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JAHRBUCH
eLearning & WISSENSMANAGEMENT 2009/2010
KAPITEL 11 - MOBILE LEARNING 2.0
innen auch mobil ins Internet
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, während erst 16 % aller US-Amerikaner/innen Mitte 2008 mobil online unterwegs wa-ren
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. Die Frage, die sich hier aufdrängt, ist die, ob eine op-timierte User Experience eine global wirkende, spezifischeNutzung nahelegen könnte - und falls ja, welche Praktikensich dann voraussichtlich in den Vordergrund schieben.
Mobile Nutzung
Nach Auswahl eines konkreten Gerätes beginnt die zielgerich-tete oder autotelische Phase, in der den neuen Herausforde-rungen der technologischen Nutzung nachgespürt und miteiner entsprechenden Anpassung der Fähigkeiten begegnetwird, bis das neue Gerät zumindest ansatzweise beherrschtwird. Dabei geht es nur vordergründig um die Technologie(Sicherheit, Navigation, Spiele, Contentaufnahme). Viel wich-tiger sind die dahinter liegenden Funktionen, v.a. die der so-zialen Kontaktaufnahme. Bei Jugendlichen stellt diese sozialeAnbindung die zentrale Bedeutung des mobilen Endgerätesher. Sei es synchron, um mit Familie, Freunden oder Geschäfts-partnern in ein auditives oder textuelles Gespräch einzutre-ten (Anruf, SMS, MMS, Chat, Beep) - oder sei es asynchron,um mit dem sozialen Netzwerk, den Weak Ties, in Kontakt zubleiben (eMail, Foto-/Video-/Tonaufnahme, (Micro-)Blogging,Social Networks, Spiele o.ä.). Eine Überlagerung der physika-lischen Welt durch mediale Artefakte verbindet jetzt die On-und Offlinewelt. Beide sind real und beide ergänzen sich. Vorallem junge Menschen können problemlos die konnektierteWelt als selbstverständliche weitere Ebene des sozialen Le-bens akzeptieren. Gleichzeitig ergreift diese soziale Strömungüber das Gagdet-Faszinosum die Early Adopters älterer Gene-rationen und reicht hinein in den Mainstream. So belegt eineComscore-Studie über den Vergleich der durchschnittlichenNutzung von Smartphones und iPhones die sozio-kulturelleEntwicklung hin zur medialen Überlagerung, mit einem wach-senden Anteil an sozialen Features
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.Smartphone-Nutzung iPhone-NutzungInternet-Browsing 48% 80%eMailing 35% 76%Mobile Musik 40% 66%Social Networking 30% 55%Websuche 31% 55%Wie sich unschwer an den Zahlen ablesen lässt: Das iPhonehat das mobile Nutzungsprofil nachhaltig verändert. DieNutzung erstreckt sich zunehmend auf Bereiche, die bis-lang traditionellen Computern oder anderen Geräten (z.B.MP3-Player) vorbehalten war. Nach einer Untersuchungvon Morgan Stanley
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können verschiedene tägliche Ver-arbeitungsroutinen bei iPhone-Nutzer/innen festgestelltwerden, die sich grob in vier Kategorien einordnen lassen:1. Kommunikation(eMail, SMS, Social Networking)2. Mediennutzung(Musik, Web-/iTunes-Video, Games, Podcasts, eBooks)3. Informationsrecherche(Web, Maps, Feeds)4. Persönliches Informationsmanagement(Kalender, Kontakte)Interessant an dieser Untersuchung ist der geringe Anteilklassischer Content-Nutzung. Abgesehen von Musiknut-zung, die jederzeit unterbrochen und auf einer wenigreflektierten Ebene genutzt werden kann, scheinen grö-ßere Contenteinheiten nur einen geringen Aufmerksam-keitsgrad zu erlangen. Dies obwohl Teenager zunehmendmobilen Videocontent nutzen. Für diese Nutzergruppeberechnete The Nielsen Company für das erste Quartal2009 durchschnittlich 6,5 Stunden mobile Videonutzungim Monat. Insgesamt ist damit die mobile Videonutzung inden USA um 52 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen.
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Al-leine durch die quantitative Zunahme von mobilen Daten-flatrate-Tarifen, von diversen Großveranstaltungen mit pro-fessionellem Event-Marketing und durch die Ausbreitungvielfältiger Open Content-Angebote wird die mobile Con-tent-Nutzung weiter zunehmen. Cisco hofft im eigenen In-teresse mit einem Anstieg des Videocontents auf 64 % desmobilen Internetverkehrs bis zum Jahre 2013
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. Dies sindsatte Zahlen, die sich jedoch angesichts der persönlichen,mobilen Nutzungspräferenzen relativieren. Zudem deutendie thematischen Präferenzen (Wetter und Comedy) aufeher leichte Kost im mobilen Kontext. Es lässt sich festhal-ten, dass konzentrierte Aktionen im mobilen Nutzungskon-text über einen über den Moment hinausgehenden Impulsnicht gewünscht sind.
Interkulturelle Unterschiede
Die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT)wurden als ein wichtiger Schlüssel identifiziert, um die Mil-lenium Development Goals (MDG) zu erreichen. Für Ende2008 rechnete die International Telecommunication Union(ITU) mit vier Milliarden mobilen Handytarifen. Damit sindstatistisch gesehen 61 % der Weltbevölkerung mobil un-terwegs (gegenüber 12 % im Jahre 2000) - allerdings sindMehrfachnutzungen eines Handys oder mehrere Handys proPerson im Einzelfall in die Statistik hineinzuinterpretieren.Zurückzuführen ist das immense Wachstum auf die Vielzahl junger Menschen in den BRIC-Schwellenländern (Brasilien,Russland, Indien und China). Alleine diese vier Staatenwerden mit 1.3 Mrd. Handytarifen geführt.
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Den größtenMarkt weltweit stellt China dar (mit 600 Mio.), die größtenZuwachsraten weist Afrika auf.
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Hier eröffnen mobile Tech-nologien zudem die Türen zum m-Commerce und als Micro-Zahlmittel mit Prepaid-Karten. Die Nutzungskonzepte wach-sen über die klassischen medialen Zusammenhänge hinaus.Um verschiedene Kulturen hinsichtlich ihrer Nutzungstypenvoneinander abgrenzen zu können, hat Geert Hofstede einKulturmodell entworfen, das in Designkreisen aufgrund sei-ner Berechenbarkeit häufig herangezogen wird. Nach sei-nen Analysen können Kulturen entlang fünf verschiedenerIndizes unterschieden werden:
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1. Der Index der Machtdistanz drückt aus, wie weit sichPersonen von der Macht im Land entfernt fühlenund inwiefern ungleiche Machtverhältnisse in einerKultur akzeptiert werden. Dieses Gefühl schlägt sichin einem differenzierten Interaktionsverhalten derverschiedenen Kulturen nieder - und in unterschied-lichen Anforderungen an das Design, diesem Ver-
mediale Artefakte
Bei Jugendlichen stellt diese soziale Anbindung die zentrale Bedeutung des mobilen Endge- rätes her. Sei es synchron, um mit Familie, Freunden oder Geschäfts- partnern in ein auditives oder textuelles Gespräch einzutreten (Anruf, SMS, MMS, Chat, Beep) - oder sei es asynchron, um mit dem sozialen Netzwerk, den Weak Ties, in Kontakt zu bleiben (eMail,Foto-/Video-/Tonaufnahme, (Mi- cro-)Blogging, Social Networks,Spiele o.ä.). Eine Überlagerung der physikalischen Welt durch mediale Artefakte verbindet jetzt die On- und Offlinewelt. Beide sind real und beide ergänzen sich. Vor allem junge Menschen können pro- blemlos die konnektierte Welt als selbstverständliche weitere Ebene des sozialen Lebens akzeptieren.
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Vgl. http://www.nma.co.uk/opinion/dont-ignore-the-biggest-group-of-mobile-users/36864.article
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MEEKER, M., 2008. MORGAN STANLEY: TECHNOLOGY / INTERNET TRENDS. VORTRAG AUF DEM WEB 2.0 SUMMIT 2007 IN SAN FRANCISCO, CA
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HTTP://MINDYMCADAMS.COM/TOJOU/2008/40-MILLION-AMERICANS-USE-MOBILE-INTERNET/
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http://blog.mjelly.com/2009/04/iphone-usage-statistics-2009.html
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http://telecompk.net/2008/06/26/iphone-usage-shows-what-mobile-users-want/
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Nielsen Company, 2009. A2/M2 Three Screen Report. 1st Quarter 2009
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http://www.techcrunch.com/2009/06/09/cisco-by-2013-video-will-be-90-percent-of-all-consumer-ip-traffic-and-64-percent-of-mobile/
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http://www.itu.int/newsroom/press_releases/2008/29.html
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http://www.itu.int/newsroom/press_releases/2008/10.html
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Vgl. Koch, R., 2006. Interkulturelle Aspekte bei Nutzung und Design mobiler Anwendungen und vgl. Kamentz, E., 2006. Adaptivität von hypermedialen Lernsystemen. Hildesheim.
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