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An Auf Durch2

An Auf Durch2

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06/16/2009

 
UNTRENNBAR / TRENNBAR IM BEREICH DES VERBSDREI BEISPIELE : VER- / AN - / AUF – und DURCH -
Prof . IULIAN I. UNTARU-inspector franceza-germanaI . S . J . ARGES
"
Im Deutschen hat man auch die Angewohnheit , die Verben auseinanderzusetzen und zu zerreißen.Man stellt die eine Hälfte an den Anfang irgendeines aufregenden Satzbaus und die zweite Hälfteans Ende . Etwas Verwirrendes kann man sich nicht vorstellen . Man nennt die betreffenden Zeit-wörter zusammengesetzte Verben.Die deutsche Literatur ist von ihnen durchseucht . Je weiter die beiden zusammengesetzten Wortteile auseinandergerissen werden , um so vergnügter ist der deutscheSchriftsteller über sein Verbrechen.Ein sehr beliebtes Zeitwort ist das Verbum
' abreisen
' .Ich gebe nachfolgend ein Beispiel aus einem deutschen Roman:'Als die Koffer gepackt waren, reiste er, nachdem er Mutter und Schwestern geküßt und noch einmal seinangebetetes Gretchen an die Brust gedrückt hatte , die in ihrem einfachen weißen Musselinkleidchen , eineeinzige Tuberose in den prachtvollen Wellen ihres vollen braunen Haares,fast ohnmächtig die Treppeheruntergewankt war, noch bleich von den Schrecken und Aufregungen des verflossenen Abends ,aber vollVerlangen , ihr armes schmerzerfülltes Haupt noch einmal an die Brust dessen , den sie mehr liebte als ihr Leben , lehnen zu dürfen, ab.'. Aber genug, es tut nicht gut, wenn man zu lange bei den zusammengesetztenVerben verweilt. Man verliert seine gute Laune dabei, und wer nicht rechtzeitig gewarnt wird, bekommtGehirnerweichung oder –verhärtung . .
" 
Mark Twain
 In diesem Artikel nehmen wir uns vor , vier Präverbien der deutschen Sprache mit ihrenEigenwerten auf synktaktischer, semantischer und aktionaler Ebene unter die Lupe zunehmen. Das deutsche Präverb bildet eine interessante Erscheinung der deutschenSprache, besonders das trennbare Präverb, das in den finiten Formen eine Endstellungim Hauptsatz hat und dadurch im Vergleich zu anderen Sprachen ( siehe die lateini-schen modernen Sprachen ) eine Kuriosität dieser Sprache darstellt . Dieses Verfahren(Verben mit solchen Begleitern auszurüsten) erfreut sich in der deutschen Sprache der Gegenwart ( sowohl in der Sprache der Literatur als auch in der Alltagssprache) großer Beliebtheit , weil es sehr rationell und ökonomisch ist ( mit einem geringen Aufwandwird ein präzises Ereignis erreicht, feine Nuancen werden dadurch herausgearbeitet ,feine Differenzierungen im aktionalen Bereich werden zum Ausdruck gebracht . DieKreativität des Deutschen , der seine Muttersprache beherrscht und dessen Sprachgefühlgesund ist , führt zu Neubildungen auf diesem Gebiet .Das Präverb modifiziert das Simplex semantisch, aktional und synktaktisch .Manchmal gibt es nur eine Intensivierung des Simplexes. Das Präverb differenziert dieGrundbedeutung des Simplexes , nuanciert es , drückt die besondere Art , in der einProzeß verläuft aus oder bewirkt eine Valenzänderung . Ab und zu drückt es nicht nur eine Variante der Simplexbedeutung aus, sondern verändert es wesentlich:
nehmen----vernehmen
 Im Deutschen kann das Präverb untrennbar sein (untrennbares Präverb), aber es kanndurch Entzweiung des Prädikats ans Satzende treten und mit dem Verb den verbalenRahmen( die verbale Klammer) bilden (das trennbare Präverb) . Eine dritte Erscheinungder deutschen Sprache ist das schwankende Präverb , eine Mischform zwischen untren-nbar und trennbar bzw . unbetont und betont . Wir detaillieren im folgenden vier Präver- bien der deutschen Sprache :
ver
 – ist immer untrennbar ,
 an
- und
 auf 
-
sind immer trennbar ,
 durch
-
ist sowohl trennbar als auch untrennbar .
VER-:
Die Semantik/Syntax:(a)eine Trennung:
verlassen, verkaufen
 
(b)intensiviert:
ändern-->verändern, decken--->verdecken , mischen--->vermischenbluten--->verbluten, festigen--->verfestigen, meiden--->vermeiden , gehen--->vergehen
 (c)ändert die Stammsemantik:
 fahren--verfahren, heißen--verheißen, stehen--verstehen, antworten--verantwortennehmen--vernehmen, wechseln--verwechseln
(d)Konklusiva (der allmähliche Abschluß eines Vorgangs):
verklingen, verlöschen, verblühen, verhallen
(e)die Veränderung, die Transformation(e1)adjektivische Derivationsbasis(e1.1.)Inchoativa:"SO WERDEN" (ohne Akkusativergänzung)
verarmen, verstummen, veraltern, verblassen, verelenden
Struktur:
ver+Adj.Positiv/Komparativ+(e)n
Solche Verben drücken das allmähliche Beginnen eines neuen Vorgangs aus . Diese de-adjekti-vischen Bildunge "
 sagen , in welcher Richtung der Prozeß der Veränderung verläuft und zu welchem Zustand er hinführt 
" (Brinkmann 1962:237)(e1.2.)Faktitiva: "SO MACHEN"(mit Akkusativergänzung)----das Bewirken eines Ergebnisses.
verbittern, verkürzen, versüßen, verlängern, verdicken
Struktur:
ver+Adj.Positiv/Komparativ+(e)n
 Der faktitive Charakter impliziert die obligatorische Transitivität dieser Verben , weildie Subjektergänzung den verbalen Prozeß logisch an einer Akkusativergänzungwirksam werden läßt ( es ist das die Intention , die Motivation seines Tuns / Handelns ) ."
 Er versüßt seinen Kaffee"-->er will seinen Kaffee süßer machen ." "Er versüßt" 
oder 
"er macht süß
" sind semantisch unvollständig und sinnlos.Da sie eine Veränderung oder die Absicht einer Veränderung ausdrücken bringen, sindsie der terminativen Aktionsart zuzuschreiben ( der Sprecher / der Schreibende hat einZiel , einen Zweck vor Augen).Die Adjektive auf "-
lich
"kombinieren sich sehr häufig mit
''ver-'' 
 
verbildlichen,veräußerlichen,verdeutlichen,verdinglichen,verheimlichen,verinnerlichen, verstaatlichen
(e2).substantivische Derivationsbasis( e2.1).faktitiv ( = zu einem+Substantiv machen)(+Akkusativergänzung)Struktur:
ver-+Substantiv+(e)n
 
verfilmen,vertonen,versklaven,versumpfen
 Diese Verben,die aus Substantiven abgeleitet sind,sind terminativ (der Prozeß wird auf ein Ziel gelenkt ) , aber sie können auch einen Werdeprozeß ausdrücken ( inchoativ ) .Die Akkusativergänzung ist obligatorisch, da das Subjekt den verbalen Prozeß aneinem Akkusativobjekt aktualisieren soll.(e2.2). ornative Bedeutung (=mit etwas überziehen) (+Akkusativergänzung)
vergolden,verchromen,versilbern,verglasen,verschneien
Struktur:
ver+Substantiv+(e)n
Die Akkusativergänzung ist auch obligatorisch ( da das Subjekt das Verbalgeschehen aneinem Objekt aktualisieren soll ) .
 
(g)weg vom rechten Weg, falsch, verkehrt, das verfehlte Ziel
vertippenverhören +A
obligatorisch
: Ich habe den Satz vertippt.verlesenverrechnen
 Ohne Akkusativergänzung werden diese Verben reflexiv gebraucht:
 Ich habe mich vertippt/verrechnet 
(h)seine Zeit,sein Leben durch den Simplexprozeß verbringen:
 sein Leben vertrinken/vergeigen/verschlafen seine Zeit verjagen
Diese Verben, die ausdrücken, "
durch welche Tätigkeit der Mensch die Zeit versäumt 
"(Brinkman 1962:236) bilden aber nur eine begrenzte Serie im deutschenVerbalbereich. Sie zählen zu den ter-minativen Verben des Deutschen.(i)die Beseitigung; sein Geld, eine Summe durch den Simplexvorgangverausgaben:
 sein Geld vertrinken,verrauchen
(j)den Gegensatz zum Simplex:
lernen<--->verlernen, achten<--->verachten,kaufen<--->verkaufen
(k)das negative Ende:
verhungern, verwelken, verdursten, verblühen,verdorren,verkommen,verbrennen
Das Ende ist kein gewünschtes Ziel, diese Verben heben nur den Schluß desGeschehens , die Endphase hervor , zu der man allmählich kommt ( terminativ-resultative Verben ) .(l)transitiviert(selten):
 spotten+G/über+A--->verspotten+Aklagen+über+A--->verklagen+Adienen+D--->verdienen+A
(m)das Verbinden,die Vermischung:
verkleben, vergipsen, verbrüdern
(n)etwas wird durch ein Tun verbraucht,beseitigt:
verwarten, verfrühstücken
(o)etwas wird durch etwas beeinträchtigt :
verwohnen, verwaschen
 Zur Etymologie:"
ver 
-"=ahd."
 far-,fer-,for-,fur(i)-" 
 ursprüngliche Bedeutungen:"
vor,vorbei,weg 
"Grundbedeutung heute:sehr schwer zu systematisieren,da "
ver 
-"einestarke Polysemie aufweist.Die Mehrzahl der "
ver 
-"Verben sind vieldeutig:
verhören---sich verhören/ verlesen---sich verlesenversprechen---sich versprechen/ verlassen--- sich verlassen auf +A
"
 Der weitaus größte Teil der vielleicht 2000 allein in der Schriftsprache gangbarenVerben mit ' 
ver
-' steht in eigenen semantischen Verhältnissen zu sich selbst und zuanderen verbalen Bildungen" 
(W.Henzen-Inhaltbezogene Wortbildung, apud Reinhardt1971:454).Es gibt heute zwei Tendenzen der "
ver 
"-Verben.(a)die Tendenz zur "
ver 
-"Präfigierung des gleichbedeutenden Simplexes:

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