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Rechnet sich Blended Learning an Hochschulen? Eine ökonomische Betrachtung von e-Learning Maßnahmen

Rechnet sich Blended Learning an Hochschulen? Eine ökonomische Betrachtung von e-Learning Maßnahmen

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Vorabversion der Publikation zur DeLFI 2012 Tagung in Hagen (http://www.delfi2012.de/)
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Vorabversion, Original erschienen in: Paa, L; Ebner, M.; Piazolo, F., Ates, N. (2012). Rechnet sichBlenden Learning an Hochschulen? Eine ökonomische Betrachtung von e-Learning Maßnahmen.10. e-Learning Fachtagung Informatik der Gesellschaft für Informatikk e.V. (DeLFI 2012). JörgDesel, J., Haake, J.M., Spannagel, C. (Hrsg.). Gesellschaft für Informatik e.V.(GI). S.267-278
Rechnet sich Blended Learning an Hochschulen?Eine ökonomische Betrachtungvon e-Learning Maßnahmen
Lukas Paa
1
, Martin Ebner 
2
, Felix Piazolo
1
, Nesrin Ates
1
 
1
Universität Innsbruck Institut für Strategisches Management,Marketing und TourismusUniversitätstrasse 15A-6020 Innsbruck lukas.paa@uibk.ac.at 
2
Technische Universität GrazAbteilung Vernetztes Lernen,Zentraler InformatikdienstMünzgrabenstraße 35A-8010 Grazmartin.ebner@tugraz.at 
Abstract:
Der Einsatz von e-Learning verspricht unter anderem Kosten-einsparungen für Bildungseinrichtungen. In der vorliegenden Untersu-chung wird dargelegt, dass dies in Abhängigkeit von der Teilnehmerzahlund Konstanz der Inhalte einer Lehrveranstaltung der Realität entspricht.Als Ergebnis wird festgehalten, dass mit steigendem Erstellungsaufwandfür e-Learning Umgebungen und Inhalte, die Zahl der abgehaltenen Lehr-veranstaltungen für die Erreichung des Break-Even entscheidend sind.
1 Einleitung
Die Zahl der Studierenden an Universitäten, Hochschulen und weiteren tertiären Bil-dungseinrichtungen stieg in den letzten Jahren in Europa kontinuierlich an [Eu12] [St12][Sc08b][BEN11]. Zeitgleich hat auch e-Learning (EL) in verschiedensten Verwendungs-formen stark an Bedeutung gewonnen. Heute ist davon auszugehen, dass beinahe jedetertiäre Bildungseinrichtung über ein Lernmanagementsystem (LMS) verfügt, auch wennstatistische Daten hierzu nicht flächendeckend existieren. Zumindest für den deutsch-sprachigen Raum kann für alle tertiären Bildungseinrichtungen von einer lückenlosenVerwendung von LMS ausgegangen werden [BEN11]. Es sind LMS verschiedenster Anbieter in Verwendung von Open-Source-Lösungen bis hin zu kommerziellen Angebo-ten oder auch Eigenentwicklungen [ESM06].Tertiäre Bildungseinrichtungen sehen sich vermehrt konfrontiert mit steigenden Studie-rendenzahlen, bei gleichem bzw. im Verhältnis zu den Studierendenzahlen weniger stark steigenden budgetären Mitteln für die Lehre. Dabei sollen bzw. dürfen keine Abstrichein der Bildungsqualität hingenommen werden. EL verspricht, neben anderen Aspekten,Kosteneinsparungen durch Skalierbarkeit [BB02]. Diese Arbeit untersucht die Kosten
 
Vorabversion, Original erschienen in: Paa, L; Ebner, M.; Piazolo, F., Ates, N. (2012). Rechnet sichBlenden Learning an Hochschulen? Eine ökonomische Betrachtung von e-Learning Maßnahmen.10. e-Learning Fachtagung Informatik der Gesellschaft für Informatikk e.V. (DeLFI 2012). JörgDesel, J., Haake, J.M., Spannagel, C. (Hrsg.). Gesellschaft für Informatik e.V.(GI). S.267-278
 beim Einsatz von Blended Learning in Relation zu traditionellen Lehrmethoden, wie beispielsweise Präsenzunterricht.
1.1 Definition der Begrifflichkeiten
„E-Learning ist kein wissenschaftlicher Begriff“ [Eh11]. Unter EL werden alle Formendes Lernens bzw. Lehrens mit Hilfe elektronischer Medien zusammengefasst. Es existie-ren sehr viele Begriffe die teilweise dasselbe beschreiben, sich oft überschneiden undkaum voneinander abgrenzbar sind [Gu11]. In dieser Arbeit verstehen die Autoren unter dem Begriff e-Learning die Verwendung eines webbasierten LMS zur Distribution vonadäquat aufbereiteten Lehrmaterialien und zur Kommunikation zwischen Lehrenden undStudierenden sowie Studierenden untereinander, welches Kursteilnehmern in einemdefinierten Ausmaß ermöglicht unabhängig von Ort und Zeit zu lernen [Eh11].Blended Learning (BL) stellt eine Kombination von Präsenzlehre (PL) und EL dar [ESN11]. Ziel ist dabei die Optimierung von Lernprozessen zur Erreichung individueller Lernziele unter Nutzung aller dafür geeigneter Lehr- und Lernmethoden [Eh11]. BLkann in zwei Ausprägungsformen unterschieden werden. „close coupling“ oder „con- junct blending“ bezeichnet BL bei welchem die EL-Elemente inhaltlich stark mit der PLüberlappen, also eng verbunden sind. Zur Form des „conjunct blending“ können somitLehrveranstaltungen gezählt werden, die beispielsweise ein LMS für die Distribution der Kursmaterialien, organisatorische Ankündigungen und das Einsammeln von Heimarbei-ten nutzen [SR10]. Diese Form der Lehre ist weit verbreitet, stellt aber keine relevanteVeränderung des Lernprozesses dar. „loose coupling“ oder „disjunct blending“ hingegen beschreibt EL-Szenarien, in denen die Inhalte von PL und EL kaum Redundanzen auf-weisen. Im Folgenden wird unter BL ein Kursdesign verstanden, bei welchen Präsenz-einheiten durch EL ersetzt werden. Dies kann beispielweise am Verhältnis der Semester-stunden zu ECTS-Punkten, unter Berücksichtigung der Kategorisierung der Inhalte der Lehrveranstaltung (LV), festgehalten werden.
1.2 Kosteneinsparung durch e-Learning
EL verspricht, neben der Unabhängigkeit von Ort und Zeit, vielfältigen Möglichkeitender medialen Aufbereitung, effizienter Kommunikation und Interaktion, die MöglichkeitKosten zu sparen [Ru01a] [Oe05]. Sind Lehr- und Lerneinheiten in Form von EL einmalimplementiert, können theoretisch beliebig viele Personen damit unterrichtet werden.Die Reduzierung von Reise- und Unterbringungskosten von Lehrenden und Studieren-den, welche auch in Zusammenhang mit Opportunitätskosten zu betrachten wäre, istinsbesondere bei dem vorliegenden Untersuchungsgegenstand nicht relevant und wirddaher nicht berücksichtigt [La07] [Gu05].Ausgaben von Bildungseinrichtungen im Bereich EL steigen jährlich an, da man sicherhofft Studierenden bei gesteigerter Kosteneffizienz qualitativ hochwertige und moder-ne Lehre anbieten zu können. Hinzu kommt die kontinuierliche Verbesserung der Infor-mations- und Kommunikationsinfrastruktur an Bildungseinrichtungen. Ohne einer wis-senschaftlich fundierten Betrachtung der Kosten- und Nutzeneffekte kann jedoch der 
 
Vorabversion, Original erschienen in: Paa, L; Ebner, M.; Piazolo, F., Ates, N. (2012). Rechnet sichBlenden Learning an Hochschulen? Eine ökonomische Betrachtung von e-Learning Maßnahmen.10. e-Learning Fachtagung Informatik der Gesellschaft für Informatikk e.V. (DeLFI 2012). JörgDesel, J., Haake, J.M., Spannagel, C. (Hrsg.). Gesellschaft für Informatik e.V.(GI). S.267-278
Eindruck entstehen, dass überproportional viel Budget unüberlegt in EL-Aktivitäteninvestiert wird [La07]. Daher stehen Bildungseinrichtungen unter verstärktem Druck Investitionsentscheidungen vorab zu rechtfertigen, bzw. im Nachhinein den erbrachtenOutput (Effizienz) bzw. Outcome (Effektivität) in Relation zum Aufwand zu setzen.
2 E-Learning an tertiären Bildungseinrichtungen
Von 18 untersuchten Bildungseinrichtungen in Österreich bieten nur drei einzelne Kurseals reines EL an
1
. Grundsätzlich steigt der Einsatz von EL in sämtlichen Fachbereichenals Ergänzung zur PL. Vermehrt werden auch Teile von Präsenzveranstaltung mittelsEL-Maßnahmen ersetzt. Beweggründe für letzteres sind sowohl die Knappheit an Unter-richtsräumen, sowie mögliche Kosteneinsparungen beim Lehrpersonal. Wie die Untersu-chung an der Universität Innsbruck (UIBK) im Wintersemester 2011 zeigt (sieh Tabelle1), werden in über der Hälfte aller Lehrveranstaltungen LMS zur Unterstützung der Präsenzeinheiten verwendet. Die große Breite der Klassifikation „Blended Learningnach [AS03], ergibt sich auf Grund der Schwierigkeit in der Abgrenzung zu anderenKlassifikationen. Diesem Umstand wird in der Break-Even Analyse in Tabelle 3 Rech-nung getragen, indem die Klassifikation weiter aufgespaltet wird.
Anteil deronline InhalteKlassifizierung BeschreibungVerbreitung anUIBK 0 %
TraditionellePräsenzlehreAlle Inhalte werden im Vortragoder als Ausdrucke vermittelt2035 Kurse(ca. 47 %)
1 -29 %
VerwendungLMSAlle Inhalte werden in PL be-handelt; LMS als Zusatzangebot2261 Kurse(ca. 53 %)
30-79 %
BlendedLearningInhalte werden in PL und onlinevermittelt5 Kurse
2
 (ca. 0,1 %)
80-100 %
e-LearningInhalte werden ausschließlichonline vermitteltKein KursTabelle 1: Klassifikation und Verbreitung verschiedener Kursmodi nach [AS03]
3 Vorhaben
Besonders für Forschungs- und Bildungseinrichtungen [Oe05] fehlen passende Evaluie-rungsmodelle, um den Aufwand für die Erstellung und den Betrieb einer BL-LV mitklassischer PL zu vergleichen. An dieser Stelle sei ausdrücklich darauf hingewiesen,dass Entscheidungen über die Art wie eine LV abgehalten werden soll, nicht ausschließ-lich auf Basis ökonomischer Grundlage getroffen werden kann, bzw. soll. Vielmehr isteine sinnvolle Verwendung der vorhandenen Ressourcen, mit dem Ziel den Outcome inForm des Lernerfolgs und der Lernqualität zu steigern, erstrebenswert.
1
Eigene Untersuchung: Alle tertiären Bildungseinrichtungen in Österreich 2011
2
Abgrenzung zu Kursen mit Verwendung eines LMS in der Erhebung schwierig

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