichtweise sind die einzelnen Netzwerkknoten, und damit v.a.die Individuen, mitentscheidend für die qualitative Weiterentwicklung der kollektivenNetzintelligenz. Demgegenüber lassen sich die großen, schwerfälligen "Tanker" wie z. B.Großunternehmen, Hochschulen, Parteien etc., nur dann durch diesen gesellschaftlichenTransformationsprozess navigieren, wenn sie innerhalb ihrer Institutionen netzwerkaffineund netzwerkkompetente Personen agieren lassen bzw. flexibel agile Projektteamsentstehen lassen, die als temporäre
Communities of Practice (CoP)
zu Netzwerkknotenim großen Geflecht mutieren. Die Frage ist nur: Warum sollte eine Institution die Kräftefür ein mittelmäßiges, agiles Projektteam im Haus halten, wenn es aufgrund der globalenVernetzung problemlos möglich ist, die fähigsten Personen temporärzusammenzuführen?! Die Anschlussfrage wäre dann: Warum bedarf es überhauptgrößerer Institutionen, wenn doch agile Projektgruppen in zielgerichteten, temporärenZusammenhängen die anstehenden Probleme besser lösen können?! In derNetzwerkgesellschaft, und damit sind wir bei der Notwendigkeit des Marketingsangelangt, werden Personen, die innovativ wirken wollen, zunehmend als freie,selbstständige Unternehmer/innen oder Freelancer agieren müssen - als Konsequenz derProjekt eVideo 2.0: Marketing 2.0(c) acw 2
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