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Leistungsschutzrecht für Presseverlage: Antwort der Bundesregierung, BT-Drs. 17/11607

Leistungsschutzrecht für Presseverlage: Antwort der Bundesregierung, BT-Drs. 17/11607

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Antwort auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten der Linksfraktion zum Leistungsschutzrecht für Presseverlage.

Antwort auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten der Linksfraktion zum Leistungsschutzrecht für Presseverlage.

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Antwort der Bundesregierung
auf
dieKleine Anfrage
der
Abgeordneten Halina Wawzyniak, Herbert Behrens,Dr.RosemarieHein u. a.und derFraktionDIE LINKE. "Leistungsschutzrechtfür Presseverlage"
-
Bundestagsdrucksache
17/11607-
[Vorbemerkung der Fragesteller:]Am
29.
August 2012 hat
das
Bundeskabinett
das
umstrittene Leistungsschutzrecht für Presseverlage
auf
den Weg gebracht.Zu demvorgelegtenGesetzentwurf hat der Bundesrat be reits in der Sitzung vom
12.
Oktober 2012entsprechendStellung genommen. Die Debatteüber
das
Leistungsschutzrechtselbst wird seitmehr
als
drei Jahrenvon einerdigitalen
Öf
fentlichkeit im Netz kritisch begleitet,währenddavon
in
den Publikationsorganen
der
klassischenPresse,
die
von einemsolchenRecht profitiert,nur am Rande die Rede ist und
in
derganz überwiegender Zahl kritiklos und affirmativ berichtet
wird.
Hintergrund
ist,
dass
ein Monopolrechtzuröffentlichen Zugänglichmachung
von
kleinsten Textausschnitten im Internetfür Presseverlage geschaffenwird,
das
die Kommunikationsfreiheitempfindlichbeeinträch tigt.Der von der Bundesregierung vorgelegte Gesetzentwurf stellt zwar heraus,betroffen seien lediglich"gewerbliche Anbieter
von
Suchmaschinen oder gewerbliche Anbieter
von
Diensten
[.
.
],
die Inhalte entsprechend aufberei
ten.
"Demzufolge würden die Rechte undInteressen der Nutzerinnen und Nutzer
im
Internet nicht berührt,einVerbot der Verlinkungnicht ermöglichtund die Zitierfreiheitgewahrt.Doch werden bei näherem Hinsehenerhebli che"Kollateralschäden"sichtbar.Die Begründung des Gesetzentwurfs gibt hierüber insoweit Aufschluss,
dass
analog zumLeistungsschutzrecht für Tonträgerhersteller und dem Urteildes Bundesgerichtshofs"Metall
auf
Metall"(Urteilvom
20.
November 2008
-
IZR
112106)
bereits kleinste Textfetzen dem Leistungsschutzrecht für Presseverlage unterliegensollen.Damitstelltekünftig nicht
nur
die ÜbernahmeeinzelnerWorte
aus
einem Presseerzeugniseine Rechtsverletzung dar,sondern auchdie bloße Wiedergabe
von
Links,die,wie
es
heuteoftüblich ist,
im
Pfad
der
URL
die ÜberschrifteinesBeitrags
aus
einemPresseerzeugnis
-
etwa:http
:/
/www.heise.de/newstickerlmeldung/CDU-Rechtspolitiker-haelt-Leistungsschutzrecht-fuer-Mogelpackung-1736375.html-enthielten.Auch gestattet
es
dieZitierfreiheitnacheinemUrteil des Bundesgerichtshofs nicht,"einfremdes Werk nur
um
seiner selbst willen zurKenntnis der Allgemeinheitzubringen."(Urteilvom 30.November 2011
-
I ZR
21211
0.)
Zu
sammen mit demschwammigenund unbestimmten Rechtsbegriff"gewerbliche Anbieter
von
Diensten [..
},
die
Inhalte entsprechendaufbereiten"und deren
-
wie
es
weiter heißt
-
"Geschäftsmodell
in
besonderer Weise daraufausgerichtet
ist,
für die eigene Wertschöpfungauch
auf
die verlegerische Leistungzuzugreifen",würdenAnbieter
wie
Facebook und Twit
ter,
nahezu
das
gesamteSocial
Web,
dem Leistungsschutzrecht unterworfen.Fürsie wäre
das
bloße Posten und Verbreiten von Links,die im Pfad der
URL
die ÜberschrifteinesPresseartikelsenthielten,lizenzierungspflichtig.
Das
Social
Web
-
das
die
Presseverlage
im Üb-
rigen über diverse Kanäleselbstnutzen und ihreOnline-Nutzerinnenund -Nutzer
via
FacebookzuLikes,Tweet Counts und Google+Shares
auffordern-
würdevon einermassivenRechtsunsicherheit erfasst.Eine Abmahnwelle undzahlreicheGerichtsprozesse miterhebli chen Kostenergösse sichüber
die
Diensteanbieter, innovative Geschäftsmodellewürden amMarktzugang gehindert,SuchmaschinenbetreiberkönntenTeileihrer Diensteeinstellen.
[Vorbemerkung
der
Bundesregierung:]MitdemEntwurf des Siebenten Gesetzes
zur
Änderungdes Urheberrechtsgesetzes (Bundestagsdrucksache 17/11470,im Folgenden:Regierungsentwurf) hat dieBundesregierung

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