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Juergen Graf Thomas Kues Und Carlo Mattogno-Die Akte Sobibor

Juergen Graf Thomas Kues Und Carlo Mattogno-Die Akte Sobibor

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10/27/2013

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Jürgen Graf, Thomas Kues, Carlo Mattogno
DIE AKTE SOBIBOR
(erscheint ca. Sommer 2010 in gedruckter Form)
 Dem Andenken an Jürgen Rieger gewidmet
1 Die gnadenlose Hatz auf den greisen John Demjanjuk 2 Das offizielle Sobibor-Bild und die zeitgenössischen Dokumente3 Der Schlüsselzeuge Alexander Aronowitch Petscherski4 Die Entstehung des Mythos5 Sobibor und die Historiker 6 Julius Schelvis und sein Standardwerk über Sobibor 7 Zeugen-Panorama8 Toivi Blatt, sein Tagebuch und sein Gespräch mit Karl August Frenzel9 Die „Gaskammern“ von Sobibor im Lichte der „Augenzeugenberichte“ und„historischen Forschungen“10 Die beiden Sobibor-Prozesse von 195011 Der Sobibor-Prozess in Hagen (1965/1966)12 Sobibor als Prozessgegenstand in Israel, der UdSSR, Brasilien und Österreich13 Die vergebliche Suche nach dem Vergasungsgebäude14 Die Massengräber 15 Holzbedarf und Verbrennungsasche16 Die Opferzahl von Sobibor. Eine Hypothese17 Die nationalsozialistische Judenpolitik 18 Durchgangslager Sobibor 19 Die Abdankung der Vernunft
 
2
20 Das Schicksal der in die Ostgebiete deportierten Juden21
 
Der Fall Demjanjuk 22
 
Schlußfolgerung
23
 
Plan von Sobibor 
 
3
 
 Dem Andenken an Jürgen Rieger gewidmet
Kapitel 1Die gnadenlose Hatz auf den greisen John Demjanjuk
a)
 
BRD-Justizwillkür
 
Am 12. Mai 2009 wurde der 89-jährige John Demjanjuk, gebürtiger Ukrainer und ehemaliger Bürger der Vereinigten Staaten, dem die US-Behörden die amerikanische Staatsbürgerschaft fünf Jahre zuvor entzogen hatten, in die BRD abgeschoben, wo man ihn sofort in das Münchner Ge-fängnis Stadelheim einlieferte und ihm einen Haftbefehl präsentierte. Diesem zufolge ist Dem- janjuk „der Beihilfe zum Mord in mindestens 29.000 Fällen dringend verdächtig“.Zu den Hintergründen des Falls berichtete
 Der Spiegel 
:
„Demjanjuk soll 1943 als Aufseher im Vernichtungslager Sobibor den Nazis beim Massenmord an Tausenden von Juden geholfen haben. […] Demjanjuk gehörte, das legen mehrere Dokumen-te nahe, zum einer Truppe von etwa 5000 ausländischen Helfern – Balten, Ukrainern, Volksdeut- schen -, die die Nationalsozialisten im Ausbildungsla ger Trawniki östlich von Lublin für die Massenmorde in den besetzten Gebieten trainierten.“
1
 
Als zentrales Dokument der Anklage gilt ein Dienstausweis, dem zufolge Demjanjuk im Jahre1943 als Wachmann im Lager Sobibor Dienst tat. Allerdings war ein Gutachter bereits 1987 an-hand zahlreicher Indizien zum Schluss gelangt, dass es sich bei diesem Ausweis um eine Fäl-schung handelt.
2
Ein Teil der bundesrepublikanischen Medien stellte sich einige Jahre später hinter dieses Gutachten; so hielt
 Der Spiegel 
in seiner Ausgabe vom 2. August 1993 klipp undklar fest.
„Es
[das Dokument]
war offenkundig gefälscht.“
3
 
Doch selbst wenn der Ausweis echt sein sollte, würde er lediglich Demjanjuks
 Anwesenheit 
imLager Sobibor belegen und nicht den geringsten Beweis dafür liefern, dass der Ukrainer dortBeihilfe zu auch nur einem einzigen Mord, geschweige denn zu 29.000 Morden, geleistet hat. Indem eingangs zitierten Artikel bemerkt
 Der 
 
Spiegel 
:
„Für die deutsche Justiz ist das Verfahren gegen den mutmasslichen SS-Mann eine Premiere. Zum ersten Mal will sie einen Schergen aus dem letzten Glied der Befehlskette nicht deswegenbelangen, weil er als Exzesstäter besondere Grausamkeit anden Tag legte, sondern weil er mit-half, die Mordmaschinerie reibungslos in Gang zu halten.“
4
 
Waren den Angeklagten bei sämtlichen früheren Prozessen gegen „NS-Täter“ konkrete Verbre-chen vorgeworfen worden, so ist dies beim bevorstehenden Verfahren gegen John Demjanjuk 
1
„Ein ganz gewöhnlicher Handlanger“, in
: Der Spiegel 
, Nr. 26/2009 (Internet-Version).
2
Dieter Lehner,
 Du sollst nicht falsch Zeugnis geben
, Vowinckel Verlag, Berg 1987.
3
„Mörderische Augen“, in:
 Der Spiegel 
, Nr. 31/1993 (Internet-Version).
4
„Ein ganz gewöhnlicher Handlanger“, a.a.O.

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