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Vom Kakaobaum bis zum Konsumenten. Die Wertschöpfungskette von Schokolade

Vom Kakaobaum bis zum Konsumenten. Die Wertschöpfungskette von Schokolade

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11/04/2012

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Vom Kakaobaum bis zum Konsumenten
Die Wertschöpfungskette von Schokolade
Friedel Hütz-Adams
 
2
Vom Kakaobaum bis zum Konsumenten
Inhalt
. Einführung
3
2. Die Wertschöpfungskette von Kakao: ein Überblick
4
2.1 De
nition einer Wertschöpfungskette
4
2.2 Kakao: eine kurze und doch komplexe Kette
4
3. Der Weg von der Plantage bis zum Händler
6
3.1 Herkunft, Eigenschaften und Anbaugebiete
6
3.2 Deutschlands Rolle auf dem Weltmarkt
8
3.3 Soziale und ökologische Probleme in Westafrika
103.3.1 Elfenbeinküste 103.3.2 Nigeria 133.3.3 Ghana 13
3.4 Erste Verarbeitungsschritte noch beim Bauern
14
3.5 Viele Probleme und unsichere Marktprognosen
16
4. Der Weg in Deutschland
17
4.1 Logistikunternehmen
17
4.2 Die Verarbeiter des Kakaos
18
4.3 Die Schokoladenproduzenten
20
4.4 Der Einzelhandel
21
5. Einnahmen aus der Wertschöpfungskette
24
 
5.1 Situation in den Anbauländern
245.1.1 Schwankende Kakaopreise 245.1.2 Verfall der realen Kakaopreise 265.1.3 Niedriger Anteil der Bauern am Weltmarktpreis 265.1.4 Bauern und Regierungen machtlos? 27
5.2. Preisrutsch auf dem deutschen Markt
28
5.3 Anteil der Bauern am Schokoladenpreis
28
5.4 Anteil der Unternehmen am Schokoladenpreis
30
5.5 Zerti
zierung als Ausweg?
30
6. Ansätze für Verbesserungen in der Wertschöpfungskette
31
7. Verwendete Literatur
33
 
Impressum
Erscheinungsort und Datum:
 Siegburg, Mai 2012
Herausgeber:
SÜDWIND e.V.Institut für Ökonomie und ÖkumeneLindenstraße 58–60 , 53721 SiegburgTel.: +49 (0)2241-53617Fax: + 49 (0)2241-51308info@suedwind-institut.dewww.suedwind-institut.deBankverbindung:KD-Bank, Konto-Nr.: 99 88 77BLZ: 350 601 90
Autor:
Friedel Hütz-AdamsMitarbeit: Tanja Brumbauer
Redaktion und Korrektur:
Erika Stückrath, Vera Schumacher,Bettina Jahn
V.i.S.d.P.:
Martina Schaub
Gestaltung und Satz:
Frank Zander, Berlin
Druck und Verarbeitung:
Druckerei u. Verlag Brandt GmbH, Bonn
Gedruckt auf Recycling-Papier
Titelfoto:
Infozentrum Schokolade
ISBN:
978-3-929704-65-5Der Herausgeber ist für den Inhalt al-lein verantwortlich.
Mit
nanzieller Unterstützung des BMZ.Diese Publikation wurde vom Evange-lischen Entwicklungsdienst (EED) unddem Evangelischen KirchenverbandKöln und Region gefördert.
▸ Impressum | Inhalt
2
 
▸ . Einführung
3
Die Wertschöpfungskette von Schokolade
Die Zeilen des Liedes belegen, dass Bauern noch vorwenigen Jahrzehnten mit dem Anbau des Rohstoffesfür die in den Industrieländern so beliebte Schokola-de ein Einkommen verbanden, das ihnen ein besseresLeben ermöglichte. Zeitweise haben auch die Regie-rungen der Anbauländer durch hohe Export- und Steu-ereinnahmen von Kakao pro
tiert. Heutzutage würdein den Anbauländern niemand mehr davon sprechen,dass Bauern durch den Anbau von Kakao wohlhabendwerden. Im Gegenteil: Seit vielen Jahren sorgt Kakaofür negative Schlagzeilen. In den Presseberichten isthäu
g von sehr schlechten Lebensbedingungen in denAnbaugebieten von Kakao die Rede, Dokumentar
lmeund Studien belegen Kinderarbeit und selbst den Han-del mit Kindersklaven, die auf den Plantagen arbeitenmüssen. Im Mittelpunkt der Berichte steht Westafrika,von wo Deutschland den größten Teil des wichtigstenRohstoffes für Schokolade bezieht.Daher geraten auch die Hersteller der Schokolade indie Kritik. Sie sollen, so die häu
g gestellte Forderung,Verantwortung für ihre Zulieferer übernehmen undmenschenwürdige Arbeitsbedingungen garantieren.Mit der Frage nach der Verantwortung von Unterneh-men für die Beseitigung von Missständen sieht sichnicht nur die Kakao- und Schokoladenindustrie kon-frontiert. John Ruggie, ein vom Generalsekretär derVereinten Nationen eingesetzter Sonderbeauftragterfür Wirtschaft und Menschenrechte, sieht an ersterStelle die Regierungen in der P
icht, die Einhaltungder Menschenrechte in der Wirtschaft durchzusetzen.Geschieht dies nicht, tragen seiner Meinung nach Un-ternehmen eine Verantwortung für die Zustände in dereigenen Produktion sowie bei den Zulieferern: Ruggieverlangt, dass die Unternehmen unabhängig vom Ver-halten der Regierungen die Abschaffung der Kinder-arbeit, der Sklaverei und der Zwangsarbeit sowie dasRecht auf eine sichere Arbeitsumgebung durchsetzen.Über die Arbeitsrechte hinaus betont er insbesonderedas Recht auf einen angemessenen Lebensstandard,Bildung und soziale Sicherheit. Er verweist außerdemausdrücklich darauf, dass Unternehmen Verstößegegen grundlegende Menschenrechte in einigen Ge-schäftsbereichen nicht durch gute Taten in anderenGeschäftsbereichen kompensieren können. Ein zent-raler Begriff in der Argumentation von Ruggie ist dieSorgfaltsp
icht („due diligence“): Er verlangt, dass Un-ternehmen in ihrer täglichen Geschäftspraxis sicher-stellen, dass sie in allen Geschäftsabläufen nationaleGesetze und grundsätzliche Menschenrechte einhal-ten. Opfern von Menschenrechtsverletzungen soll derZugang zu Rechtsmitteln und Wiedergutmachung er-leichtert werden (UN 2008, 2009, 2010, 2011).Um herauszu
nden, wer im Kakaosektor Verantwor-tung für Missstände übernehmen sollte, muss mehrüber die Wertschöpfungskette der Schokolade bekanntsein. Diese führt von den Bauern über die Verarbeiterdes Kakaos, die Hersteller der Schokoladenprodukteund die Supermärkte bis hin zu den Konsumentinnenund Konsumenten der Schokolade. Bei der Analysezeigt sich, dass in den verschiedenen Produktionsstu-fen der Schokolade unterschiedliche Instanzen für dieBehebung mitverantwortlich sind. Letztendlich wer-den alle Beteiligten der Wertschöpfungskette zusam-menarbeiten müssen, um die Situation der Bauern zuverbessern. Aufgrund ihrer Machtpositionen kommtallerdings den Unternehmen in den Verbraucherlän-dern eine große Verantwortung zu. Dies gilt insbeson-dere für die in Deutschland operierenden Anbieter, dieden weltweit zweitgrößten Schokoladenmarkt versor-gen und darüber hinaus noch große Mengen ihrer Er-zeugnisse exportieren.
. Einführung
Textzeilen eines in den 1950er Jahren in Ghana populären Songs:
Wenn du deine Kinder zur Schule schicken willst, dann ist es KakaoWenn du dir ein Haus bauen willst, dann ist es KakaoWenn du heiraten willst, dann ist es KakaoWenn du Stoff kaufen willst, dann ist es KakaoWenn du dir einen Laster kaufen willst, dann ist es KakaoWas immer du in dieser Welt tun willst  Ist es Kakaogeld, mit dem du es tust 
Quelle: Ryan 2011: 9 (eigene Übersetzung)

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