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Degussa Marktreport 5. Oktober 2012

Degussa Marktreport 5. Oktober 2012

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10/08/2012

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 Die Entwertung des Papiergeldes – istnoch lange nicht vorbei
Seit gut einer ist Dekade der Goldpreis in allen wichtigen Währungen deutlichangestiegen. Er hat sich also nicht nur in USD und Euro, sondern auch in Chine-sischen Renminbi, Japanischen Yen, indischen Rupien, Britischem Pfund undSchweizer Franken merklich verteuert (siehe nachstehende Graphik).
Der Goldpreis ist in allen Währungen stark gestiegen
Welt-Goldpreis pro Feinunze*
Quelle: Thomson Financial, Bloomberg, eigene Berechnungen. *Der Welt-Goldpreissetzt sich zusammen aus den gewichteten Goldpreisen der nationalen Währungen ausUSA, Euroraum, China, Japan, Großbritannien, Indien, Russland und Schweiz (1994 = 100).
Ein gestiegener Goldpreis bedeutet nichts anders, als dass die Kaufkraft der Pa-pierwährungen gegenüber Gold abgenommen hat. Bekam man mit dem Pa-piergeld noch etwa 100 Feinunzen Gold Ende 1999, so erhält man mittlerweilenur noch 17,5 Feinunzen Gold – ein Kaufkraftverlust des Papiergeldes gegen-über Gold in Höhe von 82,5 Prozent!
Kaufkraft der Welt-Papierwährungen gegenüber Gold sinkt
Anzahl der Unzen, die sich mit Papiergeld kaufen lassen*
Quelle: Thomson Financial, Bloomberg, eigene Berechnungen. *Die Kaufkraft wurdeermittelt, indem 100 durch den Welt-Goldpreis dividiert wurde. Siehe hierzu dieErläuterungen unterhalb der voranstehenden Graphik.
 
01002003004005006009496980002040608101202040608010012014016018094969800020406081012
USD per Feinunze Gold
Quelle: Bloomberg. Tageswerte.
USD per Feinunze Silber
Quelle: Bloomberg. Tageswerte.
EURUSD
Quelle: Bloomberg. Tageswerte.
IN DIESER AUSGABESeite 1:
Die Entwertung des Papiergeldes – istnoch lange nicht vorbei
Seite 6:
Wirtschaftspolitischer Kommentar:Cantillons Erkenntnisse
Seite 8:
Edelmetallmarkt-Bericht: SteigendeEdelmetallpreise im 4. Quartal
Seite 14:
Marktdaten13001400150016001700180019002000Jan 11Jul 11Jan 12Jul 1226303438424650Jan 11Sep 11Mai 121,201,251,301,351,401,451,50Jan 11Jul 11Jan 12Jul 12
 Marktreport 
Wirtschaft, Finanzen, Edelmetalle
5. Oktober 2012
 
 
2 5. Oktober 2012
Eigentlich ist der Grund für diese Entwicklung ökonomisch ganz offensichtlich.Jedoch wird er vielfach ignoriert oder gar heftig bestritten: Es ist die Geldpolitikder Zentralbanken, durch die die Geldmengen immer weiter ausgeweitet wer-den, um Pleiten von Staaten und Banken abzuwehren.Die Inflation wird früher oder später zutage treten, wenn diese Geldpolitik wei-terverfolgt wird.Bislang haben sich die Zentralbanken darauf beschränkt, Banken Wertpapiereabzukaufen und dafür mit neu gedrucktem (Basis)Geld zu bezahlen. Bald wer-den sie aber wohl dazu übergehen, auch Nichtbanken (Versicherungen, Pensi-onsfonds und private Sparer) Wertpapiere abzukaufen.
1
 Geschieht das, so steigen die für die Nachfrage wirksamen Geldmengen (M1bis M3) unmittelbar an. Der Verfall der Kaufkraft des Geldes ist dann vorpro-grammiert.Hinzu kommt der politische Druck, die Zentralbanken sollen die elektronischeNotenpresse zur Finanzierung maroder Staatsaushalte anwerfen.Viele Marktbeobachter gehen nach wie vor davon aus, dass die Zentralbankenmit ihrer Politik Wachstum und Beschäftigung unterstützen wollen. Was aber,wenn die Zentralbanken ganz bewusst die Entwertung der Kaufkraft des Gel-des anstreben?Dass es genau darauf hinausläuft, legen vor allem drei Gründe nahe.
Erstens
: Man mag es drehen und wenden, wie man will. Aber ein Ausweitender Geldmenge schafft keine Produktionszuwächse und keine neuen Arbeits-plätze. Wenn das Ausgeben von neuem Geld der Weg zur Prosperität wäre, sostellt sich die Frage:
Warum sind Länder wie Zimbabwe, die erst jüngst eineHyperinflation durchleben mussten, nach wie vor arm?
 Ein Ausweiten der Geldmenge kann die Wohlfahrt einer Volkswirtschaft nichterhöhen. Alles, was ein Ausweiten der Geldmenge bewirkt, ist eine erzwunge-ne Umverteilung und eine Schmälerung des Geldwertes (im Vergleich zur Situa-tion, in der die Geldmenge nicht ausgeweitet worden wäre).
 Zweitens
: Es gibt einen Anreiz für verschuldete Gruppen, die Rückzahlung ihrerSchulden mit wertgemindertem Geld zu leisten. Dass viele Staaten und Bankenmittlerweile überverschuldet sind, ist kaum mehr übersehbar – und auch nicht,dass sie erfolgreich einen entsprechenden (Macht)Einfluss auf die Geldpolitikerausüben, in ihrem Sinne zu handeln.
1
Siehier hierzu auch die Ausführungen im 
. 
Die schwindende Kaufkraft des Euro
Kaufkraft auf Basis der Konsumentenprei-se und des Goldpreises
Quelle: Thomson Financial, eigene Berechnungen. DieKaufkraft wurde errechnet, indem 100 durch den Euro-raum-Konsumentenpreisindex beziehungsweise denGoldpreis (Euro pro Feinunze) dividiert wurde. Januar1999 = 100.
Inflationäre Geldpolitik treibt Gold-preis in die Höhe
Bilanz Eurosystem (Mrd. Euro) und Gold-preis (Euro pro Feinunze)
Quelle: Thomson Financial.
0204060801001209901030507091113
Auf Basis des KonsumentenpreisindexAuf Basis des Goldpreises in Euro pro Feinunze
02004006008001000120014001600050010001500200025003000350096980002040608101214EZB-Bilanzsumme (LS)Goldpreis (RS)
 
3 5. Oktober 2012
Drittens
: In der breiten Öffentlichkeit herrscht die Auffassung vor, dass dasAusweiten der Geldmenge einer Hinnahme von Staats- und Banken-Pleitenvorzuziehen sei.Diese Neigung offenbart sich spätestens im Falle eines unmittelbar drohendenPleitefalls – ein Beispiel dafür ist der Untergang der amerikanischen Investment-Bank Lehman-Brothers im September 2008. Noch heute wird vielfach die Auf-fassung vertreten, eine Verhinderung der Lehman-Pleite durch neues Geld,ausgegeben von der US-Zentralbank, hätte das Ausbreiten der Krise verhindernkönnen.Weil Pleiten von Staaten und Banken eben viel stärker gefürchtet werden alsdie Folgen der Geldmengenausweitung, konnten die großen Zentralbanken seitAusbruch der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise ihre Bilanzen mehroder weniger ungehindert ausweiten, also die (Basis)Geldmengen erhöhen.
Geldmengenausweiten mit vereinten Kräften
Bilanzsumme der Zentralbanken*
Quelle: Thomson Financial, eigene Berechnungen. *Serien sindindexiert (Juli 2006 = 100).
Bislang ist die Preiswirkung der (Basis)Geldmengenausweitung noch nicht voll-ends zutage getreten. Jedoch sollte kein Zweifel über die Zielrichtung derGeldpolitiken bestehen: Sie zielt darauf ab, die Inflation in die Höhe zu treibenund den Geldwert zu mindern, um die allgemeine (Über)Verschuldung abzu-bauen.Der Goldpreis ist – in allen wichtigen Währungen – der Vorbote der kommen-den Geldentwertung. Wenn die Inflation offen zutage tritt in Form steigenderKonsumentenpreise, könnte eine weiter steigende Nachfrage nach Gold sicher-lich für noch drastischere Erhöhungen des Goldpreises sorgen.
0501001502002503003504004505000607080910111213
EZBFedBank von JapanBank von EnglandSchweizer Nationalbank
 Geldmengenausweitung geht bislangmit sinkenden Aktienkursen einher
Bilanzsumme Eurosystem (Mrd. Euro) undEuro STOXX 50 Aktienmarktindex
Quelle: Thomson Financial.
1500200025003000350040004500500055005001000150020002500300035009901030507091113Balance sheet Eurosystem (LS)EURO STOXX (RS)

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