geschehen, dass in den Beständen für die Käfer ungünstige Lebensbedingungengeschaffen werden. Befallene Bäume sollen möglichst sofort aus den Beständenentfernt werden. Die Vermehrung der Käfer soll nach Möglichkeit verhindertwerden.Eine derartige Strategie setzt drei wichtige Dinge voraus (EBNER &SCHERER 2001, BURSCHEL & HUSS 2003, WERMELINGER et al. 2007).Erstens darf es nicht zu Störungen kommen, die eine Massenvermehrungbegünstigen würden. Zweitens müssen befallene Bäume schnell erkannt werden,um sie rechtzeitig, vor Ausflug der neuen Brut, aus dem Bestand entfernen zukönnen. Drittens muss eine Reaktion unmittelbar nach der Entdeckung des Befallserfolgen.In der forstlichen Praxis zeigt sich jedoch immer wieder, dass genau diese dreiGrundvoraussetzungen einer wirksamen Borkenkäferbekämpfung nichteinzuhalten sind. Borkenkäfermassenvermehrungen können oftmals nichtverhindert werden. Die Gründe dafür sind hauptsächlich in Witterungsextremen(Sturm, Trockenheit, Wärme), neuartigen Waldschäden, Monokulturen und zuspäter Erkennung der Befallsherde zu suchen (LANDESANSTALT FÜR WALDUND FORSTWIRTSCHAFT 2002, BURSCHEL & HUSS 2003,ARBEITSKREIS „KRONE“ DER BUND-LÄNDER ARBEITSGRUPPELEVEL II 2003, FREISTAAT SACHSEN 2004, SMIDT 2004, LOBINGER &MUCK 2007, MINISTERIUM FÜR UMWELT FORSTEN UNDVERBRAUCHERSCHUTZ RHEINLAND-PFALZ 2007). Auf Bestandesebeneund darüber, ist ein rechtzeitiges Erkennen der Befallsherde mit der in derforstlichen Praxis gebräuchlichen Methode (EBNER & SCHERER 2001,SAFRANYIK & LINTON 2002, BURSCHEL & HUSS 2003, WERMELINGERet al. 2007), der Suche nach Einbohrlöchern, austretendem Harz (beiNadelbäumen) und Bohrmehl, nicht praktikabel. GängigeFernerkundungsmethoden (COOPS et al. 2005, WHITE et al. 2005, WULDER etal. 2005, WULDER et al. 2006, ROBERTS et al. 2007, WHITE et al. 2007)erfassen befallene Bäume im Allgemeinen zu spät, wenn sich die Kronen derNadelbäume schon rot gefärbt haben.
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