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Im Salzburger Lesetest erzielte er punkto
Lesezeit
unterdurchschnittliche Werte(PR 12-16) und machte beim Lesen von Pseudowörtern überdurchschnittlich viele
Fehler
. Im Hamburger und im Zürcher Leseverständnistest HAMLET ergab sichein unterdurchschnittliches
Leseverständnis
.Im Salzburger Rechtschreibtest erzielte Jonas zwar gerade noch durchschnittlicheWerte (PR 21-30), da die Mutter - die selbst über eine Legasthenieausbildungverfügte - sehr viel mit dem Kind gelernt hatte. In Jonas’
Aufsätzen
zeigten sichallerdings zahlreiche und wesentlich mehr
Rechtschreibfehler
als in dem - alsLückentest - leichteren Rechtschreibtest. Die harten und weichen
Stoppkonso-nanten
(b-p, d-t, g-k)
, sowie
n-m
und
f-w
wurden noch häufig verwechselt. Jonasvertauschte auch sehr oft die Reihenfolge von Buchstaben, wie z.B.
aufsthen –aufstehen
und machte häufig Fehler bei Doppelkonsonanten:
Feresen – fressen.
Zusätzlich unterliefen Jonas in den Sätzen
massive grammatische Fehler,
wiez.B. falsche Satzstellungen, Verwechslung von Vor- und Fürwörtern, sowie Zeit-und Fallfehler. Jonas schrieb beispielsweise folgende Sätze:
Die Tiere wo er frisst sind auf Haufen im Wald. Auf hehen Bogen flog er von der Rodel. Wenn man einGlasscherben liegen lässt, wird es Feuer im Wald.
Manche Sätze und Nebensätzewaren unvollständig, da Jonas vermutlich während des Schreibens aufgrundseines schwachen Satzgedächtnisses vergessen hatte, wie der Satz anfing und wieer aufhören sollte:
Da sah er zwei Kaninchen die hungrig und verzweifelt an die Karotten im Schneemann steckt.
Punkte ließ Jonas meistens aus, Beistriche fehl-ten immer.Die schriftlichen
Nacherzählungen
von
gehörten oder gelesenen Geschichten
waren lückenhaft und chronologisch unrichtig dargestellt.Im AID zeigten sich
Teilleistungsschwächen
im Bereich der
visuellen
Wahr-nehmung
und Verarbeitung (Finden von fehlenden Bilddetails: T 36, Gedächtnisfür buchstabenähnliche Symbole: T 36, der mittlere Durchschnitt läge bei 50).Beim Nachsprechen von Serien von Kunstsilben im Mottiertest, welcher das
sprachliche Gedächtnis
für Silben und die
Lautwahrnehmung und -verarbeitung
überprüft, zeigte Jonas sehr stark reduzierte Leistungen.Im BAKO für Grundschüler der 1.-4. Klasse, einem Test zur Überprüfung der
Pho-nologischen Bewusstheit
, ergaben sich in 3 Subskalen nur sehr knapp durch-schnittliche Werte (PR 24), im Untertest
Lautunterscheidung
ein weit unter-durchschnittlicher Wert (PR 5).
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