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Campus Delicti
DIE WOCHENZEITUNG FÜR DIE HEINRICH HEINE UNIVERSITÄT DÜSSELDORF
AUSGABE NR. 309 (3)
 
Die Türe bittefrei halten
INHALTSEITE 2Ausstieg in FahrtrichtunglinksSEITE 3Senatssitzung: Hoffnungoder BesserungSEITE 6Böses Erwachen: Rektoratergreift Sofortmaßnah-men gegen überfüllte Vor-lesungenSEITE 7Wachstum - Bildung - Zu-sammenhaltSEITE 9Herta Müller, Literatur-nobelpreisträgerinSEITE 11Vitamine für den WinterSEITE 15Interview - Darf jemand, dernichts tut,SEITE 17Spieleabend in der TeestubeSEITE 18VeranstaltungskalenderSEITE 19Aktuelles aus Düsseldorf /Impressum
 
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Man kennt sich. Mittlerweile so-gar recht gut. Es sind die üblichenGesichter, die am frühen Morgenauf den Zug nach Düsseldorf warten. Das letzte Wort solltegroßgeschrieben werden, dennauf diese Fähigkeit setzt die Deut-sche Bahn besonderen, aus ihrerSicht selbstverständlichen Wert.Was solls. Schließlich werdenSoftskills überall verlangt, warumalso nicht auch von der Bahn.Ändern kann man es nicht undgemeinsam lässt sich besser är-gern.Während die 707 oder 835 denInnercity Transport von ambitio-nierten Studenten sicherstellt, istder Rhein-Niers Express für dasgroße Ganze, gewissermaßen fürdie akademische Odyssee verant-wortlich.„Ach, guten Morgen“ hallt es ausdem Wagon. Fröhlich geht es zu,denn schließlich haben sich diePassagiere schon lange nicht ge-sehen. Genau genommen 24Stunden, denn auch die Verspä-tung ist mit einbezogen. Währenddie arbeitende Bevölkerung daszweite Brötchen verschlingt, sichlaut unterhält oder sich im Stillenseinen Sitznachbarn etwas weiteroder näher wünscht- auch das istmöglich, versucht die Studieren-denschaft die letzten Mitschriftenzu wiederholen oder den Inhaltder Karteikarten noch auf dieSchnelle ins Kurzeitgedächtnis zubefördern. Schnell muss es gehen,denn später gilt es die „Türenbitte freizumachen“ oder „weg  von der Tür drei“ zu gehen. Dalässt sich nichts befördern- kaumStudenten, aber unter keinenUmständen etwas Informativesins Gehirn.Warum nehmen dennoch so vieleStudenten diese Fahrt, die einersolchen auf hoher See gleicht auf sich? Kann es sein, dass diesestägliche Schimpfen über die Ver-spätung oder das Kopfschüttelnüber den MP3 Geschmack vonpubertierenden, leicht aggressivenSchulkidys einen gewissen Teildes Alltags, der sogar schon lieb-gewonnen ist ausmacht? VieleStudierende der Heinrich-HeineUniversität sehen keinen großenSinn darin ihre Heimatstädte zu verlassen, geht die Abkehr dochoftmals mit einem Abbruch derkommunalen Fußballkariere oderschlimmstenfalls mit der seit Kin-dertagen gepflegten Freundschafteinher. Der Autor erhebt nichtden Anspruch eine Antwort auf all diese höchst individuellen Fra-gen zu haben. Vielmehr hat er fürdie Beantwortung gar keine Zeit,denn schließlich sitzt er im Zug und möchte diesen Artikel been-den. Und Während er seinen Stiftund Moleskin wegsteckt, erblickeer eine Kommilitonin. Jetzt kanner nur hoffen, dass es eng wird inder Tür drei. Vielleicht ist damitauch der Sinn gefunden.
 Von: David Shaverdov
DIE WOCHENZEITUNG FÜR DIE HEINRICH HEINE UNIVERSITÄT DÜSSELDORF
AUSGABE NR. 309 (3)
Universitäres |
 Ausstieg inFahrtrichtunglinks
 
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DIE WOCHENZEITUNG FÜR DIE HEINRICH HEINE UNIVERSITÄT DÜSSELDORF
AUSGABE NR. 309 (3)
HoPo |
Am Dienstag in der letzten Wo-che fand die Sitzung des Senatsder Heinrich-Heine-UniversitätDüsseldorf statt, dem mit JodieNapp (FS-Liste), Malte Kohns(FS-Liste), Philipp Tacer (JusoHSG) sowie Leonid Shmatenko(LHG) auch vier studentische Ver-treter angehören. Während derrund vierstündigen Verhandlun-gen wurden viele Themen undProbleme angesprochen. Die Er-gebnisse gibt es hier:
Hochschulrat 
Zunächst stand der Bericht desHochschulrates auf dem Pro-gramm. Dieser wurde von einerKritik von Seiten des ebenfalls anwesen-den AStA-Vorstandes und derstudentischen Vertreter begleitet.Im Hochschulrat sitzen fünf ex-terne Mitglieder, die nicht im U-nialltag verankert sind, sowie le-diglich drei Interne, von denensich wiederum zwei in Pensionbefinden, also ebenfalls nicht di-rekt an der Uni, bzw. am Ort desGeschehens sind. Allein dieserUmstand ist schon Grund genug zur kritischen Betrachtung. Dochwas den studentischen Vertreternbesonders übel aufstößt – und daswurde auch zum Ausdruck ge-bracht – ist das gänzliche Fehleneiner studentischen Stimme imHochschulrat. Jodie Napp undMalte Kohns stellten die ent-scheidenden Fragen: Ob es nichtsinnvoller sei, die Zusammenset-zung des Hochschulrates anderszu regeln, nämlich dahingehend,dass auch studentischen Vertre-tern eine Stimme gegeben werde.Eine eindeutige Antwort erhieltensie nicht. Die Mitglieder desAStA-Vorstandes trafen sich spä-ter am Rande der Senatssitzung mit Vertretern des Hochschulratesund vereinbarten separate Treffenzwischen AStA-Vorstand undHochschulrat, um über die Prob-leme zu sprechen.
Überfüllte Hörsäle
Ein weiteres, vor Allem logisti-sches Problem stellt die derzeitigeMasse an Erstsemestern dar. Mitüber 3000 zugelassenen Studie-renden sind die Hörsäle verständ-licherweise überfüllt, sodass ein vernünftiges Lernen nicht mehrmöglich ist. Rektor Piper sprachdies auch in seinem Bericht an,betonte aber gleichzeitig, dass esgut sei, dass es jetzt mehr Studie-rende gebe. Der AStA-Vorsitzen-de Andreas Jentsch stimmte demprinzipiell zu, allerdings müsseman, so Jentsch, auch rechtzeitig entsprechende Strukturen schaf-fen. Das heißt, genügend Räumeund Lehrpersonal zur Verfügung stellen. Dies ist jedoch nicht ge-schehen, was Jentsch als „grobfahrlässig“ bezeichnete. Piper ver-teidigte sich mit der Aussage, dassman „das nicht so genau steuern“könne, woraufhin Jentsch erwi-derte, dass es durchaus möglichsei, so etwas „zu steuern“. Es seizwar schwierig, aber machbar.Der Rektor meinte schließlich,dass bei diesem Problem die De-kane gefordert seien: Sie müsstenaufzeigen, wo es die größtenProbleme gebe und wo nachge-
Senatssitzung:Hoffnung auf Besserung?
Bildquelle:http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/42/Old_senate_debate.jpg 
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