Pädagogische Ansätze
1. Thematische AnalyseA. UNSER LEBENSRAUM
Ausgangslage ist ein Zitat von Mutter Marthe bei einem Picknick mit ihrenKindern auf einem Feld. Sie sagt
: «On ne peut pas vivre dans un pré!»
(«Auf einer Wiese kann man nicht leben!»).Fragen dazu:
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Wie lässt sich dieses Zitat – das inZusammenhang mit der Situationder Familie irgendwie verzweifeltklingt – deuten?
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An welchen Bedürfnissen und Krite-rien orientiert sich die sesshafteBevölkerung heute?
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Was lässt sich an der räumlichenAufteilung unserer Lebensräumeablesen?
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Was bedeutet die Eroberung, jaKolonialisierung vieler ländlicher Gegenden durch die Stadtbevölke-rung? Ist es die Sehnsucht nach ei-ner «Home Sweet Home»-Idylle?
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Nachdenken über das Phänomendes Pendlerverkehrs, der die Stras-sen extrem belastet und in denStosszeiten zu Staus führt. Man«bezahlt» die Vorteile des Landle-bens mit Nachteilen wie verstopftenStrassen und übervollen Eisenbah-nen, Stress, Zeitverlust und Müdig-keit wegen der langen Fahrten zwi-schen Wohnort und Arbeitsplatz.Warum wird dieses Lebens-Modelltrotzdem als erstrebenswert ange-sehen? Was wären Alternativen?
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Welchen urbanen Gegebenheitenwollen die Menschen entfliehen?Kann man den Rückzug in «Schlaf-städte» auch so deuten, dass im-mer mehr Menschen Mühe haben,mit anderen zusammenzuleben?
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Wie sieht das Gemeinschaftslebenin der Agglomeration aus, wie auf dem Land? Wo gibt es Unterschie-de zum und Gemeinsamkeiten mitdem städtischen Leben?
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Was sind die Vor- und Nachteiledes Lebens weitab von Stadtzent-ren? Für Erwachsene, für Kinder?
B. DIE (IDEALE) FAMLIE
«Home» rückt das Thema Familie insZentrum. Folgende Fragen könnenanhand des Films diskutiert werden:
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Welche Bedürfnisse hat man imFamilienverbund ganz allgemein?
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Was will die Filmfamilie unter allenUmständen vermeiden, welchenProblemen will sie ausweichen bzw.entfliehen?
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Wie kann man die zwischen-menschlichen Beziehungen der Filmfiguren definieren und wie gehtdie Familie mit Dingen um, die über den Lebensraum und das sozialeUmfeld auf sie einwirken?
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Was für Bedingungen müssenerfüllt sein, damit man – in der Fa-milie oder ganz allgemein – die ei-gene Persönlichkeit entfalten kann?
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Wie unterstützt (oder behindert)unser wirtschaftliches System mitseinen Zwängen das Bestrebennach Persönlichkeitsentfaltung?
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Der leichte Zugriff auf Informations-und Kommunikationstechnologien(Massenmedien, Internet etc.)kommt denjenigen entgegen, diesich «in ihr Schneckenhaus» zu-rückziehen wollen. Was kann manin «Home» dazu ablesen?
C. DIE METAPHER
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Den Begriff «Metapher» wenn nötigeinführen.
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Was ist im Film «Home» als Meta-pher zu sehen? Die Autobahn? DieFamilie? Als Argumentationsgrund-lage lässt sich eine kurze schriftli-che Arbeit denken.
D. UMWELT UND RISIKO
Die Angst vor Vergiftung durch Abga-se treibt die jüngere Tochter beson-ders um. Fragen:
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Ist ihr Verhalten gerechtfertigt oder schon wahnhaft?
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Gibt es im postindustriellen Zeitalter mit seinen zeittypischen Risikenüberhaupt sinnvolle Verhaltenswei-sen?
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Nachdenken über die Paradoxieeiner Gesellschaft, die sich zuwei-len verhält wie der Feuerwehrmann,der zum Brandstifter wird: Man ver-sucht die Auswirkungen der Ent-wicklungen zu stoppen, die manaus Fortschrittsgründen selbst initi-iert hat. Man könnte das Thema et-wa am Beispiel der industriellenNahrungsproduktion mit all ihrenschädlichen Effekten behandeln.
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In einer Szene von «Home» schnei-det sich ein Familienmitglied einLoch in den Mundschutz, um eineZigarette rauchen zu können. Wieist das zu bewerten?
Die Film-Crew
Regie:Ursula Meier Drehbuch:Ursula Meier, AntoineJaccoud, Raphaëlle Valbrune,Gilles Taurand, Olivier LorelleKamera:Agnès GodardTon:Luc YersinSchnitt:Susana RossbergTonschnitt:Etienne CurchodTonmischung:Franco PiscopoAusstattung:Ivan NiclassKünstlerische Beratung:PhilippeCarrazAccessoires:Rekha MusaleKostüme:Anna Van BreeMaske:Danièle VuarinErster Regieassistent:MathieuSchiffmanCasting:Brigitte MoidonCasting Kinder:Jeanne Rektorik,Valérianne PoidevinProduktionsleitung:ThomasAlfandariProduzenten:Elena Tatti undThierry Spicher (Box Produc-tions), Denis Delcampe (NeedProductions), Denis Freyd (Ar-chipel 35)
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