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 Nr. 184, 04. KW, 23.01.2009, Seite 1 von 20
 Inhaltsverzeichnis
 
Editorial (Rohmert)
1
Büroflächen 2009 mitnegativer Absorption
2
Konjunktur: Je steiler derEinbruch, desto dynami-scher der Aufschwung
4
Büromarkt Düsseldorf 
7
Büromarkt München
9
Merkelismus: Die nächstebubble kommt (Ries)
11
Francono Rhein-Main:Anleger Squeeze out
14
BVT: Vattenfall schließtVergleich (Rohmert)
14
London: Jetzt auch Woh-nungspreisverfall
15
Londoner Gewerbe– Preise und Transaktionenerodieren (Rohmert)
15
Portfolioeinbruch beideutschen Wohnungsun-ternehmen (Götza)
16
Häuser in Deutschlandgünstiger (CW)
19
Lagerflächen 2008
17
Zweites Konjunkturpro-gramm begrüßt
16
Impressum
20
Frankfurt: Immobilien-markt stabil (CW)
19
Stuttgart: Nachfrage nachneuem Wohnraum 50+
18
Frankfurt: Bauaufsichtsenkt Gebühren (CW)
18
Büromarkt Frankfurt
10
Barack Obama
wurde mit der größten Show der Welt Präsident. Vielleicht beginnt einneues Zeitalter der Sympathie für die USA. Die Euphorie um Barack Obama machtaber auch Angst. Denn wenn das Momentum der Aufbruchstimmung nicht ausreicht,die USA aus der Krise zu führen, wird die Enttäuschung umso schlimmer.Banken werden Deutschlands größte Immobilienbesitzer. Der Staat wird Deutsch-lands größter Banker. Fragt sich, ob nicht damit die jeweils bedeutendsten Branchen-Antagonisten das Zepter übernommen haben.
Laurence J. Peter
dreht sich vor La-chen im Grabe herum. Das „Peter-Prinzip“ trifft jetzt sogar volkswirtschaftliche Syste-me. Kaum hat die Marktwirtschaft den Kampf gegen den Kommunismus gewonnen,gerät sie auch schon unter berechtigten Suizidverdacht. (vgl. Ausblick ab Seite 4)2009 wirft mit diesem neuen volkswirtschaftlichen Paradoxon seine Schatten voraus.Seit die Banken ihr originäres Geschäft des Einschätzens von Risiken an Rating-Agenturen abgetreten haben, folgt die Strafe auf dem Fuß. Dabei hatten sie die letz-ten Jahre genutzt, um sich von ihren Immobilien zu trennen. Banker sind nun einmalkeine Immobilienmanager. Neue „Perspektiven“ eröffnen die Staatsbeteiligungen derBanken. In der Krise hat der Staat Lernpotentiale in Bankmanagement und -kontrolleaufgezeigt. Weltweit hat das Bankensystem seine Grenzen herausgearbeitet.Öffentlichkeitswirksam verständigen sich CDU/CSU und SPD auf engere Spielräumefür Gehälter und Verhalten von Vorständen. Das Problem offenbart der Spiegel desBetrachters. Gerechtigkeitssinn steht im Widerstreit mit ökonomischer Ratio.„Management by Law“ als Führungsphilosophie kennt noch nicht einmal
Google
. Zu-nächst jubilierte auch bei uns der Gerechtigkeitssinn. Nachdenken macht schnell dieUnsinnigkeit klar. Managementprinzipien kann man nicht per Gesetz festlegen. Aberzu welchem Ergebnis kommt der Wahlbürger, bei dem Gefühl gleich Ratio ist? Er liestvom Staatsruin, während die Verursacher sich noch Millionen-Boni auszahlen.
Bernd Kottmann
scheidet nach Pressemeldungen bei der
IVG AG
aus. Das gibt Stoffzum Nachdenken. In unserem letzten en passant Sekundengespräch am Höhepunktder Leichnitz-Ära stellte er die Unsinnigkeit unserer kritischen Fragen zur IVG klar.Schiefgegangen! Nachfolger wird wohl Sal. Oppenheim-Investmentbanker
Prof. Dr.Wolfgang Schäfers.
Das bestätigt die IVG im
Clemens Vedder
Sprachgebrauch als„Unternehmen mit Bankgarantie“. Schließlich sind die besten Bankkunden auch beider IVG involviert. Zwar hat es einen Journalistenpreis für einen Fernsehbeitrag gege-ben, der sich mit „besonderen Aspekten“ des Sal. Oppenheim Immobiliengeschäftesbeschäftigte, aber vielleicht hat ja auch unsere Regel zur Immobilienkompetenz vonBankern in Schäfers ihre Ausnahme gefunden.
In eigener Sache:
Auf Grund der herausragenden Entwicklung von
"Der FondsBrief"
als eigenständige Plattform erscheinen „Der Immobilienbrief“ und "Der FondsBrief" zukünftig abwechselnd. Die nächste Ausgabe wird eine Gemeinschaftsausgabe.In der Woche darauf erscheint „Der Immobilienbrief“. Das Ruhrgebiet wird ein neuerSchwerpunkt. Neu erscheint
„Der Immobilienbrief
Ruhr 
“ in dieser Ausgabe.Die heutige Ausgabe wurde möglich durch unsere Partner
CatellaReal Estate AG
,
DEGI GmbH, Deka Immobilien Investment,Fairvesta, Garbe Group, Ideenkapital AG, RA Klumpe Schroeder& Partner, UBS Real Estate KAG
sowie den Partnern von der
"Der Fondsbrief"
.
Nr.: 184
04. KW / 23.01.2009Kostenlos per E-Mail
ISSN 1860-6369
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
Werner Rohmert, Herausgeber
Immobilienbrief Ruhr
21
 
 Nr. 184, 04. KW, 23.01.2009, Seite 2 von 20
Büroflächen 2009 mit negativer Nettoabsorptio
André Eberhard/ Werner Rohmert
Das Jahr 2009 beginnt mit Presseberichten, die nichts Gutes erwarten lassen. DasMaklerzahlenwerk macht aber deutlich, dass die schon gescholtenen Zahlen für 2008immer noch auf dem Niveau von 2005 liegen, als von Heuschrecken und Finanz-marktkrise noch keine Spur war. Bereits letzte Woche hatten wir Ihnen die Bürover-mietungszahlen von
Atisreal
(AR)
 
präsentiert und selbst interpretiert. Nun hat auch
Jones Lang LaSalle
(JLL) sein Zahlenwerk aktualisiert. Wir haben die Rechercheneinmal gegeneinander gestellt. Die Trends gleichen sich. Unterschiede liegen nur imDetail. Das erspart Diskussionen. Allerdings ist das nur eine Bestandsaufnahme desletzten Jahres. Dieses Jahr wird wohl durch eine kräftige Rezession geprägt, die sichzeitverzögert auf den Büroimmobilienmarkt auswirken wird.Die Big 5 haben bei beiden großen Maklerhäusern erhebliche Umsatzeinbußen zuverzeichnen. Überhaupt konnte nur Stuttgart zulegen. 2009 ist erstmal keine Erho-lung in Sicht ist. Auch wenn Makler grundsätzlich positiv denken – denn sie wollensich ja schließlich das Geschäft nicht selbst kaputt reden – sind die Prognosen selbstbei ihnen für 2009 durchweg negativ. Für Hamburg sieht
CB Richard Ellis
einen Um-satzrückgang von 15% voraus. Vor allem aber wird Frankfurt, als Banken- und Büro-metropole in diesem Jahr leiden müssen. Schlechte Wirtschaftslage, Entlassungenund ein hohes Fertigstellungsvolumen werden die Bankenmetropole vor große Her-ausforderungen stellen. Bereits im letzten Jahr lag der Büroflächenumsatz in derBankenmetropole 9% (JLL) bzw. 10,1% (AR) unter dem des Vorjahres. Die Nettoab-sorption wird dieses Jahr tendenziell eher negativ ausfallen. Bei den Spitzenmietengibt es tendenziell eine Aufwärtsbewegung. Trotz Finanzmarktkrise und wirtschaftli-cher Schieflage ist der Markt in den besten Lagen anscheinend unverändert stark.Allerdings werden Vermieter gezwungen, vermehrt Incentives zu gewähren, die dannallerdings nicht in den Statistiken auftauchen. Sie können leicht 15% bis 25% einesMietvertragsbarwertes ausmachen.
Frankfurt:
 
Volker Kurr
 (43) ist zum Head of Institu-tional & Wholesale Clientsbei
UBS
ernannt.
Hamburg:
 
Christiane Pie-per
(46) ist neue Pressespre-cherin bei
Hesse NewmanCapital
und übernimmt dieLeitung Unternehmenskom-munikation.
Wiesbaden:
 
Andri Eglitis
 (39) wird neuer Head of Re-search bei
IPD InvestmentProperty Databank.
Erwechselt von
Corpus Sireo
,wo er seit 2007 die Positiondes Head of Research inne-hatte.
 Personalien
 
20072008Diff. 20072008Diff. 20072008Diff. 20072008Diff.Berlin502,7468,3-6,8%500468-6,4%1.557,71.466,9-5,8%1.5161.448-4,4% Düsseldorf509427,4-16,0%487424-13,0%920,0892,6-3%923864-6,3% Frankfurt/M551,8502,1-9,0%629566-10,1%1.601,61.463,1-8,6%1.9921.845-7,3% Hamburg585,8546,3-6,7%564544-3,5%1.000,31.001,30,1%830795-4,2% Köln2772904,6%622601-3,3% Leipzig88891,1%671634-5,5% München*823,9778,9-5,5%834786-5,7%1.653,51.664,40,7%1.6501.637-0,7% Stuttgart170183,47,9%16018918,1%517,0506,0-2,1%35245128,1%
Gesamt2.973,22.906,4-2,3%3.5393.356-5,2%7.250,16.994,3-6,3%8.5568.275-3,2%
* inkl. Umlandregion
Büromarktkennzahlen Jones Lang LaSalle/ Atisreal 2008/2007 im Vergleich (Teil 1)
ARARJLLBüroflächenumsatz (in 1.000 qm)Leerstand (in 1.000 qm)JLL
20072008Diff. 20072008Diff. 20072008Diff. 20072008Diff.Berlin9,48,8-0,68,27,7-0,521224,8%22220,0% Düsseldorf10,910,4-0,510,910-0,922,522,50,0%22,523,54,4% Frankfurt/M13,712,5-1,213,312,2-1,137370,0%37,537,50,0% Hamburg7,27,1-0,16,35,9-0,42323,52,2%25264,0% Köln8,78,3-0,421,121,54,7% Leipzig17,916,9-111110,0%München*8,78,6-0,19,68,4-1,23030,51,7%31349,6% Stuttgart6,46,2-0,256,31,317,5182,9%18,519,55,4%
Gesamt9,38338,9333-0,459,98759,463-0,52525,16725,583-1,7%23,5824,383,4%
* inkl. Umlandregion
JLLAR
Büromarktkennzahlen Jones Lang LaSalle/ Atisreal 2008/2007 im Vergleich (Teil 2)
JLLARLeerstandsquote (in %)Spitzenmiete (in Euro)
 
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Weserstraße 54
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60329 Frankfurt/MainAberdeen Property Investors Unternehmensgruppe
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