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Die Schneeberghölle - Kampf ums Überleben am Schneeberg

Die Schneeberghölle - Kampf ums Überleben am Schneeberg

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True Story: Ein Winterraum in der Fischerhütte rettete Michael Bübl und seinem Kameraden in einer Februarnacht das Leben. Der Bergsteiger wollte nur ein paar Stunden seinem Hobby nachgehen und am Nachmittag wieder nach Hause fahren, doch alles kam anders. Uns erzählte der Schlossermeister aus Wien seine dramatische Geschichte. Es war ein schöner Tag und es gab kein Anzeichen für Sturm oder Nebel. Bei 1.500 Metern sind wir sogar noch bei der Bergrettungshütte vorbeigegangen. Uns hat niemand gesagt, dass ein Sturm kommen könnte. 200 Meter unter dem Gipfel zog plötzlich ein wahnsinniger Eisregen auf, es wurde bestimmt um 20 Grad kälter, wir konnten durch den Nebel nichts mehr sehen.

Innerhalb von zwei Minuten war es eine ganz andere Situation und wir waren froh, dass wir noch rechtzeitig unsere Handschuhe anziehen konnten. Ein Abstieg mit unseren Skiern war nicht mehr möglich. Ich bin ein erfahrener Bergsteiger, aber in diesen Stunden der Orientierungslosigkeit und Kälte hatte ich Angst. Man denkt an seine Freunde, seine Familie und auch ganz banale Dinge. Trotzdem kann man in einer Situation, wo das eigene Leben und das eines Freundes am seidenen Faden hängen, nur auf sich zählen.
True Story: Ein Winterraum in der Fischerhütte rettete Michael Bübl und seinem Kameraden in einer Februarnacht das Leben. Der Bergsteiger wollte nur ein paar Stunden seinem Hobby nachgehen und am Nachmittag wieder nach Hause fahren, doch alles kam anders. Uns erzählte der Schlossermeister aus Wien seine dramatische Geschichte. Es war ein schöner Tag und es gab kein Anzeichen für Sturm oder Nebel. Bei 1.500 Metern sind wir sogar noch bei der Bergrettungshütte vorbeigegangen. Uns hat niemand gesagt, dass ein Sturm kommen könnte. 200 Meter unter dem Gipfel zog plötzlich ein wahnsinniger Eisregen auf, es wurde bestimmt um 20 Grad kälter, wir konnten durch den Nebel nichts mehr sehen.

Innerhalb von zwei Minuten war es eine ganz andere Situation und wir waren froh, dass wir noch rechtzeitig unsere Handschuhe anziehen konnten. Ein Abstieg mit unseren Skiern war nicht mehr möglich. Ich bin ein erfahrener Bergsteiger, aber in diesen Stunden der Orientierungslosigkeit und Kälte hatte ich Angst. Man denkt an seine Freunde, seine Familie und auch ganz banale Dinge. Trotzdem kann man in einer Situation, wo das eigene Leben und das eines Freundes am seidenen Faden hängen, nur auf sich zählen.

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12/29/2013

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Dem Bergtod entkommen
Im Kampf gegen den Eissturm
Am 25. Februar 2011 brechen mein Kumpel und ich am frühen Morgen bei kaltem, aber sogenannten Kaiserwetter zu einer Tour auf einen gerade mal 2000 Meter hohen Berg in unserer Umgebung auf. Für den Aufstieg bis zum höchsten Punkt planen wir mit Bergschuhen undSteigeisen vier bis fünf Stunden, für die Abfahrt auf den mitgetragenen Ski zwei. Es sollte für uns eine entspannende Vormittagswanderung werden, nichts Gewaltiges, nichts Anstrengendes.Im gemütlichen Tempo erreichen wir bald den ersten Rastplatz, einen Bergrettungsstützpunktauf 1500 Meter. Das urige Blockhaus ist besetzt, lautes Radio und das typische Geräusch einesFunkgerätes dringen durch Fenster und Türe ins Freie. Nach einer kurzen Pause setzen wir unseren Aufstieg fort. Wir nicken dem knöchernen Mann hinter der Glasscheibe beim Abschiedzu. Er erwidert unsere Geste mit einem schmalen Lächeln und prostet uns mit einem kochend
 
heissen Becher Tee zu. Sekunden vorher stand die Tasse noch dampfend vor ihm auf demFensterbrett. Zu diesem Zeitpunkt ahnen wir nichts vom drohenden Eissturm, der uns bald umHaaresbreite das Leben kosten sollte.
 Der Mann in der Bergrettungshütte, er lässt uns grinsend in den Tod ziehen!
Bis zu dieser Hütte ist das Wetter traumhaft, danach, die nächsten 200 Höhenmeter noch immer gut. Erst 200Höhenmeter unter dem Gipfel stürzt plötzlicher dichter Nebel auf uns herab und die Temperatur fällt um einige Grad, dennoch keinerlei Grund zur Besorgnis. Wir steigen weiter auf, unsereAusrüstung ist nahezu perfekt, wir tragen von der Thermosche bis zur gettertenDoppelhaube nur die beste Qualität. Ausserdem sind wir erfahrene Alpinisten. Die Ski habenwir auf die Rucksäcke geschnallt, die Skischuhe sind drinnen. Nach weiteren 100 Meter kommtstarker Wind zum mittlerweile immer dichter werdenden Nebel hinzu und erschwert uns dieletzte Etappe zum Gipfel enorm. Ein Abstieg erscheint uns jedoch zu diesem Zeitpunkt dasgrössere Risiko zu sein, als die wenigen hinauf Meter zum Gipfel, und hinüber zur Hütte. Der Wind wird jede Minute stärker und der Nebel dichter, so dicht, dass wir bald die sprichwörtlicheHand vor den Augen nicht mehr sehen können. Die Kleidung fror in Minuten an unserenKörper. Es war als hätten wir einen Eispanzer übergestreift. Hände, Füsse und Gesicht warenmit einer Eisschicht überzogen. Jeder Schritt wurde aufgrund des ltesturzes und deVerhärtung zur Tortour, und dass mit vollem Rucksack inkl. Ski und Skischuhe am Rücken nachvier Stunden Aufstieg. Jeder der glaubt, er könne in dieser Situation die Bergrettung rufen, der sei hier eines Besseren belehrt. Mit eisigen gefrorenen, schmerzenden Händen und völligverklumpten Handschuhen ist ein Bedienen eines Handys nicht möglich, abgesehen vom nichtvorhanden Netz bei einem Eissturm dieser Stärke (etwa 80 Km/h). Es erscheint unglaubwürdig,aber es ist in solch Unwetter absolut unmöglich einen Handschuh oder eine Jacke zu wechseln,es geht nicht. Sturm, Nebel, fliegende Eiskristalle und an die Minus 20 Grad verhindern dies.Die einzige Möglichkeit sein Leben zu retten ist einen Unterschlupf zu finden.
 
Die fliegenden

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