Durchbruch: Vernetzt statt Verdrahtet
Mobile ist der Zugang zur Welt – stationäres und mobiles Internet wachsen zusammen. Mit Internetflatrates auf Mobile Devices ist man 2009 nun endlich 24/7 „on“, vernetzt und verfügbar. Das mobile Internet ist immer dabei.Von einigen Ausnahmen wie Flugreisen mal abgesehen. Mobile Marketing wird und muss ein Wachstumsfeld sein,denn mobile Applikationen spielen eine täglich stärkere Rolle. Die große Aufgabe: Nutzen und Inhalte schaffensowie involvieren – statt einfach nur senden.Ende 2009: Noch nicht Mitglied bei Xing, LinkedIn, Facebook oder StudiVZ? Sie sind in der Minderzahl der Erwachsenen. Twitter ist der große Erfolg von 2008… (http://www.twittermoms.com/, 6000 + Mitglieder ist meinpersönliches Highlight). Bei all diesen Social Communities ist nun „Ausmisten“ der große Trend. Wirklichrelevante, echte Verbindungen statt „Boosting my friends-list“ stehen auf der Prioritätenliste. Ein Beispiel auch die Whopper-Kampagne von Burgerking, bei der das „Unfrienden“ von Leuten mit Whoppergutscheinen belohntwird. Megatrend: Back to real friends…New TV findet im Internet statt – die große Chance für mehr Bewegtbild in der Kommunikation. Und dieses wirdeben nicht mehr nur über werbe- oder gebührenfinanzierte Fernsehkanäle gezeigt. Das Zugangsmonopol zur visuellen öffentlichen Meinungsbildung ist gefallen – wenn auch die großen Reichweiten eben doch noch bei den traditionellen Medien stattfinden. 2009 wird es darum gehen, Reichweiten für New TV zu schaffen, Inhalterelevant und Ergebnisse messbar zu machen. Denn die nächste Generation verbringt bereits heute mehr Zeit imInternet als vor dem linearen TV. Der Schlüssel zum Erfolg: Wahlfreiheit. Ich will, was ich will und wann ich eswill. Während für viele Unternehmen und Marken das Kaninchen und die Schlange bis 2008 die Symboltiere desUmgangs mit Social Media waren, wird es in 2009 auch in unserem Markt der Stier sein, der an den Hörnerngepackt wird. Kontinuerliche Programme zum Management der Risiken, Ausloten der Möglichkeiten und deutlichmehr Vorreiter-Kampagnen als dieses Jahr werden uns beschäftigen.
Zurück in die Zukunft: Inhalte, Geschichten,Transparenz & Authentizität
Glaubwürdigkeit kann man nicht kaufen – soeben am lebenden Beispiel 2008 gelernt – ebenso wenig wieFreunde, Beziehungen, Markentreue und Nachhaltigkeit. Man muss sie verdienen und hart dafür arbeiten. DieZeiten, wo Mediabudgets Mangel an Inhalt wettmachen konnten, sind definitiv vorbei. Corporate Advertisingleidet an Glaubwürdigkeitsmangel. Der Prozess, der kommt, ist mühsam, da nicht gelernt. Natürliche, scheinbar gen-verhaftete Kontrollbedürfnisse in den großen Institutionen und Unternehmen machen eine schnelle Anpas-sung schwer. Doch auch das geht vorbei.Auch Kampagnen, die schnell Aufmerksamkeit generieren wollen, werden mehr und mehr an ihrer Nachhaltigkeitgemessen. Wenige werden weiter versuchen kommerziellen Erfolg zu initiieren, indem sie bedingungslos laut sind:Nicht untergehen in der großen Marketing-Kakophonie ist deren (einziges?) Motto. Dazu werden sie zum Tabu-Brecher – siehe das Shock-Vertising von Diesel zum 30jährigen Geburtstag, welches von mehr als 6 MillionenMenschen gesehen wurde – erfolgreich?
Willkommen
Cornelia Kunze, CEO, Edelman Deutschland
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