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Personal Learning Environment

Personal Learning Environment

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Taraghi, B.; Ebner, M. (2012). Personal Learning Environment. In K. Wilbers & A. Hohenstein (Hrsg.), Handbuch E-Learning. Expertenwissen aus Wissenschaft und Praxis – Strategien, Instrumente, Fallstudien. Köln: Deutscher Wirtschaftsdienst (Wolters Kluwer Deutschland), 43. Erg.-Lfg. August 2012. pp 1-4. http://www.personalwirtschaft.de/elearning
Taraghi, B.; Ebner, M. (2012). Personal Learning Environment. In K. Wilbers & A. Hohenstein (Hrsg.), Handbuch E-Learning. Expertenwissen aus Wissenschaft und Praxis – Strategien, Instrumente, Fallstudien. Köln: Deutscher Wirtschaftsdienst (Wolters Kluwer Deutschland), 43. Erg.-Lfg. August 2012. pp 1-4. http://www.personalwirtschaft.de/elearning

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Personal Learning Environment
5.16.1
Praxis-Statement: TU Graz
Personal Learning Environment
von Behnam Taraghi & Martin Ebner 
Vorspann
Die Lernumgebungen der Zukunftsollen sich den Bedürfnissen dereinzelnen Lernenden anpassen.Personal Learning Environmentssind personalisierbare Umgebun-gen, in welchen Lernende Unter-stützung r ihre individuel-len(Lern-) Bedürfnisse vorfinden.
Personal LearningEnvironment – PLE
Die Schlagworte Web 2.0 (O’R
EILLY
2005) und E-Learning 2.0 (D
OWNS
2005) haben die letzten Jahre destechnologiegestützten Lehrensund Lernens begleitet undgeprägt. Durch die Verwendungvon Wikis, Podcasts, Weblogssowie verschiedener sozialer Netz-werke wie Twitter oder Facebookrücken die Endbenutzer, die Ler-nenden, durch die Möglichkeitder aktiven Teilnahme immermehr in den Mittelpunkt. Es ent-wickeln sich neue Kollaborations-möglichkeiten; von Benutzerngenerierte Inhalte werden integra-ler Bestandteil der Lehre. Wennnun diese Entwicklungen aueiner Metaebene betrachtet wer-den, so kann man festhalten, dasssich das Hyperweb (Verbindungvon Webseiten mittels Hyperlink)immer stärker in Richtung seman-tisches Web hinbewegt. Diesbedeutet für die Endbenutzer vorallem eines: Individualität. Sierücken immer mehr in das Zent-rum der Betrachtung und manspricht von user-centered design.Darüber hinaus steigt die Anzahlder digitalen Lehr- und Lernin-halte genauso wie jene an verfüg-baren Webapplikationen. Daherscheint es auch nicht weiter ver-wunderlich, dass die Forderungennach personalisierbaren Lernum-gebungen, in welcher Lernendeeine webbasierte Unterstützunggemäß ihren Bedürfnissen vor-
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1
finden, immer dringlicher werden(S
CHAFFERT
/H
ILZENSAUER
2008; G
REEN
et al. 2006; A
TTWELL
2007). Ähnlichfordert es bereits ein Artikel vonS
CHAFFERT
/K
ALZ
im Rahmen dieserSchriftensammlung ein (S
CHAFFERT
/K
ALZ
2009). Die Technische Uni-versität Graz (TU Graz) hat sehrfrüh begonnen, dieses Konzeptumzusetzen, indem sie seit nun-mehr mehr als zwei Jahren einPersonal Learning Environment(PLE) selbst entwickelt (T
ARAGHI
etal. 2009). Das Grundkonzept istes, anstatt einer weiteren starrvorgegebenen Plattform eineAggregation verschiedenster Web-dienste, universitätsinterner Ser-vices und Lernobjekte anzubieten.Die Lehrenden und Lernendensollen hierbei selbst entscheidenkönnen, auf welche Dienste siezurückgreifen wollen bzw. welchesie im Alltag einsetzen. Realisiertwird dies mit Hilfe von einemMashup von Widgets (W
ILD
et al.2008), die nach eigenem Beliebenzusammengestellt und angeord-net werden können. Dieses Fra-mework inkl. der an der Universi-t zumeist von Studierendenentwickelten Widgets ist seitOktober 2010 im Betrieb undallen Angehörigen (Studierendenwie Lehrenden) der TU Graz zent-ral zugänglich.
PLE an der TU Graz
Die auf der TU Graz entwickeltePLE (E
BNER
/T
ARAGHI
2010) ähneltstark den App-basierten Umge-bungen bei den gängigen Smart-Phone-Geräten. Dies ist ein Ergeb-nis mehrerer Design- und Usabi-lity-Studien (T
ARAGHI
et al 2011).Der Widget-Store (vgl. mit einemApp-Store) in der PLE bietet eineÜbersicht über alle vorhandenenWidgets, die in der PLE zur Verfü-gung stehen (siehe Abbildung 1).Der Lerner kann sich diegewünschten Widgets im Widget-Store aussuchen und sie anschlie-ßend in seiner PLE hinzufügen.
Abb. 1: Der Widget-Store 
Wie bei den Native-Apps beiSmart-Phones können die vor-handenen Widgets im Widget-Store bewertet und kommentiertwerden (siehe Abbildung 2).
Abb. 2: Die Detailansicht eines Widgets im Widget-Store 
Mehrere Widgets lassen sich ineinem oder mehreren Oberflä-chen, »Space, organisieren.»Spacesind die so genanntenPersonal-Desktops oder Walls, auf denen eine beliebige Anzahl vonWidgets platziert und angeordnetwerden kann. Die Zuordnung derWidgets zu den Spaces sowie dieLage jedes Widgets in einemSpace sind von den Benutzernpersönlich zu tigen. Abbil-dung 3 zeigt einen beispielhaftenSpace, den ein/e Benutzer/-in inseiner/ihrer PLE nach seinen/
 
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Personal Learning Environment
Praxis-Statement: TU Graz
ihren Bedürfnissen zusammenge-stellt hat. Es befinden sich vierWidgets in dieser Oberfläche:Mail, TeachCenter Courses,Kalender und RSS-Feeds.
Abb. 3: Ein PLE Space, Mashupvon Widgets 
Widgets in der PLE
Widgets, in einigen Anwendun-gen auch als Gadgets bekannt(z. B. Google Desktop Gadgets),sind kleine clientseitige Applika-tionen, die auf dem Desktop oderin einem Webbrowser laufen. Diewebbasierten Widgets lassen sichmit weitverbreiteten und häufigverwendeten Webtechnologienwie (X)HTML, JavaScript, JavaApplet oder Adobe Flash realisie-ren. Der Quellcode wird im Falleeines Desktop-Widgets auf derClientseite geladen und schließ-lich installiert. Im Falle einesbrowserbasierten Widgets wirdder Code lediglich im Browserausgehrt. Ein Widget hatzumeist die Aufgabe, die von denBenutzern angeforderten Datenund Ressourcen von den Remote-Servern abzufragen und diese zurVerfügung zu stellen. Da einedirekte Datenabfrage von Remote-Servern aufgrund der Same-Ori-gin-Policy bei browserbasiertenWidgets nicht möglich ist, wirdfür diesen Zweck häufig ein Proxyeingesetzt. Der Proxy leitet dieAbfragen an den Remote-Serverweiter und returniert die empfan-genen Server-Response zum Cli-ent. Damit ermöglicht dieser dieÜbertragung von Daten und Res-sourcen zwischen den externenServern und den Widgets. Die soangeforderten Ressourcen ausunterschiedlichen Informations-
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quellen können nun in einer wid-getbasierten Plattform, wie zumBeispiel einem Content Manage-ment Systems (CMS) oder Lear-ning Management Systems (LMS),durch den Einsatz von Widgetszusammengeführt werden. DieWidgets selbst beinhalten die Prä-sentationslogik auf der Client-seite. Die grafische Oberfläche(GUI) muss hierzu dynamisch auf-gebaut und die Benutzerinterak-tionen innerhalb der GUI erfasstwerden (T
ARAGHI
et al. 2009b).DieWidgets in der PLE lassen sich, jenach Anwendung, nach denBedürfnissen der Lernenden kon-figurieren. Beispielsweise könnendie Benutzer die Sprache umstel-len oder je nach Widget gewisseEinstellungen in vorgesehenenBereichen vornehmen. Abbildung4 zeigt zum Beispiel das Widget,»TeachCenter Courses«. Das Wid-get bietet alle Informationen bzgl.verschiedenster Lehrveranstaltun-gen des Lern-Managements-Sys-tems der TU Graz (TeachCenter)an. Durch dieses Widget ist dasLMS der TU Graz in der PLE inte-griert und kann jederzeit benutztwerden.
Abb. 4: Das Widget »TeachCenter Courses«
Abbildung 5 zeigt ein Widget imThemenbereich Game Based Lear-ning. Webbasierte vorab defi-nierte Fragen und zugehörige Ant-worten, liest das »Hangman«-Widget über ein URL aus undbereitet diese das r das allge-mein bekannte Spiel vor.
Abb. 5: Das »Hangman«-Widget,ein Beispiel für Game Based Lear-ning 
In Abbildung 6 ist das »Slides-hare«-Widget zu sehen. DiesesWidget integriert den WebdienstSlideshare in die PLE. Slideshareist eine bekannte Webanwen-dung, mit der die Benutzer Power-Point-Präsentationen sowie Doku-mente uploaden und miteinanderteilen können.Somit sind Benutzer in der Lage,nach beliebigen Präsentationenund Dokumenten auf Slidesharezu suchen, diese darzustellen undin ihrer PLE zu nutzen.
Abb. 6: Das »Slideshare«-Widget 
 
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Praxis-Statement: TU Graz
Zum heutigen Stand sind vieleuniversitätsinterne Services (wieTeachCenter, Email, Kalenderusw.) und weitere Webdienste(wie Slideshare, Scribd, Dropbox,Google-Dienste usw.) durch ent-sprechende Widgets in der PLEvertreten. Alle diese Dienste wer-den im Studium direkt oder indi-rekt von den Lernenden benötigt,wobei Lernobjekte eine besondereRolle in der PLE. spielen. Sie flie-ßen direkt in den Lernprozess desLernenden mit ein und könnenals zusätzliche Unterstützung imAlltag eingesetzt werden. Als Bei-spiel ist in der Abbildung 7 ein alsWidget realisiertes Lernobjekt zusehen. Das »Matrix Calculator«-Widget berechnet einfachste Mat-rizenoperationen und kann auchzur Selbstbeurteilung von Lernen-den eingesetzt werden.
Abb. 7: Das Lernobjekt »MatriCalculator«-Widget 
Weitere Beispiele an Lernobjek-ten,welche bereits in der derzeiti-gen Version der PLE als Widgetangeboten werden, sind: Sprach-Widgets (Chinesisch, Japanisch),Übersetzungsdienste, Darstellungder Abläufe verschiedener Algo-rithmen im Bereich Informatiksowie die Kalkulation diversermathematischer Operationen.
Widgets »reden« auchmiteinander 
Die Aggregation verschiedenerDienste und Applikationen inner-halb einer Umgebung wäre umso
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nützlicher, wenn diese unabhän-gigen Anwendungen miteinanderkombiniert werden können. Dasist dann möglich, wenn die Wid-gets, welche die jeweiligenDienste in der PLE repräsentieren,mit einander kommunizieren undDaten austauschen können. Ausdiesem Grund wurde ein Mecha-nismus für die Inter-Widget-Kom-munikation (IWC)in der PLE ent-wickelt. Dadurch wird eineUnicast-, Multicast- und Broad-cast-Kommunikation zwischenden Widgets ermöglicht. Ein Wid-get in der PLE ist somit in derLage, ein Event in einem (Uni-cast), mehreren (Multicast) oderallen (Broadcast) Widgets auszulö-sen. Mehrere Szenarien sindbereits mit Hilfe von IWC reali-siert worden. Zum Beispiel kannder Lerner im Widget »TeachCen-ter Courses« eine Lehrveranstal-tung auswählen, danach zeigt dasWidget »Prüfungsplanesofortdie der ausgewählten Lehrveran-staltung zugewiesenen Prüfungs-termine an. Ein anderes Beispielist das Widget »Google Maps«,welches bei den Widgets zum Ein-satz kommen kann, die eine geo-grafische Position oder Adresse(eines Institutes, eines Raumes, ...)auf der Landkarte darstellensollten.
Nutzungsstatistiken
Zum Zeitpunkt der Verfassungdieses Textes sind ca. 3800 Benut-zer in der PLE registriert. Insge-samt stehen 72 Widgets den Stu-dierenden zur Verfügung. Davonbeziehen sich 13 Widgets auf dieuniversitätsinternen Dienste und14 Widgets stellen Lernobjektedar. Bei sechs Widgets liegt derSchwerpunkt auf Kommunikationund der Verwendung von sozialenNetzwerken. Die restlichen Wid-gets integrieren diverse nützlicheServices aus dem WorldWideWeb,wie Wörterbücher und Google-Dienste. Die universitätsbezoge-nen Dienste machen derzeit diemeistbenutzten Widgets aus,gefolgt von den sonstigen diver-sen Widgets wie den Überset-zungsdiensten, den Google-Diensten und der Kommunika-tion (z. B. E-Mails). Die Anzahl deraktiven Benutzer variiert starkund hängt von der Jahreszeit ab.Im Gegensatz zu der vorlesungs-freien oder der Prüfungszeit, liegtdie durchschnittliche Anzahl derLog-ins pro Tag bei 50. Die nocherwartungsgemäß ßige Nut-zung der PLE ist darin begründet,dass noch zu wenige Widgets inder PLE angeboten werden. Eswerden aber ständig neue Widgetsentwickelt, damit die kritischeAnzahl erreicht wird.
Ausblick
Auf Grund der Tatsache, dass diePLE der TU Graz browserbasiertarbeitet, gibt es Einschränkungenhinsichtlich der Verwendbarkeitund Performance. Daher gibt esÜberlegungen, diese Restriktio-nen zugunsten der Individualisie-rung weiter auszubauen. Die bei-den Betriebssysteme MicrosoftWindows 7+ und Apple Mac-OSbieten zum Beispiel ihrerseitsMöglichkeiten zur Einbindungsolcher Widgets in ihre jeweiligeDesktopumgebung an. Damitkönnte man seine persönlichenWidgets direkt am Desktop ver-wenden. Ein weiterer Schritt wäredie Portierung der Widgets auf mobile Endgeräte.In diesem Sinne würde die perso-nalisierte Lernumgebung kom-plett auf die individuellen Endge-räte und auch Bedürfnissezugeschnitten sein und zur einerubiquiren Verfügbarkeit imLernalltag führen.
Literaturhinweise
A
TTWELL
, G.: E-Portfolios theDNA of the Personal Lear-ning Environment?, in: Jour-nal of e-Learning and Know-ledge Society, 2007, Vol. 3,Nr. 2, pp. 33-61.D
OWNES
, S.: e-Learning 2.0, eLearnMagazine, 2005, http://www.elearnmag.org/subpage.cfm?section=articles&article=29-1 (zuletzt besucht:2012-05-22).

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