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Von: axel0809@web.deDatum: 6. November 2007 00:47:17 MEZEs hat freiwirtschaftliche Ansätze - soweit kann ich zustimmen. Aus Sicht eines Wirtschaftwissenschaftlers kann ich viele Behauptungen nicht nachvollziehen und halteeinen Großteil sogar für eine Verschlimmbesserung des jetzigen Systems. Oder anders ausgedrückt: Es gibtbeliebig viele schlechte Systeme, aber nur sehr wenig brauchbare.Ich kannte Joytopia bisher noch nicht, aber viele Aussagen finden sich auch inder heutigen VWL bereits und bei wissenschaftlicher Betrachtung sind sie falsch.http://www.joytopia.net/fileadmin/lebensgeld/Lebensgeld.pdf Lebensgeld: Lebensgeld ist vergänglich bzw.dynamisch: Es verliert im Laufe des Jahres die Hälfte seines Wertes.Lebensgeld-Konten können nur auf Guthaben-Basis geführt werden.
50%ige Geldsteuer - also 25%ige Einkommensteuer (die durchschnittliche Geldhaltung beträgt dieHälfte des Einkommens, wenn man von einem gleichmäßigen Konsum des Einkommens über dieZeit ausgeht), das ist für Bezieher geringer Einkommen eine Steigerung der Besteuerung.Um diese Asozialität zu vertuschen, wird ein “leistungsfreies Grundeinkommen” propagiert - aber wer erwirtschaftet dieses? Eine Erklärung wird nicht gegeben - sie ist wirtschaftwissenschaftlichauch nicht möglich. Denn umverteilt kann immer nur menschliche Arbeit werden - Maschinenarbeiten nicht und Boden und Kapital auch nicht.
 Wenn also jeder seinen Konsum auf eben jenes Grundeinkommen reduziert, dann erwirtschaftet esniemand. Zu hoffen, daß es genug Idioten gibt, die lieber wie blöd für andere arbeiten, an dieser Illusion sindschon die Kommunisten mit ihrer Planwirtschaft gescheitert.Und im >Video zum Thema “Geld”<http://www.youtube.com/watch?v=9BrLrwbkQWQ&mode=related&search= wird völlig zurecht dem auchwidersprochen: "Jede halbwegs intelligente Spezies ist von Natur aus faul." Wir haben alle ein gesundesUrteilsvermögen, ob wir gerecht entlohnt werden - muß ich für andere das leistungslose Grundeinkommenerwirtschaften, dann mag das für viele noch verständlich sein, wenn die Bezieher aufgrund von irgend einer Krankheit nicht leisten können - aber bestimmt nicht, weil sie nicht leisten wollen. Und jeder, der schon malin einem Verein sich engagiert hat weiß, wie schwer es ist, Leute zur Arbeit zum Gemeinwohl zu bewegen.Faulheit zu subventionieren ist bestimmt nicht sozial. Dann können wir nämlich beim Kapitalismus bleiben.
Das Ziel sollte doch vielmehr sein, jedem die Früchte seiner Arbeitzukommen zu lassen und die Kosten für den Staatskonsum (also die Kostenfür alle öffentlichen Güter) so gering wie möglich zu halten.
Die Summe aller Guthaben pro Kopf bleibt stabil. Also niemand konsumiert (reduziert sein Guthaben) oder arbeitet (steigert sein Guthaben). Sorry, wer sowasernsthaft schreibt, der hat bestimmt nicht viel Arbeit in die Falsifizierung seiner Thesen gesteckt. Und nur Thesen, die sich nicht falsifizieren lassen sind wahr.Da die Summe aller Guthaben pro Kopf gleich bleibt, ist nach einer Anlaufphasevon ca. 6 Jahren mit dauerhafter Preisstabilität zu rechnen.
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