Rems-Murr 12/2011 >>> Seite 3
Liebe Freundinnenund Freunde,
der CDU-Bundespartei-tag in Leipzig liegt hinteruns - und er hat einigewegweisende Beschlüssegefasst. Im Vorfeld langeund kontrovers diskutiertwurde das Thema Min-destlohn bzw., wie unserInstrument korrekt heißt, verbindlicheLohnuntergrenze.Die Diskussion in der CDU lief sehr fairund sachlich ab - im Gegensatz zur Diskus-sion in den Medien und beim politischenMitbewerber. So haben uns zum Teil die-selben Journalisten die Beseitigung derletzten konservativen Ecken und Kantenvorgeworfen, die der CDU sonst gerne vor-werfen, nicht in der Gegenwart angekom-men zu sein und veralteten Ideen nachzu-trauern. Auch die SPD freut sich zumin-dest öffentlich, dass die CDU nun endlichauf „ihren Kurs“ eingeschwenkt sei.Ich bin nicht sicher, ob wir gerade von ro-ten und grünen Politikern diesbezüglichNachhilfe brauchen. Sie werden es heutegerne verdrängen, aber solange Rot-Grünnoch gemeinsam regiert hat, waren sie -mit ausdrücklicher Unterstüt-zung der Gewerkschaften - striktgegen Mindestlöhne. Solange siees konnten, wollten sie ihn nicht.Die Folge: Alle bisherigen Bran-chenmindestlöhne wurden be-reits unter einer CDU-geführtenBundesregierung eingeführt.Auch jetzt, beim Thema Lohn-untergrenze, gilt: Man muss esrichtig machen - oder gar nicht.Wir in der CDU sind fest davon überzeugt,mit dem aktuellen Papier den richtigenKurs eingeschlagen zu haben. Dass sich beidieser Frage unser Arbeitnehmerflügelund der Mittelstandskreis auf ein gemein-sames Konzept geeinigt haben, bestärktmich darin.Worum geht es beim Thema Lohnunter-grenze? In den letzten Jahren mussten wirzur Kenntnis nehmen, dass zunehmendMenschen von ihrer Vollzeit-Arbeit nichtleben können, ohne vom Staat unterstütztzu werden. Das lässt sich mit der christli-chen Soziallehre und unserem Menschen-bild nur schwer vereinbaren. Auf der ande-ren Seite haben wir großen Respekt vorder grundgesetzlich garantierten Tarifau-tonomie. Daher wollen wir nur dort eineverbindliche Lohnuntergrenze, wo keineTarifverträge gelten. Festgelegt werdensoll sie von einer Kommission, in der dieTarifpartner zusammensitzen. Zusätzlichkönnen regionale und branchenspezifi-sche Unterschiede berücksichtigt werden.Denn es leuchtet ein, dass eine Friseurin inRostock unter anderen Bedingungen ar-beitet als ihre Kollegin in der StuttgarterInnenstadt.
SPD zeigt, wie man esnicht machen darf
Wie man es definitiv nicht machen sollte,zeigen vorbildlich unsere politischen Geg-ner: Sie geben vor, anstelle der Tarifpartei-en zu wissen, wie hoch der Lohn inDeutschland zu sein hat. Die SPD liegt der-zeit bei 8,50 Euro, die Grünen geben sich(noch) mit 7,50 Euro zufrieden - und somuss die Linkspartei natürlich noch einendraufsetzen: 10 Euro sollen es nach ihrenVorstellungen mindestens sein.Man muss nicht übermäßig mit Phanta-sie gesegnet sein, um sich vorstellen zukönnen, dass sich diese Spirale vor Wahl-kämpfen gegenseitig weiter hochdrehenwird. Ob ein solcher, politisch willkürlichfestgelegter Mindestlohn von den Arbeit-gebern bezahlt werden kann, ob er nichtsogar Arbeitsplätze vernichtet, spielt kei-ne Rolle mehr. Das einzige, was hier zählt:„Wir fordern mehr als Ihr!“ Ein solcherMindestlohn wäre fatal für Deutschland!
Norbert Barthle MdB
Mindestlohn muss manintelligent machen - oder gar nicht!
Der Bundestagsabgeordnete Dr. Joachim Pfeiffer war am Freitag,19.11.2011, in Korb zu Gast. Gemeinsam mit dem Korber CDU-Vor-sitzenden und Landtagsabgeordneten Matthias Pröfrock besuch-te er verschiedene Korber Einrichtungen. Im Kinderhaus „Im Kör-ble“ durften sich die Kinder über eine unterhaltsame Vorleseakti-on freuen. Sie fand im Rahmen des deutschlandweiten Vorles-etages der Stiftung Lesen statt. Die Kinder lauschten auf-merksam der Geschichte der ebenfalls anwesenden Waib-linger Autorin Stefanie Zettel über den kleinen Marienkä-fer Lucky, der herausfinden möchte, warum er keineschwarzen Punktehat. Durch vielegute Taten kommtLucky am Ende zuvielen schwarzenPunkten.„Bücher sindnicht unmodern,Lesen ist eine wun-derbare Erfahrung,die Kreativität undPhantasie anregt. Deshalb beteilige ich mich gerne an diesem Vor-lesetag“, so Dr. Pfeiffer.Für die beiden Abgeordneten ist es wichtig,vor Ort in den Gemeinden des Wahlkreisespräsent zu sein. Nach den Vorleseaktionennutzten sie die Gelegenheit, sich die Kinder-gärten anzuschauen und sich über aktuelle The-men zu informieren. Im Fröbelkindergarten warinsbesondere die neu eröffnete Kleinkindgrup-pe von großem Interesse, auch weil der Um-bau in Teilen durch das Investitionsprogrammdes Bundes gefördert wurde.Anschließend statteten Dr. Joachim Pfeif-fer und Matthias Pröfrock auch dem Alex-ander-Stift und dem Jugendtreff einenBesuch ab und führten Gesprächemit den Leitern. Bei einem Mittag-essen fand ein Gedankenaustauschmit Vertretern der CDU Korb undder CDU/FW-GemeinderatsfraktionKorb statt.„Die Gemeinde Korb tut etwas fürihre Bürger, und macht das mit ih-ren Bürgern. Es gibt Angebote für alle Generationen“, fasst Mat-thias Pröfrock zusammen.<<<
Abgeordnete nehmen am Vorlesetag teil
Joachim Pfeiffer MdB und Matthias Pröfrock MdL vor Ort in Korb
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