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WARUM BETRÜGSTDU DICH SELBST?
Oh Mensch! Was hat dich deinemgroßzügigen Herrn entfremdet?(Quran, 82: 6)
HARUN YAHYA
 
INHALT
Das ist mir nicht in den Sinn gekommen, ...........................................................................................................24das habe ich nicht gewußt ....................................................................................................................................24Ich wußte es, doch Zeit und ................................................................................................................................26Umstände waren ungünstig .................................................................................................................................26Vorschützen von Krankheit ................................................................................................................................28und Müdigkeit ......................................................................................................................................................28Allah wird mir ohnehin vergeben ........................................................................................................................30Ich werde in das Paradies eingehen, ...................................................................................................................32ganz gleich was geschieht ....................................................................................................................................32Ich tat nur, was alle Anderen taten .......................................................................................................................34
 
EINFÜHRUNG
Der Lebensstil und die Lebensziele der Menschen, die in nichtreligiösen Gemeinschaftenleben, sind einander sehr ähnlich. Auch wenn sie auf den ersten Blick sehr unterschiedlich zu seinscheinen, so laufen sie doch auf dasselbe hinaus, denn die Wünsche und Begierden, der Ehrgeiz, dieIdeale und die Ansprüche an das Leben in dieser Welt sind praktisch identisch.Der Charakter des Menschen nimmt während der Kindheit Gestalt an. Zunächst wissen Kinder nichts von der Welt und sie führen ein sorgenfreies Leben. Dann folgen die Schulzeit und dieTeenager Jahre. In dieser Zeit beschränken sich die Ambitionen auf typische Wünsche: ein großer Freundeskreis, in der Schule beliebt sein, Designerkleidung, Andere beeindrucken. Dann ist dieSchule vorbei und das Arbeitsleben beginnt. Der Mensch versucht, es in seinem Beruf zu etwas zu bringen, befördert zu werden und mehr Geld zu verdienen. Dafür wendet er viel Zeit und Energieauf. Er wird gleichzeitig eine Frau finden, heiraten und eine Familie gründen. Aus seiner Sicht ist esdas einzig wichtige auf der Welt, sich ein glückliches Heim zu schaffen. Später werden auch seineKinder heiraten und er wird Großvater werden. Kurz, er lebt mit solcherlei beschränkten weltlichenZielen und entsprechenden Idealen.Die Jahre vergehen wie im Flug, und er steht plötzlich vor der letzten, unausweichlichenRealität des Lebens: Die Zeit des Todes ist gekommen, und er verläßt diese Welt.Bis zu diesem Moment hat er wenig oder überhaupt nicht an den Tod gedacht. Zwar starbeneinige Menschen seiner Umgebung, doch seinen eigenen Tod hat er immer als etwas in weiter Ferneliegendes betrachtet. Er hat sich den eigenen Tod nie vorgestellt, denn er war derart mit weltlichenAngelegenheiten befaßt, daß ihm der Gedanke nie gekommen ist. Aus diesem Grund kommen ihmessentielle Betrachtungen, über das was Gott gefällt zum Beispiel, über den Garten Eden und dieHölle, überhaupt nicht in den Sinn. So hat er denn auch den wahren Sinn des Lebens nicht verstehenkönnen. Während der ihm in dieser Welt gegebenen Zeit ist er Zielen, Plänen und Idealen gefolgt, diesich von denen, die wirklich wesentlich sind, vollständig unterscheiden. Er hat für weltliche Zielesehr hart gearbeitet, doch er ist völlig unvorbereitet auf das Jenseits.So trifft ihn der Tod, wenn er es am wenigsten erwartet, unvorbereitet und verwirrt, wie jemand, der plötzlich aus dem Schlaf erwacht. Nun empfindet er großes Bedauern, doch es ist zuspät. Allah beschreibt die Situation dieses Menschen in der Sure as Sajda:
Sprich: "Der Engel des Todes, der euch zugeteilt ist, wird euch holen. Dann werdet ihr zueuerem Herrn zurückgebracht." Sähst du dann nur die Sünder, wie sie ihre Köpfe vor ihremHerrn senken: "O Herr! Jetzt haben wir gesehen und gehört. Laß uns zurückkehren, so daßwir das Rechte tun. Siehe, (jetzt) haben wir Gewißheit." (Sure as-Sajda 32:11-12)
Wie gerät der Mensch in diese Lage? Wie schafft er es, die Realität zu verdrängen, so lange, bis es keine Rettung mehr gibt? Wie bringt er es fertig, den Zweck, zu dem er in die Welt gesetztwurde, zu ignorieren? Es gibt unterschiedliche Abwehrmechanismen, die die Menschen die
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