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E-Books für die Universität

E-Books für die Universität

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Nagler, W., Wiesenhofer, K., Scerbakov, N., Ebner, M. (2012). E-Books für die Universität. In K. Wilbers & A. Hohenstein (Hrsg.), Handbuch E-Learning. Expertenwissen aus Wissenschaft und Praxis – Strategien, Instrumente, Fallstudien. Köln: Deutscher Wirtschaftsdienst (Wolters Kluwer Deutschland), 44. Erg.-Lfg. Oktober 2012. pp 1-4. http://www.personalwirtschaft.de/elearning
Nagler, W., Wiesenhofer, K., Scerbakov, N., Ebner, M. (2012). E-Books für die Universität. In K. Wilbers & A. Hohenstein (Hrsg.), Handbuch E-Learning. Expertenwissen aus Wissenschaft und Praxis – Strategien, Instrumente, Fallstudien. Köln: Deutscher Wirtschaftsdienst (Wolters Kluwer Deutschland), 44. Erg.-Lfg. Oktober 2012. pp 1-4. http://www.personalwirtschaft.de/elearning

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E-Books für die Universität
3.22.1
Praxis-Statement: TU Graz
E-Books für die Universität
von Walther Nagler, Karl Wiesenhofer, Nikolai Scerbakov und Martin Ebner 
Vorspann
Didaktisch gut aufbereitete In-halte sind die Basis einer gutenLehre. E-Books sind nicht nur imVormarsch (E
HLING
2011), sie bie-ten im Vergleich zu Printmedienauch wesentliche Vorteile. DieErstellung von E-Books mittelsAutorensystemen sollte daher soeinfach wie möglich sein (B
ARTON
2009).
E-Books? Was ist dasgenau?
Um einer begrifflichen Verwir-rung vorzubeugen, sei an dieserStelle kurz das Wort »E-Booerörtert. Dieses wird nicht eindeu-tig verstanden. Der Begriff »E-Boowird heute im Wesentli-chen für drei Bedeutungen ver-wendet.Die erste bezieht sich auf Online-Bibliotheken, wie sie nicht nur anvielen Universitäten das Angebotan Fachliteratur maßgeblichbereichern, sondern auch für dieAllgemeinheit oft frei im Internetzugänglich sind. Das Angebot istsehr unterschiedlich und umfang-reich (z. B. die digitale Bibliothekder AK: www.arbeiterkammer.at/ebook.htm). E-Books werden hiermeist als downloadbare Versionvon chern verstanden. DieDownloads werden in verschiede-nen Formaten, meist aber zumin-dest als PDF angeboten. Vermehrtwerden auch Formate für sog. E-Reader-Endgeräte angeboten.Diese Verwendbarkeit führt auchschon zur zweiten Definition vonE-Books, nämlich jener in Zusam-menhang mit E-Readern. Als »E-Reader« werden mobile Endgerätebezeichnet, die hauptsächlichzum Konsum von Inhalten (E-Books) in eigens für diese Gerätebestimmten Formaten verwendetwerden. Hier hat Amazon mit sei-nem Kindle (E-Reader) seit 2007
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Vorarbeit geleistet. Mittlerweileist der Markt an unterschiedli-chen E-Readern sehr umfang-reich. So besitzen heute vielemobile Endgeräte (z. B. das iPad)die Fähigkeit, die speziellen E-Rea-der-Formate zu lesen. Das derzeitbekannteste E-Reader-Format istEPUB (electronic publication).Das Format ist besonders in Hin-blick auf seine Multimedia-Taug-lichkeit einer schnellen Entwick-lung unterworfen.Während sich die erste Bedeutungvon »E-Book« auf den Downloadund die zweite auf Versionen fürmobile Endgeräte konzentriert,liegt der Schwerpunkt der drittenin der interaktiven und multime-dialen Online-Verwendung vonInhalten. Limitierungen in derVerwendbarkeit sind hier ledig-lich durch Eigenschaften derBrowser gegeben. Damit eröffnetsich ein riesiger Spielraum an Ein-satzmöglichkeiten. Die Erstellungsolcher E-Books steht im Vorder-grund der weiteren Betrachtung.
Warum E-Books für dieuniversitäre Lehre?
Wie eingangs erwähnt bieten E-Books im Vergleich zu herkömm-lichen Printmedien in der Lehrewesentliche Vorteile; sei es dieErweiterung des Angebots anFachliteratur der universitärenOnline-Bibliothek oder auch dieallzeit und allerorts gegebene digi-tale Verfügbarkeit von Skripten. E-Books im dritten genannten Sinnebieten jedoch noch viel mehr.Durch das Format HTML (fürBrowser) sind alle Möglichkeiteneiner multimedialen und interak-tiven Anreicherung der Inhaltegegeben. Die Verwendbarkeit derInhalte auf verschiedenen Lehr-plattformen, aber auch dieUmwandlung der Inhalte in für E-Reader lesbare Formate, ist ebensomöglich wie eine Personalisierungdieser z. B. durch das Ermöglichenvon digitalen Notizen zu Inhalts-teilen und dem Ausdruck oder dersynchronen Diskussion (inhalts-bezogener Chat) derselben.Für die Erstellung solcher E-Bookswerden sog. Autorensysteme ver-wendet. Der Markt an diesen hatbesonders durch Apples iBookAuthor (2012), einer Applikationzur Erstellung von E-Books spezi-ell r den iPad, neuen Fokusbekommen. Die Liste an Autoren-systemen wächst ständig (z. B.www.articleofthefuture.com).
Der »ABC-Manager« der TU Graz
An der Technischen UniversitätGraz (TU Graz) ist seit 2001 einSystem im Einsatz, das zur Erstel-lung von E-Books dient und seit2004 als »ABC-Manager« bezeich-net wird (N
AGLER
/E
BNER
2010).Lagen zu Beginn der Entwicklungnoch didaktische Aspekte auf Kos-ten der Benutzerfreundlichkeitbeim Editieren im Vordergrund,so ist der ABC-Manager seit 2006zu einem Online-Autorensystemherangewachsen, das beidenAspekten gerecht wird. Der Ein-satz des Systems war bis 2006 aus-schließlich dem Institut für Elek-trische Anlagen der TU Graz(IFEA) vorbehalten; hernachwurde der ABC-Manager als Ser-vice der Abteilung Vernetztes Ler-nen (VL) der gesamten TU Grazzur Verfügung gestellt.Mittlerweile findet der ABC-Manager auch über die Grenzender TU Graz hinaus Verwendung;über die Hälfte der registriertenBenutzer sind nicht Angehörigeder TU Graz.
Der ABC-Manager in der Anwendung
Der ABC-Manager der TU Grazerlaubt die Erstellung und Veröf-
 
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E-Books für die Universität
Praxis-Statement: TU Graz
fentlichung von E-Books in ver-schiedenen Formaten: HTML(für den Online- und Offline-Gebrauch), PDF (als Druckskrip-tum), EPUB und Mobi (für E-Rea-der). Darüber hinausgehend kannauch eine Version r Smart-phones generiert werden. DerOnline-Gebrauch kann derzeitüber zwei Plattformen genutztwerden. Einerseits können ABC-E-Books im Lernmanagement-Sys-tem (LMS) der TU Graz bezogenwerden, andererseits bietet derABC-Manager seit 2012 eineeigene als »Presenter« bezeichnetePlattform zur Veröffentlichungund Darstellung der E-Booksunabngig vom LMS der TUGraz. Der ABC-Manager ist somitnicht nur in die digitalen Systemeund Strukturen der TU Graz ein-gebunden, sondern funktioniertebenso als vollständig eigenstän-dige Plattform (Autorensystemund Publikation) mit grundsätz-lich freiem Zugang r Jeder-mann.Das Ziel ist, auf Basis eines einmalerstellten Inhaltes, selbigen fürdie gängigsten Formate verfügbarzu machen. Dies stellt in Hinblickauf Multimedialität und Interak-tionen große Herausforderungendar.Zum besseren Vergleich sind inden folgenden Abbildungen(Abb. 1 bis Abb. 8) die verschiede-nen Formate am Beispiel ein unddesselben Inhalts dargestellt.
Abb. 1: Version LMS der TU Graz Abb. 2: Format PDF 
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Abb. 3: Version Smartphones Abb. 4: Version Kindle Abb. 5: Format Mobipocket Abb. 6: Format EPUB online Abb. 7: Format EPUB für Reader Library Abb. 8: Format EPUB für Adobe Digital Edition
Die Abbildungen 6 bis 8 zeigenden Inhalt zwar jedes Mal im For-mat EPUB, jedoch auf verschiede-nen Endgeräten. Abbildung 9zeigt nun einen Inhalt im seit2012 vergbaren Presenter desABC-Managers.
 
E-Books für die Universität
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Praxis-Statement: TU Graz
Abb. 9: Version ABC-Presenter 
Didaktisches Konzept desABC-Managers
Der ABC-Manager ist von seinerEntwicklung her grundsätzlichdem Bedarf nach einem Medium,welches sowohl als Vortrags- alsauch Lernunterlage dienen soll,gefolgt. Es galt somit quasi dieScherezwischenPräsentation(z.B.MS PowerPoint) und Skriptum(z. B. PDF) zu schließen. Im Zugeder Umsetzung dieses Zieleswurde ein didaktisches Designentworfen (W
EITL
et al. 2002),das folgende Kriterien aufweist:Inhalte werden in kleinste In-haltsteile (Microcontent) unter-gliedert, um chst glicheFlexibilität, Austauschbarkeit undWiederverwendbarkeit zu gewähr-leisten; diese Inhaltsteile werden»Screens« genannt und besitzeneinheitliche Eigenschaften (Ab-messungen, Struktur, Optio-nen …); die Inhalte von Screenswerden in einem gebräuchlichenOnline-Editor (TinyMCE) editiertund im Format HTML bzw. XMLgespeichert; Screens selbst werdenin sog. Pools gespeichert; E-Bookswerden auf Basis der in einemPool vorhandenen Screens zusam-mengestellt.Die Bezeichnung »ABfür dasSystem bezieht sich auf die Unter-teilung der Inhalte in Inhalte vonhöchster Relevanz (»A«), Inhalte,welche »A«-Inhalte näher erklären(»B«) und Inhalte, welche weiter-führend, jedoch nicht prüfungsre-levant sind (»C«). Ein Screen ent-hält immer die Teile »A« und »B«,während »C«-Inhalte ausschließ-lich als Verlinkung geöffnet wer-den können. Darüber hinaus wirdempfohlen, die Screens eines E-Books derart in Strukturen (Ord-ner) zusammenzufassen, dass ein
Handbuch E-Learning 44. Erg.-Lfg. Oktober 2012
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Ordner einer Unterrichtseinheitentspricht. Nachdem Screens inPools gespeichert werden, sinddiese nicht ursächlich an ein E-Book gebunden, sondern könnenbei Bedarf einfach einem E-Bookhinzugefügt oder wieder entferntwerden. Auch das Übernehmenganzer Strukturen eines E-Booksauf ein anderes ist einfach überDrag & Drop durchführbar. DerABC-Manager erlaubt somit dasEditieren und Verwalten vonScreens, deren sinnvolle aberbeliebig wiederholbare Zusam-menführung zu E-Books und diePublikation dieser E-Books in denzuvor beschriebenen Formaten(H
UBER
2008).Doch wie ist nun die Herausforde-rung, ein Medium zu schaffen,das gleichzeitig als Vortrags- wieauch Lernunterlage dienen kann,umgesetzt? Bei der Erstellungeines Screens kann dieser einerKategorie zugewiesen werden,z. B. Kategorie »PPT« oder Katego-rie »PDF«“. In den Online-Versio-nen des späteren E-Books (Presen-ter und LMS der TU Graz) bestehtnun die Möglichkeit, die Inhaltedes E-Books nach diesen Katego-rien gefiltert anzuzeigen.
Abb. 10: Filter durch Kategorien
Abbildung 10 zeigt das Prinzip: Imlinken Teil des Bildes sind alleKategorien, welche in diesem E-Book vorkommen, ausgewähltund damit deren zugerigeScreens angezeigt (der Screenselbst ist in der Abbildung nichtmehr zu sehen). Im rechten Teilder Abbildung 10 sind nur dreiKategorien ausgewählt. Nun wer-den im Inhaltsverzeichnis des E-Books nicht mehr alle Screensangezeigt, sondern nur mehr jene,welche den ausgewählten Katego-rien zugeordnet wurden. Wennnun bei der Erstellung ein Screenwie eine PowerPoint-Folie gestal-tet und dieser Screen der Katego-rie »PPT« zugeordnet, ein andererScreen aber mit ausführlichemFließtext gleich einem Skriptum(Kategorie »PDF«) versehen wird,so kann der Benutzer des späterenE-Books schnell über den Katego-rie-Filter zwischen PPT und PDFumschalten. Von der aktuellenFilterauswahl können wiederumdie Formate PDF, EPUB und Mobigeneriert werden. Der Lehrendewird demnach nur seine der Kate-gorie »PPT« zugeordneten Screensfür seine Vorlesung anzeigen, Stu-dierende werden sich zum Aus-druck eines Skriptums nur Screensder Kategorie »PDF« anzeigenlassen.
E-Books im LMS der TU Graz
Wie bereits erwähnt und in Abbil-dung 1 beispielhaft dargestelltnnen ABC-E-Books auch imLMS der TU Graz dargestellt wer-den. Zum besseren Verständnis seihier kurz auf das LMS der TU Grazeingegangen. Seit 2006 ist an derTU Graz das sogenannte Teach-Center (TUGTC) als LMS in Ver-wendung. Das TUGTC ist eineEntwicklung des Instituts rInformationssysteme und Com-puter Medien (IICM) der TU Grazunter der Projektleitung von Prof.Scerbakov und wurde Instituts-intern bereits an die zehn Jahredavor erprobt und verwendet. InBezug auf E-Books bietet dasTUGTC eine eigene E-Book-Umgebung, die höchst interaktivist. So können nicht nur zu jedemInhalt Notizen online hinzuge-gt und auch ausgedrucktwerden, es bestehen zudem syn-chrone Kommunikationsmög-lichkeiten, welche auch eineBeteiligung über Smartphoneszulassen. Darüber hinaus könnenauch unabngig vom ABC-Manager E-Books im TUGTC ausbestehenden Inhalten des

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