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E 10113
Das offizielle Mitteilungsmagazindes CDU-Kreisverbandes Rems-Murr
Ausgabe 2, Februar 2012
Die Baden-Württemberg-Partei.
 
>>> Aus dem Kreisverband 
KREIS
TEIL
 
Rems-Murr 2/2012 >>> Seite 2
Dr. JoachimPfeiffer MdB
Liebe Freunde undMitglieder der CDU,
die Menschen in Deutschland sollensich auch in Zukunft auf ihr Gesund-heitssystem verlassen können. Daherhat die christlich-liberale Koalition inden letzten zwei Jahren grundlegendeReformen im Gesundheitssystem auf den Weg gebracht. Das Ziel: Jede Bürge-rin und jeder Bürger soll auch in Zu-kunft, unabhängig von Einkommen, Al-ter, Geschlecht und Vorerkrankungen,die notwendige medizinische Versor-gung erhalten. Dafür wird die flächen-deckende medizinische Versorgung inder Stadt und in den ländlichen Regio-nen langfristig sichergestellt. Zudem sollen sich die Wahl- und Ent-scheidungsmöglichkeiten der Versicherten verbessern - und dasgeht nur mit mehr Wettbewerb, Transparenz, Wirtschaftlichkeitund Bürokratieabbau. Zu den großen Herausforderungen dernächsten Jahre zählen neben den wirtschaftlichen Schwankungenvor allem die sich ändernde Altersstruktur unserer Gesellschaft.Mit demGesetz zur solidarischen und nachhaltigen Finanzierungder gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-FinG)sichert diechristlich-liberale Koalition eine stabile, nachhaltige und sozialeFinanzierung der GKV. Damit bleibt unser Ge-sundheitssystem stark - und das ohne Lei-stungskürzungen. Dank desArzneimittel-marktneuordnungsgesetzes (AMNOG)konn-ten die Ausgaben für Medikamente um sechsProzent gesenkt werden. Das entspricht einermonatlichen Entlastung von rund 100 Millio-nen Euro für die Krankenkassen. Preisverhand-lungen ersetzen nun einseitige Preisfestset-zungen durch die Pharmaindustrie. Für diePreisbildung ist künftig der Nutzen des Medi-kaments ausschlaggebend. Damit hat die Bun-desregierung die Weichen für mehr Wettbe-werb und Transparenz im Bereich der Arznei-mittelversorgung gestellt. Das GKV-FinG unddas AMNOG haben entscheidend dazu beige-tragen, das für 2011 prognostizierte Milliarden-defizit zu vermeiden. Das bestätigt auch diepositive Entwicklung bei der gesetzlichen Kran-kenversicherung (GKV) - in den ersten dreiQuartalen 2011 wurde hier sogar ein Über-schuss von 3,9 Milliarden Euro erwirtschaftet.DasVersorgungsstrukturgesetzsichert einegute, flächendeckende und bedarfsgerechte medizinische Versor-gung der Bevölkerung in der Stadt und auf dem Land. Bereits heu-te gibt es in einigen ländlichen Bereichen Ärztemangel. Diese Si-tuation wird sich in den nächsten Jahren besonders im Hinblick auf die demografische Entwicklung verschärfen. Um dem entgegenzu-wirken, sollen eine leistungsgerechte Vergütung und finanzielleUnterstützung in ländlichen oder strukturschwachen Gebieten da-für sorgen, dass sich die Bedingungen für Ärzte wesentlich verbes-sern. Zudem werden Arztpraxen und Krankenhäuser schrittweisemiteinander verzahnt, auf diese Weise wird der Zugang zu Innova-tionen erleichtert. Das schafft für alle Patienten die Sicherheit, beischweren Krankheiten optimal behandelt zu werden. Für eine ziel-gerichtete Versorgung sollen die Länder künftig mehr Mitwir-kungsrechte bei der Bedarfsplanung erhalten. Um die Unabhän-gigkeit der medizinischen Entscheidungen von wirtschaftlichenInteressen zu gewährleisten, werden Medizinische Versorgungs-zentren nur noch unter bestimmten Voraussetzungen zugelassen.Im Falle von Krankenkassenschließungen erleichtert das Versor-gungsstrukturgesetz den Kassenwechsel und stellt eine unterbre-chungsfreie Krankenversicherung sicher.Doch damit ist es noch nicht getan. Bereits heute sind 2,4 Millio-nen Menschen pflegebedürftig und die Zahl wird in wenigen Jahr-zehnten über 4 Millionen. Daher gilt es, die Leistungsangebote derPflegeversicherung fortzuentwickeln und insbesondere auch De-menzkranke stärker zu berücksichtigen. Neben der Pflegereformstehen für 2012 das Transplantationsgesetz, das Patientengesetzund die Präventationsstrategie auf der Agenda. Es gilt, die Bela-stung der Sozialsysteme zu verringern, ohne deren Leistungsange-bot zu mindern. Die Union setzt sich dafür ein, das deutsche Ge-sundheitswesen innovationsfreundlich, leistungsgerecht und de-mografiefest zu gestalten. Mit den umgesetzten und geplantenMaßnahmen ist Deutschland auf dem besten Weg dahin: zukunfts-feste Finanzierung, bessere Planbarkeit und mehr Verlässlichkeitsowie mehr Solidarität und Eigenverantwortung gehören zu denwesentlichen Tragpfeilern unserer zukünftigen Versorgung.Dr. Joachim Pfeiffer MdBKreisvorsitzender
 
>>> Aus dem Kreisverband 
Rems-Murr 2/2012 >>> Seite 3
Der Bedarf nach einer besserenVereinbarkeit von Pflege und Beruf ist in Deutschland hoch: Von den2,42 Millionen Menschen, die Leistun-gen aus der Pflegeversicherung beziehen,werden knapp 1,7 Millionen Menschen zu Hause durch Angehöri-ge und ambulante Dienste versorgt. Am 1. Januar 2012 trat das Ge-setz zur Familienpflegezeit in Kraft. Damit wird erstmalsflächendeckend die Möglichkeit geschaffen, Pflege und Beruf überzwei Jahre ohne große finanzielle Einbußen zu vereinbaren. Vondem neuen Modell profitieren alle Betroffenen - die Pflegendenund ihre pflegebedürftigen Angehörigen sowie Arbeitnehmer undArbeitgeber.Die Familienpflegezeit sieht vor, dass Beschäftigte ihre Arbeits-zeit über einen Zeitraum von maximal zwei Jahren auf bis zu 15Stunden minimieren können, wenn sie einen Angehörigen pfle-gen. Reduzieren die Pflegenden ihre Arbeitszeit in der Pflegepha-se beispielsweise auf 50 Prozent, erhalten sie weiterhin 75 Prozentihres letzten Bruttoeinkommens. Zum Ausgleich bekommen sie indiesem Fall nach der Pflegezeit weiterhin nur so lange 75 Prozentdes Gehalts, bis das Zeitkonto wieder ausgeglichen ist.Um gerade für kleinere und mittlere Unternehmen die Risiken ei-ner Berufs- und Erwerbsunfähigkeit zu minimieren, muss jeder Be-schäftigte in der Familienpflegezeit eine entsprechende Versiche-rung abschließen. Die Prämiensind sehr gering und die Versiche-rung endet, sobald das Zeitkontowieder ausgeglichen ist. Sie garantiert,dass der Arbeitgeber den gezahlten Lohnvor-schuss wieder zurückerhält, sollte der Arbeitnehmer wegen Be-rufsunfähigkeit oder aus anderen Gründen ausfallen. Arbeitgeberkönnen zudem beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaft-liche Aufgaben (BAFzA) ein zinsloses Darlehen im Umfang derLohnaufstockung beantragen, damit keine Belastungen durch diefamilienbewusste Arbeitsgestaltung entstehen. Da die Pflegezeitin der gesetzlichen Rentenversicherung anerkannt wird, kommt esfür die Betroffenen zu keinen oder nur sehr geringen Einbußen beiden Rentenanwartschaften. Das Modell hat auch die Altersarmutim Blick - so werden Personen mit geringem Einkommen sogarbessergestellt. Die Beschäftigten erhalten während der Pflege-und der Nachpflegezeit, also über vier Jahre hinweg, vollen Kündi-gungsschutz. Zudem haben sie einen Anspruch auf ihren alten Be-schäftigungsumfang, wenn die Pflege des Angehörigen unvorher-gesehen endet (etwa bei Heimunterbringung, Genesung oderTod).Die Familienpflegezeit ist ein Gewinn für alle Beteiligten - sie er-möglicht größtmögliche Flexibilität ohne Milliardenausgaben undohne ungedeckten Scheck auf die Zukunft unserer Kinder. <<<
Dr. Joachim Pfeiffer MdB
Win-Win-ModellFamilienpflegezeit
Auf den
PUNKT
gebracht
KREIS
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Liebe Freundinnenund Freunde,
an kaum einem anderen Punktwird die gute Arbeit der christ-lich-liberalen Koalition so deut-lich wie beim Thema Arbeits-markt. Gerade angesichts derzum Teil dramatischen Zahlenbei unseren europäischen Part-nern wird der Erfolg unserer Po-litik umso deutlicher!2011 war für den deutschen Ar-beitsmarkt ein erfolgreiches Jahr. Die niedrigste Er-werbslosenquote seit20 Jahren ist ein we-sentliches Kennzeichendafür. Noch wichtigerfür die Menschen ist je-doch, dass wir einenbesonderen Rekord beider Beschäftigung er-reicht haben: Noch niehatten in unserem Landso viele Menschen ei-nen Arbeitsplatz wie in2011; insgesamt warenes 41,61 Millionen unddamit mehr als eine halbe Million zusätz-lich zum Jahr 2010. Die Zeiten ständig stei-gender Sockelarbeitslosigkeit sind endgül-tig vorbei; unter Rot-Grün galt diese nochals unvermeidlich.Im Gegenteil: Inzwischen reden viele Un-ternehmen schon wieder von einem Fach-kräftemangel. Ich sehe diese Entwicklungmit einem lachenden und einem weinen-den Auge: Natürlich freut es mich, wennsich die Chancen vieler Arbeitsloser auf eine qualifizierte Stelle verbessern. Dochandererseits bedeutet jede unbesetzteStelle in einem Unternehmen entgangeneAufträge und damit entgangene Gewinne,die zusätzlich in die Zukunftsfähigkeit hät-ten investiert werden können.Das Rekordjahr 2011 bestätigt damitnicht nur die Schaffenskraft unserer Un-ternehmen und das Engagement der Ar-beitnehmer; es bestätigt insbesondere die
Norbert Barthle MdB
Unsere erfolgreicheArbeitsmarktpolitik wird fortgesetzt
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