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 Robert LuxTeichecke 7  D-99326 Großliebringen E-Mail: L72230@AOL.COM 
Zur Borkenkäferproblematik1.
 
Einführung
Borkenkäfer gehören zu den wichtigsten Schädlingen im Forst. Sie werdendeshalb schon seit jeher mit großem Interesse behandelt (EICHHOFF 1881,ESCHERICH 1923, EBNER & SCHERER 2001, KIMOTO & DUTHRIE-HOLT2006, WERMELINGER et al. 2007). Im Allgemeinen werden sie als Schwäche-bzw. Sekundärparasiten angesehen (EICHHOFF 1881, ESCHERICH 1923,NIERHAUS-WUNDERWALD 1995, EBNER & SCHERER 2001,LANDESANSTALT FÜR WALD UND FORSTWIRTSCHAFT 2002,FREISTAAT SACHSEN 2004, SMIDT 2004, LOBINGER & MUCK 2007,MINISTERIUM FÜR UMWELT FORSTEN UND VERBRAUCHERSCHUTZRHEINLAND-PFALZ 2007, WERMELINGER et al. 2007). NachExtremereignissen kann es jedoch zu Massenvermehrungen einiger Artenkommen, so dass diese durchaus den Charakter von Primärschädlingen annehmen(EICHHOFF 1881, ESCHERICH 1923, EBNER & SCHERER 2001,WERMELINGER et al. 2007).Die forstliche Literatur (NIERHAUS-WUNDERWALD 1995, EBNER &SCHERER 2001, LANDESANSTALT FÜR WALD UNDFORSTWIRTSCHAFT 2002, BURSCHEL & HUSS 2003, WERMELINGER etal. 2007), die sich mit dem Thema Borkenkäferbekämpfung auseinandersetzt,geht meist davon aus, dass eine wirksame Borkenkäferbekämpfung voraussetztderartige Massenvermehrungen von vornherein zu vermeiden. Dies soll in der Art
 
geschehen, dass in den Beständen für die Käfer ungünstige Lebensbedingungengeschaffen werden. Befallene Bäume sollen möglichst sofort aus den Beständenentfernt werden. Die Vermehrung der Käfer soll nach Möglichkeit verhindertwerden.Eine derartige Strategie setzt drei wichtige Dinge voraus (EBNER &SCHERER 2001, BURSCHEL & HUSS 2003, WERMELINGER et al. 2007).Erstens darf es nicht zu Störungen kommen, die eine Massenvermehrungbegünstigen würden. Zweitens müssen befallene Bäume schnell erkannt werden,um sie rechtzeitig, vor Ausflug der neuen Brut, aus dem Bestand entfernen zukönnen. Drittens muss eine Reaktion unmittelbar nach der Entdeckung des Befallserfolgen.In der forstlichen Praxis zeigt sich jedoch immer wieder, dass genau diese dreiGrundvoraussetzungen einer wirksamen Borkenkäferbekämpfung nichteinzuhalten sind. Borkenkäfermassenvermehrungen können oftmals nichtverhindert werden. Die Gründe dafür sind hauptsächlich in Witterungsextremen(Sturm, Trockenheit, Wärme), neuartigen Waldschäden, Monokulturen und zuspäter Erkennung der Befallsherde zu suchen (LANDESANSTALT FÜR WALDUND FORSTWIRTSCHAFT 2002, BURSCHEL & HUSS 2003,ARBEITSKREIS „KRONE“ DER BUND-LÄNDER ARBEITSGRUPPELEVEL II 2003, FREISTAAT SACHSEN 2004, SMIDT 2004, LOBINGER &MUCK 2007, MINISTERIUM FÜR UMWELT FORSTEN UNDVERBRAUCHERSCHUTZ RHEINLAND-PFALZ 2007). Auf Bestandesebeneund darüber, ist ein rechtzeitiges Erkennen der Befallsherde mit der in derforstlichen Praxis gebräuchlichen Methode (EBNER & SCHERER 2001,SAFRANYIK & LINTON 2002, BURSCHEL & HUSS 2003, WERMELINGERet al. 2007), der Suche nach Einbohrlöchern, austretendem Harz (beiNadelbäumen) und Bohrmehl, nicht praktikabel. GängigeFernerkundungsmethoden (COOPS et al. 2005, WHITE et al. 2005, WULDER etal. 2005, WULDER et al. 2006, ROBERTS et al. 2007, WHITE et al. 2007)erfassen befallene Bäume im Allgemeinen zu spät, wenn sich die Kronen derNadelbäume schon rot gefärbt haben.
 
Aus diesen Gründen erscheint es notwendig, ein geeignetesFernerkundungsverfahren zur Erkennung befallener Bäume mit noch grünerKrone zu entwickeln. Einen Ansatzpunkt dazu könnte die von Chmara (Chmara2009a) vorgeschlagene Anreicherung von Assimilaten in den Organen dergeschädigten Bäume bieten.2.
 
Der Einfluss der Käfer auf die Vitalfunktionen der angegriffenenBäume
 Die befallenen Bäume werden hauptsächlich durch die Unterbrechung derLeitbahnen des Phloems geschädigt (EBNER & SCHERER 2001, LOBINGER &MUCK 2007, WERMELINGER et al.2007). Dabei kann die Unterbrechung durchdie Aktivität des Käfers oder der Käferlarven aber auch durch eingeschlepptePilze erfolgen (FILIP et al. 1989, RAFFA et al. 1993, NIERHAUS-WUNDERWALD 1995, EBNER & SCHERER 2001, ARBEITSKREIS„KRONE“ DER BUND-LÄNDER ARBEITSGRUPPE LEVEL II 2003,JANKOVSKI et al. 2003, KIMOTO & DUTHRIE-HOLT 2006, LOBINGER &MUCK 2007, WERMELINGER et al. 2007).Das Phloem kann dabei teilweise oder sogar vollständig unterbrochen werden(FILIP et al. 1989, LANDESANSTALT FÜR WALD UNDFORSTWIRTSCHAFT 2002, JANKOVSKI et al. 2003, KOPINGA 2006).Entsprechend wird seine Funktion beeinträchtigt oder kommt vollständig zumErliegen.Die Funktion des Phloems besteht hauptsächlich im Transport der Assimilatevon ihrem Bildungsort in Richtung der Wurzel (RAVEN et al. 2000,FREISTAAT SACHSEN 2004, HESS 2008). Das wichtigste transportierteAssimilat ist die Saccharose, welche als Transportzucker dient (HESS 2008). Siewird in den verschiedenen Pflanzenorganen in andere Kohlenhydrateumgewandelt bzw. aus diesen gebildet (HESS 2008).Alle durch die Wurzel aufgenommenen Stoffe (Wasser, Nährsalze), werdenhauptsächlich im Xylem transportiert (RAVEN et al. 2000, HESS 2008). Dieses
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