Design 2.0
Paper zum Sammelband Kreativwirtschaft der HTW Berlin (Frühjahr 2011)
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Design 2.0
Chancen für einen kreativen Kulturwandel
von Anja C. Wagner
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Everyone designs who devises courses of action aimed at changing existing situations into preferred ones.“
Herbert Simon
N
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ERAUSFORDERUNGEN
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„Design Thinking“ ist derzeit in aller Munde. Der Begriff steht für Transformationdurch „Innovation“ (z.B. 33mal angeführt in Brown 2008) und kreative Techniken, dievon erfahrenen Teams angewandt werden, um Lösungsmodelle in vielfältigenKontexten zu entwickeln. So verstanden, entspricht Design einem Elitekonzept, beidem möglichst professionelle DesignerInnen zu Expert/innen der „Designgesellschaft“ ernannt werden, um Wandlungsprozesse zu steuern (vgl. Kries2010, p.142ff.).Im Gegensatz dazu sieht der Soziologe Manuel Castells nicht in Expert/innen dieTreiber des Wandels, sondern in Technologien. Seine Analysen zeigen auf, wie sichdie heutige Netzwerkgesellschaft im Zusammenspiel zwischen den wirtschaftlichenKrisen seit den 1970er Jahren, den sozio-kulturellen Freiheitsgraden der begleitenden sozialen Bewegungen und der transformativen Kraft v.a. der Gen- undInformations-/ Kommunikationstechnologien herausgebildet hat - vermittelt über diekommunikative Macht der Massenmedien und der sozialen Medien (vgl. z.B. Castells2009).
1In freier Übersetzung bedeutet dies: Jede/r designt, die/der neue Verfahren entwickelt, die darauf abzielen, eineTransformation unzureichender Ist-Zustände in wünschenswertere Soll-Zustände hervorzurufen.© acw17.10.20101 / 6
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