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 Nr. 183, 02. KW, 09.01.2009, Seite 1 von 20
 Inhaltsverzeichnis
 
Editorial (Rohmert)
1
2009: Blick in die Glasku-gel ist vernebelt(Rohmert)
2
Deutsche Büromärkteblieben 2008 stabil - 2009bleibt ungewiss (Rohmert)
7
Argetra: Zwangsverstei-gerungen am unterenWendepunkt (Rohmert)
11
Immobilienaktien undReits: Jahresendrallye beiden Verlierern 2008
12
Colliers: Investments undVermietung in Frankfurtwerden trostlos(Rohmert)
15
Henderson: Preisrück-gang bei Büroimmobilien
15
Orientierungshilfen fürden Immobilienmarkt(Junius)
16
Investmentumsatz 2007unter Rekordergebnis
17
Berufsakademie adé -Duale Hochschule kommt
17
Passivhäuser in Frankfurtauf dem Vormarsch
19
Impressum
20
Magere Bilanz für OffeneImmobilienfonds inFrankreich (Escher)
19
Brockhoff: Ladenlokal-mieten steigen leicht
14
Impressum
20
vorab wünschen wir Ihnen ein erfolgreiches Neues Jahr 2009. Ehrlich! Ohne Iro-nie und Sarkasmus!
Wir selber starten das Jahr 2009 mit einem neuen Produkt: Der 
Immobilienbrief Ber-lin
(www.immobilienbrief-Berlin.de). Unsere Hauptstadt hat schließlich einen eigenenImmobilienbrief verdient. Wir wollen uns dabei gar nicht so tief in die Berliner Politik–und Kneipen-Szene einarbeiten, sondern Ihnen vor allem immobilienrelevante Infor-mationen zusammenstellen und soweit möglich analysieren. Ich selber habe prägen-de, immobilienwirtschaftliche Jahre in Berlin verbracht, an die ich mich gerne erinnere.Da wir das als Neujahrsüberraschung geplant hatten, werden wir unser Berliner Netz-werk in den kommenden Wochen über unsere bestehenden Kontakte ausbauen. Mo-netäre Aspekte stehen übrigens nicht im Vordergrund. Vielleicht klappt die Kombinati-on aus regionaler und überregionaler Präsenz aber doch. Die Homepage des
Immo-bilienbrief Berlin
werden wir ständig aktualisieren, so dass die pdf-Datei eine aktuali-sierte Zusammenfassung darstellt. Vielleicht gelingt es ja auch, über interaktive Ele-mente eine kleine Informationsplattform herzustellen. Unsere gewohnte Berichterstat-tung aus Berlin finden Sie heute im
Immobilienbrief Berlin.
Das Jahr 2008 war der Beleg dafür, dass es anders kommen kann, als sich sogar der Dümmste ausmalen kann. Erfrischend für uns war, in der 
Immobilien Zeitung
für Op-timismus gescholten zu werden (Seite 2 ff.). Aber wir haben ja jetzt alle gelernt:
Opti-mismus bestraft das Leben.
Noch im August und September diskutierten wir über die Erreichbarkeit eines ausgeglichenen Haushaltes und den Verzicht auf Neuver-schuldung. Um 10 Milliarden ging es da. Sechs Wochen später war das psychologischidiotisch dargestellte 500 Milliarden-Rettungspaket für deutsche Banken nahezueine Selbstverständlichkeit. 20 oder 30 Mrd. für ein Konjunkturpaket wurdenals Kleinstaaterei abgetan.Warum die Politik mit Milliarden schwadroniert und die Bevölkerung verärgert, statt„einfach“ das Beziehungsgeflecht der Banken für Neuengagements zu garantierenund gleichzeitig sicherzustellen, dass keine Risiken außerhalb der Bilanz Konzerneund Systeme ruinieren dürfen, ist fraglich. Natürlich sind unbegrenzte Garantien prob-lematisch, aber wenn es jetzt schief geht, wird sich der Glaube, der Staat könne für Sparanlagen garantieren als ebenso albern herausstellen wie der Glaube an weiterge-hende Garantien. Aber haben Sie schon einmal jemanden darüber diskutieren hören,wie viele Billionen im Falle eines Bankencrashs jetzt schon „garantiert“ sind?Natürlich haben wir vor dem kommenden Jahr Angst. Aber wir trösten uns mit der ver-gleichsweise guten Ausgangssituation Deutschlands und damit, dass am Ende der Rezession wieder ein zinsgetunter Immobilienboom stehen kann, der sogar den Irr-sinn der vergangenen Jahre in den Schatten stellen könnte. Kurzfristig helfen dieMaßnahmen des konsensgestutzen Konjunkturprogrammes eher wenig.Bremsen kann dies nur das Bankensystem. Aber in Bezug auf Lernfähigkeit der Fi-nanzbranche sind wir eher skeptisch. Und an die Verantwortung der Investoren zuappellieren halten wir für müßig. Die oberste Erkenntnis des Wirtschaftslebens besagtkurz gefasst:
Was finanziert wird, wird gemacht.
 Die heutige Ausgabe wurde möglich durch unsere Partner 
CatellaReal Estate AG
,
DEGI GmbH, Deka Immobilien Investment, Fair-vesta, Garbe Group, Ideenkapital AG, RA Klumpe Schroeder &Partner, UBS Real Estate KAG
sowie den Partnern von der 
"DerFondsbrief"
.
Nr.: 183
02. KW / 09.01.2009Kostenlos per E-Mail
ISSN 1860-6369
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
Werner Rohmert, Herausgeber
 
 Nr. 183, 02. KW, 09.01.2009, Seite 2 von 20
2009 - Der Blick in die Glaskugel ist vernebelt 
Werner Rohmert, Herausgeber "Der Immobilienbrief",Immobilienspezialist "Der Platow Brief"
Für uns ist Historisches geschehen. Zum ersten Mal wurden wir für Optimismus ge-scholten. Meist werden wir für unsere fehlende Bereitschaft, auf jeder Welle zuschwimmen, abgemahnt und erleiden die Tragik des Realisten: Hat er Recht ist esnicht gut, hat er Unrecht, kann er sich auch nicht freuen. Macht man einmal eine Po-sitiv-Prognose mit religiösen Zügen, trifft es auch noch doppelt. Geht es schief, freutes niemanden, kostet uns selber Geld und daneben lagen wir auch noch. Zumindestmit Freude, in den honorigen Kreis der Falsch-Prognostiker aufgenommen zu wer-den, fanden wir unsere volkswirtschaftliche Positivprognose des letzten Jahres in der 
Immobilien Zeitung
moniert.Natürlich blicken wir kurz zurück auf den Zusammenhang. Aber das kann keine Ent-schuldigung sein. In unserer Entscheidung, welche Richtung die Wirtschaft einschla-gen würde lagen wir im Ergebnis falsch. Trotzdem wurden Sie als Leser nicht falschgeleitet. Seit 3 Jahren schleppen wir ein Crash-Szenario in unseren Ausblicken mit.Letztes Jahr setzten wir als Prämisse unserer Prognose: „
Anders als sonst sehen wir zwei eher getrennte Entwicklungslinien. Wir gehen davon aus, dass die Finanzkrise nicht zu einer Weltwirtschaftskrise wird. Dann geht es besser als 
Prognosen im Ver- unsicherungsrausch 
aufzeigen. Oder es geht mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 bis 10% richtig schief.“ „… bislang ist eine mögliche 
Kette aus Subprime- Verunsicherung, fehlende Realisierbarkeit von Sicherheiten 
durch Tranchierunund Verbriefung … und ein 
Platzen der Kreditkartenblase 
durch eine Überreizung des Systems durch die zinsbedingte breite Konsumentenkrise noch nicht berücksich- tigt.“ „…
Ein solches Szenario mit Wahrscheinlichkeiten zu versehen und durch Erwartungswerte die Gesamt-Prognose zu verwässern ist jedoch unsinnig.“ 
Im
Immobilien Jahrbuch
formulierten wir im Januar mit etwas mehr Platz:
„ … gibt es ein realistisches und logisches Stör-Szenario mit einer Art globalem „Domino Day“,bei dem die weltwirtschaftlichen Dominostein-Felder ausgehend von den USA mit einer Verzweigung nach Asien und Europa der Reihe nach fallen. Dieses globale Kri- sen-Drehbuch ist nicht mit Wahrscheinlichkeiten oder Vergangenheitserfahrungen zu fassen.“ 
Soweit ich das überblicken kann, waren wir wohl die einzigen, die mit demSchwerpunkt Immobilien ein Crash-Szenario immer „mitzogen“.Mit gefalteten Händen und Blick auf die Fundamentaldaten der deutschen Wirtschaftschlugen wir uns auf die Seite der Optimisten und haben uns
„deshalb mit 2,25%bis 2,5 %
(Wachstum)
des BIP“ uns an die Spitze der Prognostiker gelegt.
 
Schiefgegangen!
Unser Immobilien-Fazit des vergangenen Jahres können wir aber 1:1 indie neue Prognose übernehmen. Wir können uns auch damit trösten, dass wir uns inbester Gesellschaft professioneller Auguren und sogar der Wahrsager-Zunft befin-den. Nicht ein einziger Wahrsager, die ja sonst den unsinnigsten Möglichkeitsrahmenausschöpfen, wurde von seinen übersinnlichen Kräfte so beseelt, dass er die aktuelleFinanzkrise vorhergesehen hätte.Mit der aktuellen Devise „Sicheres Auftreten bei totaler Ahnungslosigkeit“ arbeiten wir an unserem Wirtschafts- und Immobilienausblick für das laufende Jahr. Vielleicht wis-sen wir in zwei Wochen mehr. Andererseits hat es gut getan, mal nicht täglich vonder 
FTD
mit den maximalen Möglichkeiten des Katastrophen-Drehbuchs vertraut ge-macht zu werden. Und im Moment lenkt die FTD mit dem aufmunternden Hinweis„EU fürchtet Gaskollaps“ ein wenig von den wirtschaftlichen Problemen ab. Gleichzei-tig betet das
Handelsblatt:
„Banken kehren zurück an den Markt“.Mit unseren Immobilienvorhersagen lagen wir nicht falsch. Die angekündigten Preis-korrekturen bei sportlichen Käufen sind da, auch wenn erst wenige Umsätze stattfan-den. Einen breiten Preiseinbruch hat es bei Wohnen und Gewerbe bei „normalen“,nutzerorientierten Immobilien nicht gegeben. Der Wegfall der internationalen Invest-menteuphorie, die für uns sowieso nie nachvollziehbar war, hat zu sinkenden Multipli-katoren Richtung eines von früher bekannten Wertes geführt. Die Vermietungsmärktehaben sich bis zum Jahresschluss gut gehalten. Geld ist genügend im Investment-markt, aber es wartet.Das ändert aber nichts daran, dass wir uns den Jahresauslauf anders vorgestellt ha-ben. Das Zahlenwerk liegt im Plan, aber die Richtungspfeile zeigen krasser nach un-
 
Hamburg:
 
Christiane Pie-per
(46) ist neue Pressespre-cherin und Leiterin Unter-nehmenskommunikation bei
Hesse Newman Capital
.Pieper arbeitet zuvor u.a. beider
HGA
.
Düsseldorf:
 
Joachim Ochs
 (44) übernimmt die Leitungder Unternehmenskommuni-kation bei
Ideenkapital
undverantwortet als Nachfolgervon
Klaus Spanke
auch diePresse- und Öffentlichkeits-arbeit.
Hamburg:
 
Alexander Otto
,Vorsitzender der Geschäfts-führung der
ECE
Projektma-nagement, übernimmt denVorsitz von
ULI Europe
.Seinen Vorsitz beim
ULIGermany
übergibt Otto an
Bernhard H. Hansen,
Vor-sitzender der Geschäftsfüh-rung von
Vivico
.
Hamburg:
 
Immo von Ho-meyer,
Ansprechpartner fürPressearbeit, hat die
HSHNordbank
zum Jahresendeauf eigenen Wunsch verlas-sen.
Katrin Elf 
übernimmtseine Aufgaben.
Frankfurt:
 
Morgan-Stanley
-Immobilienchef 
John Carrafiell
verlässt auf eigenen Wunsch das Unter-nehmen,
Sonny Kalsi
wirdalleiniger Global Head of Real Estate. Carrafiell ver-bleibt in den Aufsichtsgre-mien von
Multi
und
Dic Asset
.
Frankfurt:
Geschäftsführer
Peter Eder
(52) hat
JonesLang LaSalle
zum 31. De-zember 2008 auf eigenenWunsch verlassen um sichberuflich neu zu orientieren.
 Personalien
 
IDEENKAPITALImmobilien Europa.
Die Säulen des Wachstums.
Das Beteiligungsangebot IDEENKAPITAL Immobilien Europainvestiert über zwei Zielfonds in hochwertige Immobilien mitdauerhaft stabilen Einkünften sowie in Gewerbeobjekte mitgroßem Wertsteigerungspotenzial. Das Ergebnis: eine idealeKombination von Ertrag und Sicherheit.
Weitere Informationen unter www.ideenkapital.de.
IDEENKAPITAL Financial Service AG
I
Berliner Allee 27–29
I
40212 Düsseldorf  Telefon +49 (0)211/136 08-0
I
Fax +49 (0)211/136 08-55
I
info@ideenkapital.de
I
www.ideenkapital.de
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