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Graf Juergen Der Holocaust Im Klassenzimmer

Graf Juergen Der Holocaust Im Klassenzimmer

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10/27/2013

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Der Holocaust im Klassenzimmer oder 
Todesursache Zeitgeschichtsforschung
 
von Jürgen GRAF
 1995InhaltsverzeichnisVorwortI PrologMontag, 9. Januar II Die drei BeweisartenMontag, 30. Januar III Die SachbeweiseMontag, 30. Januar IV Die DokumentenbeweiseDienstag, 31. Januar V Die Zeugenbeweise (I)Mittwoch, 1. Februar VI Die Zeugenbeweise (II)Donnerstag, 2. Februar VII Die Zeugenbeweise (III)Freitag, 3. Februar VIII Wo sind sie geblieben?Montag, 6. Februar IX Ein Mythos wird fabriziertMontag, 6. Februar X Ethnische SäuberungDonnerstag, 16. Februar.XI Der wirkliche HolocaustDonnerstag, 16. Februar XII Der Tod ist ein Meister aus ZionDonnerstag, 16. Februar 
 
 XIII Neue WeltordnungSamstag, 18. MärzXIV Epilog25. MärzXV BibliographieTodesursache ZeitgeschichtsforschungEine Enzyklopädie zur ZeitgeschichteMit Bestürzung entdeckt Margarete Lämple, Sprach- und Geschichtslehrerin an einem kleinendeutschen Gymnasium, dass die Hälfte ihrer Abiturklasse gewisse unumstößlich feststehendeEreignisse des 2. Weltkriegs in Frage stellt. Um den Zweiflern ein korrektes Geschichtsbildzu vermitteln, führt sie mit der Klasse eine Projektwoche durch, in der zunächst nur über dasTabuthema Nummer eins, später aber auch über andere heikle Themen der Zeitgeschichtediskutiert wird. Nach und nach wird Frau Lämple klar, worauf sie sich da eingelassen hat, undsie wird sich bewußt, auf welch brüchiger Grundlage das Welt- und Geschichtsbild beruht,das sie bisher mit voller Überzeugung vertreten hat. Wie sich die Situation für Frau Lämpleund neun von zehn Schülern ihrer Klasse entwickelt, erfährt der Leser bei der Lektüre von"Todesursache Zeitgeschichtsforschung".
Vorwort
 Nach ihrem ebenso plötzlichen wie tragischen Ableben hat die Philologin und PädagoginMargarete Lämple keine Möglichkeit mehr, sich gegen die haltlosen Verdächtigungen undVerleumdungen zu wehren, die über sie ausgestreut wurden. Ich erachte es deshalb als meinePflicht gegenüber einer guten, von mir sehr geschätzten Bekannten, diesen Fehlinformationen,seien sie nun aus entschuldbarer Unkenntnis oder in unlauterer Absicht verbreitet worden,aufs entschiedenste entgegenzutreten.Die am 17. Februar dieses Jahres erfolgte fristlose Entlassung einer von Kolleginnen undKollegen, Schülerinnen und Schülern sowie von deren Eltern allgemein respektierten Sprachund Geschichtslehrerin hatte ihren Grund nicht, wie die lokalen AntifaGruppen sowie der für seine verantwortungslosen Erfindungen bekannte Zürcher Asphaltjournalist J.F. behauptethaben, in "zügelloser rassistischer Hassprogaganda", sondern darin, dass sie in einer mit ihrer Abiturklasse durchgeführten Projektwoche zu strittigen Fragen der Zeitgeschichte auchMeinungsäusserungen zuliess, die ganz erheblich von den landläufigen Ansichten abweichen.Es ging, grob gesagt, um die Frage, ob die allgemein verbreitete Auffassung vom Schicksalder Juden im Dritten Reich richtig ist oder nicht. Zu diesem Problem hatten sich in der Klassefrühzeitig zwei Fraktionen gebildet, die im Rahmen der besagten Projektwoche ihreunterschiedlichen Thesen engagiert darlegten. Allerdings beschränkte sich die Debattekeinesfalls auf den sogenannen "Holocaust", sondern griff nach und nach auf andere,ebenfalls umstrittene zeitgeschichtliche Fragen über. Offenbar war die Freimütigkeit, mit der Frau Lämple ihre Klasse diskutieren liess, einigen Leuten ein Dorn im Auge, zumal diePädagogin in wichtigen Punkten von ihrer ursprünglichen Position abrückte und gewisseangeblich unumstösslich nachgewiesene Ereignisse der jüngsten Geschichte unverblümt als"Mythos" oder "Schwindel" anprangerte.
 
Auf den brisanten Charakter der mit besagter Abiturklasse durchgeführten Projektwochewurde die Schulleitung durch ein heimlich aufgenommenes Tonband aufmerksam, das demRektor am Abend des 16. Februar durch eine Schülerin zugespielt wurde. Der Entscheid zur sofortigen Suspendierung Frau Lämples fiel schon am nächsten Tag. Wer, wie der Verfasser dieser Zeilen, die offene Diskussion als unabdingbare Grundlage der Demokratie betrachtet,kommt nicht umhin, diesen Entscheid der Schulleitung zu missbilligen. Nach ihrer Entlassung lud Frau Lämple ihre ehemaligen Schülerinnen und Schüler am 18.März zu sich Hause ein, um die Debatte privat fortzusetzen. Ein für den 25. März geplantesweiteres Treffen kam dann nicht mehr zustande. Frau Lämple wurde unter mir nicht genau bekannten Umständen zu einem Gespräch bei der Polizei vorgeladen. Kurz darauf gelang esihr, mich anzurufen. Was der Grund ihrer Vorladung war, habe ich nicht herausgefunden, dasie sich am Telefon grosse Zurückhaltung auferlegte, doch war ihr die Nervosität deutlichanzumerken. Am folgenden Tag erhielten ihre Angehörigen dann die traurige Nachricht, dasssie auf einer Bananenschale ausgerutscht war und sich das Genick gebrochen hatte. DieHinterbliebenen erhielten bereits am Tag darauf von der Staatsanwaltschaft eine Urne mit der Asche der Verunfallten, und die Beisetzung fand in Anwesenheit von rund hundert betrübtenAngehörigen, Freunden sowie ehemaligen Schülerinnen und Schülerinnen auf dem Friedhof von Sanningen statt, jenem Städtchen also, wo Margarete Lämple dreizehn Jahre lang sosegensreich gewirkt hatte.Um einer Legendenbildung im Falle Lämple entgegenzuwirken, habe ich mich entschlossen,den Inhalt der umstrittenen Diskussionen mit ihrer Abiturklasse so genau wie möglichwiederzugeben. Dabei kam mir die äusserst kooperative Haltung der ehemaligen Schülerinnenund Schüler Frau Lämples sehr zustatten. Von den zehn Schülern der Klasse erklärten sichnämlich neun spontan bereit, mir bei der Rekonstruktion der im Geschichtsunterrichtgeführten Gespräche behilflich zu sein. An der dafür notwendigen Zeit fehlte es den jungenLeuten nicht, da sie allesamt wegen angeblicher negativer Einstellung zur freiheitlichdemokratischen Grundordnung von der Schule gewiesen worden waren und nachdem dadurch entgangenen Abitur noch keine konkreten Pläne für ihre Zukunft geschmiedethatten. Von grossem Nutzen erwiesen sich ferner die höchst umfangreichen stenographischenAufzeichnungen, die mir Frau Lämple zwei Tage vor ihrer Vorladung bei der Polizeianvertraut hatte.Gestützt auf diese ausführlichen Notizen sowie auf die Ergebnisse mehrerer Sitzungen mitden verhinderten Abiturientinnen und Abiturienten ist es mir, wie ich glaube, gelungen, ingroben Zügen zu rekonstruieren, was sich in den Geschichtsstunden Margarete Lämpleszwischen dem 9. Januar und dem 16. Februar sowie in ihrer Privatwohnung am 18. März1995 abgespielt hat. Dass ich für absolute Genauigkeit nicht bürgen kann, wird mir der Leser nachsehen, zumal mir die im Besitz der Schulleitung befindlichen Tonbandaufnahmennaturgemäss unzugänglich sind. Ebenso versteht es sich, dass ich sprachliche Unsauberkeitenausgebügelt und Wiederholungen ausgemerzt habe. Somit ist der Inhalt dieses Buches zwar nicht unbedingt dem Wortlaut, wohl aber dem Sinn nach authentisch.Im übrigen gebe ich als Schweizer Bürger unumwunden zu, dass mein Vertrauen in diePädagogen und Juristen unseres nördlichen Nachbarstaates ernstlich erschüttert ist. Ganzoffensichtlich gibt es unter ihnen einige schwarze Schafe, welche willkürliche Eingriffe in dasverfassungsmässig verbriefte Recht der freien Meinungsäusserung vornehmen und so dasAnsehen des freiesten Staates der deutschen Geschichte besudeln. Wenn das der Herr Bundeskanzler wüsste! Ich habe ihm schon geschrieben; hoffentlich leitet seine Sekretärinden Brief auch an ihn weiter. Zum Glück wären derartige trübe Machenschaften bei uns in der 

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