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Wortlaut der Petition/Was möchten Sie mit Ihrer Petition konkret erreichen?
Über welche Entscheidung/welche Maßnahme/welchen Sachverhalt wollen Sie sich beschweren? (Kurze Umschreibung des Gegenstands Ihrer Petition)
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, Artikel 5 (1) Satz 2 des Grundgesetzes der BundesrepublikDeutschland zu ändern. Der bisherige Text: "Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunkund Film werden gewährleistet." möge geändert werden in:"Die Medienfreiheit und die Freiheit der Berichterstattung über Kanäle wie Rundfunk, Film oder Internet werdengewährleistet."
Bitte geben Sie eine kurze Begründung für Ihre Petition!
Die bisherige Einschränkung des Textes auf Freiheit in der Berichterstattung für "Presse", "Rundfunk" und "Film"stellt eine unzulässige Zensur dar und schließt zunehmende Bevölkerungsanteile von der Berichterstattung sowieder politischen und gesellschaftlichen Meinungsbildung aus. Des Weiteren wird der Entwicklung in denKommunikationskanälen und ihrer Bedeutung für die Berichterstattung keine Rechnung getragen.Der Begriff "Presse" entstammt der vor Jahrhunderten entstandenen Druckerei, die heutzutage abnehmendeVerbreitung erfährt. Rundfunk und Film sind unidirektionale Verbreitungskanäle, die im vergangenen Jahrhundertenstanden. Berichterstattung und Vermittlung erfolgen inzwischen zu einem großen Teil durch andere Medien (s.a.Medium, Wikipedia: "Medium als Übermittler von Informationen").Heutige Medien sind aufgrund der sozialen und technischen Entwicklung nicht auf umfangreiche Organisationensowie technische Einrichtungen oder finanzielle Ausstattung angewiesen. Die Bedeutung der neuen Medien (Blogs,Soziale Netzwerke) und der neuen Kanäle (z.B. Internet, Mobile Internet) für die Berichterstattung sowie derpolitischen und gesellschaftlichen Meinungsbildung ist erheblich gewachsen.Die nachwachsende Bevölkerung (s.a. Digital Natives) nutzt zunehmend andere Kanäle als Rundfunk oder Film fürdie Berichterstattung und um sich am politischen und gesellschaftlichen Dialog zu beteiligen. Aber auch Älterewenden sich anderen Medien (z.B. Blogger) und Kanälen (z.B. Internet) zu.Eine Änderung des Grundgesetzes ist notwendig, um bereits stattgefundene Änderungen in der Bevölkerungstrukturund der andauernden Veränderungen der Medienstruktur Rechnung zu tragen. Gleichzeitig darf die Änderung keineexplizite und ausschließliche Nennung von einzelnen Medien oder Kanälen vornehmen. Die Änderung musszukunftsfähig sein und Entwicklungen wie Soziale Netzwerke oder die Verschmelzung von Fernsehen und Internetberücksichtigen.Diejenigen Bevölkerungsteile bzw. Bürger, welche die neuen Medien und neuen Kanäle zur Berichterstattung undpolitischen und gesellschaftlichen Meinungsbildung nutzen, werden durch den Artikel 5 (1) Satz 2 ausgeschlossen.Alle Menschen müssen auch vor dem Gesetz gleichgestellt werden (s.a. Artikel 3 (1) GG).
Wenn Sie Anregungen für die Online-Diskussion geben wollen, können Sie dies indiesem Feld, z.B. Stichworte oder Fragen
Expliziter Anlass ist die Abmahnung eines Bloggers (Marcus Beckedahl, Netzpolitik.org:http://netzpolitik.org/2009/die-welle-nach-der-abmahnung/ ) durch die Deutsche Bahn und seine geäußerteUnsicherheit in Bezug auf seine Position als Blogger (geäußert im Interview mit Jutta Seeliger, deutsche Politikerin,Bündnis 90/Die Grünen:http://julia-seeliger.de/markus-beckedahl-von-netzpolitikorg-von-der-deutschen-bahn-abgemahnt/ ).Allerdings kommt es immer wieder zu Diskussionen, ob neue Medien und Kanäle durch die Freiheit desGrundgesetzes geschützt sind. Der Bundestag und in Folge der Bundesrat müssen hier aus gesellschaftlichemInteresse eine Klärung herbeiführen.
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