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Heinz-Christian Strache und sein Lieblingsbuch
Bei den Recherchen zum ORF-Sommergespräch 2005 stieß ich auf der Homepage von Heinz-ChristianStrache
auf eine kleine Besprechung seines angeblichen Lieblingsbuches: „Der Waldgang“
von ErnstJünger, ein schwülstiges, eher schwer zu lesendes Büchlein über
den
Anarchen“. Da die Rezension
ungewöhnlich geschrieben war, googelte ich ein paar Formulierungen
 –
und fand sie tatsächlich
wieder. Auf einer rechtsradikalen „Heim
at
seite“ aus dem Jahr 1998,
(mit)geschrieben von einemehemaligen bekennenden Neonazi (und Paintball-Kameraden Straches). Ich hielt das dem FPÖ-Chef damals im Interview vor, die Szene hat auf YouTube mittlerweile einige hunderttausend Views:
 Sieben Jahre später, im August 2012, kurz vor unserem neuen ORF-Sommergespräch, veröffentlichtStrache nun plötzlich auf seiner Facebook-Seite mit knapp 120.000 Fans folgendes Posting:
Und das ist nun ein bisschen keck.
Straches „Waldgang“
-Rezension wurde auf seiner Homepage längst gelöscht, aber sie lässt sich nachwie vor finden:
 
 
Die angeblich „zweiseitige“ Zusammenfassung besteht aus genau diesen paar Zeilen
es sind derTitel und gezählte neun Sätze. Und es ist
nicht „ein Satz fast wortident“ z
u seiner Vorlage, sondern essind sechs der neun Sätze, also zwei Drittel des gesamten Textes (unten gelb markiert).Und der
mir vorgelegte Artikel
(Strache), von dem das abgeschrieben wurde?Er steht auf einer
Heimatseite
,
die „das letzte Mal am Laugtag, dem 25. Ernting im Jahr
e 4162
aktualisiert“ wurde
(was immer das bedeuten mag). Auch diese Seite ist nur mehr mit etwas Müheonline wiederzufinden, aber nach wie vor da. Die kopierten Passagen sind gelb hervorgehoben. (Dassieht hier durch die Formatierung der Seite auf den ersten Blick weniger aus. Aber bei vergrößerterAnsicht kann man nachlesen, dass es sich um die gleichen sechs Sätze handelt. Vier Wörter wurdenverändert.)
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