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10/13/2012

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Schluss mit REDD+ und der “green economy“
http://reddeldia.blogspot.mx/
Vom 25. bis zum 27. September 2012, werden die subnationalen Regierungenvon sechs Ländern in San Cristobal de las Casas, Chiapas, Mexiko, tagen. Zielder Konferenz ist es, ein neues Programm voranzutreiben und zu bewerben,durch das tropische Wälder zur Privatisierung freigegeben werden und für  private Investor_innen mit Regierungsunterstützung geöffnet werden sollen.Dieses Programm nennt sich REDD+ (
educing
E
missions from
D
eforestationand Forest
D
egradation) und wird durch die Klima-Krise gerechtfertigt. Die 17regionalen Regierungen, die teilnehmen werden, sind: Chiapas und Campechein Mexiko; Aceh, Zentralkalimantan, Ostkalimantan, Westkalimantan, Papuaund Westpapua in Indonesien; Acre, Amapá, Amazonas, Mato Grosso und Paráin Brasilien; Kalifornien und Illinois in den Vereinigten Staaten; Madre de diosin Peru; und Cross River State in Nigeria. Diese Konstellation verschiedener Regierungen erhofft sich, durch die Privatisierung der Mutter Erde, 1) sich ihrer Ressourcen un
 
d Dienstleistungen zu ermächtigen (dies ist die wahre Absichthinter der vorgeblichen Erhaltung von Pflanzensorten, als welches der chiapanekische Gouverneur, das vom ihm initiierte REDD+ - Programm imlakadonischen Urwald bezeichnet), 2) um die nicht-nachhaltige Produktion vonAgrotreibstoffen zu beschönigen, als dessen Folge, alle Formen des Lebenszerstört werden, und 3) um die historisch wichtigste Hürde, die den bisherigenZugriff des Kapitals auf die Wälder und Urwälder unserer Länder erschwert hat,zu durchnbrechen: die kulturelle und gemeinschaftliche politischeOrganisierung. All diese Auswirkungen werden durch das Label “greeneconomy” verhüllt.
 
REDD+ ist im Prozess der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen(UNFCCC) und dem Clean Development Mechanism (Mechanismus für saubere Entwicklung) entstanden. In diesem Zusammenhang, wird REDD+unter einem zweifachen Vorwand gerechtfertigt, zum einen, dass durch diezunehmende Entwaldung zwischen 12 und 18 % der Treibhausgas-Emissionenverursacht werden und außerdem, dass tropische Wälder die wichtigstennatürlichen Speicher dieser Gase darstellen. Auf diese Weise werden REDD+zwei parallel eintretende Effekte zugeschrieben: Die Menge vonTreibhausgasen, die durch Entwaldung verursacht werden, zu reduzieren unddie Rückbildung dieser Wälder zu fördern (indem vorgegeben wird, dienatürliche Bindung von mehr als 80 % der Treibhausgase, die vonindustrialisierten Länder ausgestoßen werden und durch kapitalistischeGesellschaftsmodelle erzeugt werden, zu unterstützen). Das „+“ bezieht sichauf nachhaltiges Wald-Management, den Ausbau von Kohlenstoffspeichern(welche nicht nur Wälder, sondern auch Monokulturen beinhalten) und
 
denErhalt der Ökosysteme bzw. der Produkte und Dienstleistungen, die diese bereitstellen (genetischem Material wird dabei der höchste Wertzugeschrieben).Länder mit neoliberalen Regierungen in tropischen Breitengraden,Unternehmen mit hohen Verschmutzungswerten, große„Umweltorganisationen“, die verstärkt mit Unternehmen kooperieren, undHändler_innen mit CO2-Zertifikaten, schenken diesem Mechanismus verstärkteAufmerksamkeit. REDD+ verspricht „integrierte Finanzierung“ für Nationen,indigenen-Gruppen und kleinbäuerliche Gemeinden mit fruchtbaren tropischenWäldern, oder geeignetem Land für Plantagen. Im Gegenzug sollen die Staatenund Unternehmen, die hohe Mengen Treibhausgase ausstoßen, CO2-Zertifikateund damit das Recht zu weiterer Verschmutzung erhalten.Einige subnationale Projekte wurden bereits umgesetzt, wie die REDD+ -Vereinbarung, die vor zwei Jahren zwischen den Staaten von Chiapas, Acre undKalifornien unterzeichnet wurden. Zwei Wochen vor dem UN Klimagipfel inCancún, Mexiko wurde - aufgrund der Annahme einer nicht zustandekommenden Einigung über die Schaffung von CO2-Märkten in Cancun – einsolches Abkommen abgeschlossen. Das internationale Gremium unter demdiese drei Staaten die Vereinbarung unterzeichneten, und welches sich vom 25. bis 28. September in Chiapas treffen wird, nennt sich „The Governors' ClimateChange and Forests Task Force“ (GCF). In Kalifornien ist dieses tri-subnationale Abkommen Teil eines staatlichen Gesetzes, das Lösungen desKlimawandels vorschlägt und die Reduzierung der Emissionen Kaliforniens auf das Level von 1990 voraussetzt. Dieses Ziel soll bis - jedoch nichtnotwendigerweise vor - 2020 erreicht werden.
 
Dieser Vorschlag, der auf Auslagerung von Emissionen basiert, ist das ersteglobale Pilot-Projekt, dass die Einführung von REDD+ als einen verbindlichen,legalen Mechanismus vorantreibt. Deshalb besteht die aktuelle Wichtigkeit, dieWelt über die Gefahren einer gesetzlichen Verankerung von REDD+ und dessenAuswirkungen (die Privatisierung von Wäldern und Biodiversität undZerstörung der Lebensgrundlagen von indigenen Gruppen und kleinbäuerlichenGemeinden) zu alarmieren.Das subnationale Abkommen von Kalifornien, wird Emissionen nach der Ideologie kapitalistischer Akkumulation auslagern, statt das Problem an seinenWurzeln anzugehen: dies geschieht durch den Kauf und Verkauf von CO2-Zertifikaten, als legale Grundlage für die Fortsetzung des Raubbaus und deshegemonialen, konsumorientierten Wirtschaftsmodells. In dem Abkommenwird außerdem behauptet, dass es zum Erhalt von Wäldern und Urwäldern inChiapas und Acre beiträgt, unterschlägt aber die wirtschaftlichen Interessen angenetischen Patenten, die sich hinter dieser vorgetäuschten Selbstlosigkeitverstecken. So wird behauptet, das REDD+ zur Erzeugung von CO2-armer Energie beiträgt, ohne die Zerstörung von Biodiversität und Ökosystemen, diees mit sich bringt, zuzugeben und darüber hinaus, dass es nachhaltigeEntwicklung lokaler Gemeinden vorantreibt, während es seine wahrenKonsequenzen verschweigt: die Zersplitterung von Kulturen und demorganisatorischen Zusammenhalt ländlicher Gemeinden.Das subnationale Gremium von Chiapas, Mexiko, ist ein willigesAusführungsorgan der „green economy“. Ihm sind andere Regierungen der Maya-Urwald-Region beigetreten und es wird direkt von der mexikanischenBundesregierung unterstützt und vertritt dessen politischen Kurs. Daschiapanekische Gremium erhofft sich, den Erfolgs seiner verheerendenGeschäfte mit Agrotreibstoffen, welche mit dem Label „saubere Energie“versehen werden, abzusichern. Außerdem sollen transnationale Investor_innen,Händler_innen mit CO2-Zertifikaten und große Umweltorganisationen Zugangzu indigenem Territorium und dessen großer pflanzlicher Vielfalt erhalten.Einige große Umwelt-NGOs arbeiten verstärkt mit Unternehmen zusammenund machen diesen, unter dem Vorwand die Biodiversität zu erhalten, z.B.genetisches Material zugänglich. Dieser Sachverhalt macht deutlich, warum dieBiosphäre „Montes Azules“ in Chiapas, als erstes Gebiet für ein REDD+ -Projekt auserkoren wurde, und nicht die bereits zerstörten und entwaldetenRegionen, deren Wiederherstellung eine höhere Einsparungsrate, für den CO2-Markt ermöglichen würde, oder zumindest eine angemessenere Grundlage für das Konzept von REDD+ böten.

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