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PSYCHOWISSENSCHAFTLICHE GRENZGEBIETE
Ausgesuchte Veröffentlichungen aus verschiedenen Bereichen psychowissenschaftlicher ForschungHerausgeber: Rolf Linnemann (Dipl.-Ing.)*Steinweg 3b*32108 Bad Salzuflen*Telefon: (05222) 6558
Internet:http://www.psychowissenschaften.deE-mail: RoLi@psygrenz.de
Prof. Dr. rer. nat. Werner Schiebeler
JenseitserlebnisseVerstorbener
Werner Schiebeler
, Diplomphysiker, Prof. Dr. rer. nat., geboren 1923 in Bremen. Studium der Physik in Göttingen und1955 Promotion mit einer Arbeit am Max-Planck-Institut für Strömungsforschung in Göttingen. Von 1955-1965Tätigkeit in der Elektroindustrie bei der Firma Standard-Elektrik-Lorenz A.G. in Pforzheim, davon sieben Jahre alsLeiter einer Entwicklungsabteilung für elektronische Fernschreibtechnik. Ab 1965 Dozent für Physik und Elektronik ander damaligen Staatlichen Ingenieurschule in Ravensburg, der heutigen Fachhochschule Ravensburg-Weingarten. 1971Ernennung zum Professor und 1983 der Eintritt in den Ruhestand. Neben den naturwissenschaftlich-technischenLehrfächern vertrat er seit 1969 in regelmäßigen Sondervorlesungen an der Fachhochschule Ravensburg-Weingartenauch das Lehrgebiet Parapsychologie und Parapsychophysik und setzt dies auch in den kommenden Jahren fort.Der Autor veröffentlichte zahlreiche Zeitschriftenartikel, sowie Broschüren und vier Bücher über die verschiedenstenparapsychologischen Themen. Daneben erschienen über das Institut für den wissenschaftlichen Film in Göttingen vonihm zwei Filme über „Paranormale Heilmethoden auf den Philippinen“. Hierfür erhielt er 1974 von der AssociazoneItaliana Scientifica di Metapsichica den „Ernesto Bozzano-Preis“ und 1988 den „1. Schweizer Preis“ von derSchweizerischen Stiftung für Parapsychologie.
Vorwort des Herausgebers
Ein alter Mystikerspruch lautet:
"Wer nicht stirbt, bevor er stirbt, Der verdirbt, wenn er stirbt!" –
Das ist überspitzt ausgedrückt, weist aber mit Recht darauf hin, daß wir die Erleuchtungen, die unsdas Sinndurchwobensein des Lebens finden und ergreifen lassen, nicht erst im Tode gewinnendürfen, sonst sind wir an den Aufgaben unserer Reifung im Erdenleben fruchtlos vorbeigegangen.Schon im Leben benötigen wir Sinnfindung – und schon im Leben wird uns auch allabendlich eineArt Sterbevorgang zugewiesen: das Versinken in den Schlaf.
Bad Salzuflen, im Januar 2001
 
- 2 -
1. Erfahrungen mit der jenseitigen Welt
(Hervorhebungen durch den Herausgeber)
Bei der Erörterung der Frage des irdischen Todes und des eventuell möglichen Fortlebens danachwird häufig die Redensart gebraucht:
"Von den Toten ist ja noch keiner zurückgekommen"
. Sofernmit dieser Aussage eine dauernde Rückkehr gemeint wird und man von einer möglicherweiseeintretenden Reinkarnation (als Wiederkehr in dem Körper eines neugeborenen Kindes) absieht,stimmt dieser Ausspruch natürlich.
 
Für kurze Zeiten sind dagegen Verstorbene, die man landläufig als "tot" bezeichnet, schon in
 zahllosen Fällen
auf diese Erde zurückgekehrt.Das geschah entweder in voller körperlicher Gestalt, u. a. bei sogenannten Materialisationsmedien,oder aber überwiegend durch vorübergehende Inbesitznahme des Körpers von noch auf dieser Erdelebenden Menschen, die wir als medial bezeichnen. Deren Steuerungszentrum oder ihr menschlicherWille lassen sich erfahrungsgemäß unter bestimmten Umständen mehr oder weniger starkausschalten und durch einen fremden Willen ersetzen. Das ist in gewissen Fällen schon unterlebenden Menschen möglich, nämlich durch den Vorgang der sogenannten Hypnose.
 
In besonderem Maße aber können Verstorbene, sogenannte "Geistwesen",
den Willen
und dasWachbewußtsein von dazu veranlagten Menschen in mehr oder weniger starkem Umfang
ausschalten
.In ausgeprägten Fällen sind die Geistwesen in der Lage, die Sprechorgane und andere Körperglieder(z. B. die Hände) der entsprechend veranlagten Menschen (man spricht von Medialität =Mittlerfähigkeit) so anzusteuern, als ob es ihre eigenen wären. Ihr ganzes
 persönliches Wissen
samtihren
Spracheigenheiten
können sie auf diese Weise anderen lebenden Personen mitteilen. Je nachdem Grad der Ausschaltung des Wachbewußtseins der vermittelnden Menschen, also der Medien,spricht man von
Volltrance
,
 Halbtrance
oder
 Inspiration
. Dabei versteht man unter Trance einenbesonderen Körperzustand, in dem die Herrschaft des eigenen Willens über den Körper aufgehobenund in ausgeprägten Fällen auch das Wachbewußtsein ausgeschaltet ist. Die genauen physikalischenund physiologischen Abläufe bei diesen paranormalen Vorgängen sind bis heute unbekannt. Dieäußerlichen Vorgänge der Trance-Rede, der Trance-Schrift (oft
'automatische
 
Schrift' 
genannt) undder
Voll- und Teilmaterialisationen
zeigen, daß unsere materielle Welt nicht die einzige Lebensformist.
 
Die Erscheinungen liefern die
Erfahrungsbeweise
dafür, daß der irdische Tod keinesfalls dasEnde des Lebens ist und deuten auf ein anschließendes feinstoffliches Leben in einer andersaufgebauten Welt hin.Seit es Menschen auf dieser Erde gibt, waren große Teile der Menschheit davon überzeugt, daß einNachrichtenaustausch zwischen den beiden Lebensbereichen möglich ist und daß man Rat und sogarmaterielle Hilfe von verstorbenen Vorfahren oder höheren Geistern aus der anderen Welt erhaltenkann. Besonders Naturvölker machten davon reichlich bei der Jagd, der Kriegführung und derAufklärung von Verbrechen Gebrauch. Damit war es ihnen möglich, den täglichen Überlebenskampf besser zu meistern. Bei den europäischen Kulturvölkern geriet das Wissen um diese Dingeweitgehend in Vergessenheit. Erst der im vorigen Jahrhundert aufkommende moderne Spiritismusals praktische Ausübung der Verbindung zur jenseitigen Welt zeigte interessierten und wißbegierigenMenschen, daß Wesenheiten aus einem anderen Daseinsbereich manchmal auch praktische Hilfe fürdas tägliche Leben geben konnten, und das nicht nur durch mehr oder weniger gute Ratschläge,sondern auch durch beeindruckende Eingriffe in das Leben einzelner Personen oder durch sehrwertvolle Informationen.Parapsychologische Untersuchungen und Beobachtungen haben gezeigt, daß der Mensch schon zuLebzeiten auf dieser Erde neben seinem materiellen, fleischlichen Körper einen zweiten "Leib"besitzt, der
 Astralleib
(manchmal auch Ätherkörper, Geistleib oder ähnlich) genannt wird. Er bestehtaus einer unsichtbaren, von uns physikalisch bislang nicht nachweisbaren Substanz und ist in denmateriellen Körper normalerweise eingebettet und mit ihm durch einen dünnen, sehr stark dehnbarenStrang verbunden.
 
- 3 -Dieser Astralleib verfügt auch über ein "Gedächtnis",
in dem alle Erinnerungen unseres irdischen
 
 Lebens ebenso gespeichert werden wie in unserem materiellen Gehirn
. Der Astralleib trennt sichbeim irdischen Tod unwiederbringlich von dem materiellen Leib, kann sich aber auch schon beilebensbedrohenden Zuständen von dem bewußtlosen, materiellen Körper
vorübergehend 
lösen, ohnedaß dabei das Verbindungsband, die sog. "Silberne Schnur" durchtrennt wird. In manchen Fällengelangen bei diesen Vorkommnissen die "Erlebnisse" des Astralleibes nach der "Wiederbelebung" indas Bewußtsein irdischer Menschen.Über derartige Vorfälle sind in den letzten Jahren eine Reihe von Büchern veröffentlicht worden. Siebefassen sich mit dem "Todeserlebnis" von Patienten, die vorübergehend klinisch tot waren, die demirdischen Ableben also nahe waren, aber wieder in das Bewußtsein und das irdische Lebenzurückgeholt werden konnten. Manche dieser Patienten waren hinterher imstande, trotz ihrervorhergehenden körperlichen Bewußtlosigkeit über Erlebnisse zu berichten, die eine gewisseBeziehung zur jenseitigen Welt, also zum nachtodlichen Bereich, haben. Unter den Verfassern dieserBücher sind besonders die Ärzte
 Dr. Raymond Moody
und
 Dr. Elisabeth Kübler-Ross
bekanntgeworden. Sie vermitteln mit ihren Berichten den Eindruck, daß der irdische Tod ein verhältnismäßigangenehmes Erlebnis sei. Dr. Elisabeth Kübler-Ross schreibt in dem Vorwort zu Moodys Buch("Leben nach dem Tod", Rowohlt Verlag, Reinbek 1977, S.10):
"Diese Patienten haben alle die Erfahrung gemacht, aus ihrer stofflichen Körperhülle hinausgetragen zuwerden und haben dabei ein
tiefes Gefühl von Frieden und Ganzheit 
gehabt. Die meisten haben eine
andere
 
Person wahrgenommen
, die ihnen behilflich war bei ihrem Übergang auf eine andere Seinsebene. Diemeisten wurden
begrüßt von früher Verstorbenen
, die ihnen nahegestanden hatten oder von einer religiösenGestalt, die in ihrem Leben eine wichtige Rolle gespielt hatte und die natürlich ihrenGlaubensüberzeugungen entsprach."
Über den Vorgang des endgültigen Ablebens von dieser Erde schreibt Dr. Kübler-Ross in ihremeigenen Buch "Über den Tod und das Leben danach" (Verlag Die Silberschnur, Melsbach/Neuwied,10. Aufl. 1988, S. 76):
"Nachdem wir von unseren jenseitigen Verwandten und Freunden und ebenfalls von unseren Geistführernund Schutzengeln empfangen worden sind, gehen wir durch eine symbolische Verwandlung hindurch, dieoft als eine Art Tunnel beschrieben worden ist. Bei einigen wird diese Verwandlung durch einen Fluß, beianderen durch ein Tor ausgedrückt, gemäß der auf jeden individuell bezogenen Symbolwertigkeit."
Wenn man die Sterbeberichte von Moody, Kübler-Ross und anderen Autoren insgesamt beurteilt undihnen einen realen Hintergrund zuspricht, sie also nicht als Wahnvorstellungen ansieht, könnte manzu dem Schluß gelangen, daß der Sterbevorgang für alle Menschen nur inneren Frieden, Freude unddas Wiedersehen mit vorausgegangenen Verwandten bringt. Das muß aber durchaus nicht so sein. Esgibt auch Fälle, bei denen der Sterbende oder dem Tode nahe Befindliche
sehr unangenehme
 
Erlebnisse
hat. Man bezeichnet sie manchmal vereinfachend als "Höllenvisionen".Der amerikanische Herzchirurg
 Dr. Maurice Rawlings
berichtet in seinem Buch "Beyond Death'sDoor" (Sheldon Press, London 1978) über eine größere Anzahl von unangenehmen Erlebnissensolcher Patienten, die in ihrem irdischen Körper bewußtlos und dem Tode nahe waren. Darunterwaren solche, die schwere Unfälle erlitten oder Selbstmorde versucht hatten. Ein von einem Gerüstins Wasser gestürzter Ingenieur erwähnt z. B. in einem ausführlichen Bericht (S. 103), daß er amRande eines großen Feuermeeres gestanden habe, und sagt dann wörtlich:
"Ich erinnere jede Einzelheit klarer als jedes andere Ereignis, das in meinem Leben stattgefunden hat. Wassich ereignete während jener Stunde und was ich sah, war, daß ich diese Welt verlassen hatte. Ich stand ineiniger Entfernung von dieser brennenden, wirbelnden, kreisenden Masse von blauem Feuer. So weit meineAugen blicken konnten, war überall das gleiche: Ein Meer von Feuer und Schwefel. Es befand sichniemand darin, auch ich nicht."
Neben sich sah der Ingenieur dann zwei andere, ihm von früher bekannte und inzwischenverstorbene Personen, die ebenfalls erschrocken in das Feuer sahen. Schließlich tauchte eine Gestalt
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