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Deutsche Verlage am Rand des digitalen Abgrunds

Deutsche Verlage am Rand des digitalen Abgrunds

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Published by OG3r
Vielleicht hilft ein Blick über den Rand des Tellerrands der bisherigen Erkenntnis, um nicht unter zugehen?
Vielleicht hilft ein Blick über den Rand des Tellerrands der bisherigen Erkenntnis, um nicht unter zugehen?

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Published by: OG3r on Oct 26, 2012
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03/23/2013

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Deutsche Verlage am Rand des digitalen Abgrunds
Sicherlich haben alle Beteiligten ein unterschiedliches Verständnis von Kapitalismus, wie sonst lässtsich verstehen, dass Medien- und Verlagsbetriebe solch ein google-Bashing betreiben? Insgesamtund maximal verallgemeinert, sagt der Kapitalismus,dass jeder Marktteilnehmer nach Gewinn strebt und das mit seinen Mitteln zu erreichen gedenkt. Dabei spielen natürlich der Konsumwille und dessenbestmögliche Befriedigung eine zentrale Rolle. Dennoch scheint es, dass einigen dieser Gedankefremd geworden ist und sie fleißig, mit Lobbyisten, um alte Pfründe und Erlöskonzepte kämpfen. Vielleicht erinnert sich noch jemand an Napster, das war ursprünglich eine Tauschplattform für Musik,die der Musikindustrie einen gehörigen Schrecken einjagte. Denn sie bediente zwei wesentlicheBedürfnisse der Nutzer: (1) kostenfreier Zugang zur Musik und (2) keine Restriktionen bei der Verwendung dieser Inhalte. Zum gleichen Zeitpunkt stellte der legale Weg, eine an Masochismusgrenzende Selbstkasteiung dar, welcher nicht nur von Digital Rights Management(DRM )  gekennzeichnet war, sondern auch von horrenden Preisen. Einige Jahre und viele Gerichtsverfahrenspäter erkannte die Musikindustrie, dass es klüger ist, dem durchaus zahlungswilligem Konsumenten,eine ebenso einfache Plattform an die Hand zu geben – wenig später wurde das geboren, was wirheute unter iTunes und dergleichen kennen.
Und die Moral von der Geschicht? Kämpft dochweniger gegen die Konsumenten, sondern bietet ihnen Konzepte und Plattformen, die ihrenGewohnheiten entsprechen und wo sie sich wohlfühlen – damit sie auch mit einem guten GefühlGeld ausgeben!
Leider kamen diese Erkenntnisse nicht überall gleichermaßen an und so erleben wir heute immer nochfolgende Absonderlichkeiten, wie sie im Filmvertrieb zu beobachten sind. Auch hier führen diegleichen Probleme zu immer wieder gleichen Folgen – warten wir einfach ab, ab wann sich auch hierdiese Erkenntnis der Musikindustrie durchsetzt.Ein weit größeres und auch immer grotesker werdendes Schlachtfeld ist zwischen google undtraditionellen Presseverlagen entbrannt. Einerseits haben die Verlage entdeckt, dass einOnlineangebot die sinkenden Printumsätze auffangen könne, dazu äußerte sich Mathias Döpfner vomSpringer Verlag,andererseits glauben diese offenbar, dass die Internetnutzer diese Inhalte ohne Hilfefinden und auch konsumieren. Allerdings ignorieren sie gern, dass durch die Komplexität des Internetsauch die Reizüberflutung zunimmt und so die Wichtigkeit einer Suchmaschine existenziell notwendigist. Das google diese Funktion mit Bravour erfüllt, steht außer Frage, schließlich liegt die Reichweite inDeutschland bei circa 90%.Doch diese Stellung wächst nicht von heute auf morgen und dieNutzerbindung, die google zu einer beliebten Werbeplattform macht, hilft jedem Unternehmengleichermaßen – warum also das Problem?Der Gedanke, der dahinter steckt, ist folgender. Google befördert die Nutzer, ähnlich wie ein Taxi zueinem Ort, den sie alleine womöglich nur umständlich erreicht hätten und verlangt dafür, diesen Ortgenau zu kennen. Nichts anderes steckt hinter der Plattform news.google.de, die eine Sammlung vonstets aktuellen Nachrichten enthält, diese allerdings nur kurz angerissen erscheinen. Dadurch mussder Nutzer die Seite der Entstehung auch besuchen, um die dortige Infrastruktur zu nutzen. Andiesem Punkt entzündete sich der Streit der erhitzten Gemüter in den Verlagen. Schließlich sei guterJournalismus nicht gratis zu erbringen, ganz gleich was darunter genau zu verstehen ist, schließlichgelten in ihren Augen Blogger als nicht adäquat zu ihrem Portfolio. Gleichzeitig beklagen sie dieUmsonstkultur, die dem Internet seit langer Zeit anhängt und verteufeln googel dafür, dass sie nichtauch noch für die Taxileistung Geld bekommen. Wäre ich Unternehmer, würde ich eher mit dem Taxifahrer eine Provision vereinbaren, damit er Gäste bevorzugt zu mir bringt und ihn nicht noch dafür

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