Welcome to Scribd, the world's digital library. Read, publish, and share books and documents. See more
Download
Standard view
Full view
of .
Look up keyword
Like this
3Activity
0 of .
Results for:
No results containing your search query
P. 1
Niedersachsenplan

Niedersachsenplan

Ratings: (0)|Views: 3,138|Likes:
Der Südniedersachsenplan - eine regionale Entwicklungsstrategie für das südliche Niedersachsen. SPD-Landesverband Niedersachsen zur Landtagswahl 2013.
Der Südniedersachsenplan - eine regionale Entwicklungsstrategie für das südliche Niedersachsen. SPD-Landesverband Niedersachsen zur Landtagswahl 2013.

More info:

Published by: SPD in Niedersachsen on Jan 08, 2013
Copyright:Attribution Non-commercial

Availability:

Read on Scribd mobile: iPhone, iPad and Android.
download as PDF, TXT or read online from Scribd
See more
See less

07/10/2013

pdf

text

original

 
SPD NieDerSachSeN für eiNe abgeStimmte regioNaleNt-wickluNgSStrategie für DaS SüDliche NieDerSachSeN
 Aktuelle HerAusforderungen und HAndlungsbedArf im südlicHen niedersAcHsen
Die Regionen Niedersachsens entwickeln sich teilweise immer schneller auseinander. Einigen Wachstumsregionenim Westen und um die Städte Bremen, Hannover und Hamburg stehen Teilräume gegenüber, deren demogra-sche und wirtschatliche Entwicklung die Landespolitik vor große Herausorderungen stellt.In den Landkreisen Goslar, Osterode, Göttingen, Northeim und Holzminden wird die Bevölkerung bis 2030 um20 Prozent oder mehr zurückgehen. Ähnlich ist die Situation in den Landkreisen Helmstedt, Wolenbüttel,Hameln-Pyrmont, dem Südkreis Hildesheim, dem Nordkreis Giorn und der Stadt Salzgitter. Auch hier ist vonteilweise gravierendem Bevölkerungsschwund und Überalterung auszugehen. Hinzu kommt, dass die Beschä-tigung in Süd- und Südostniedersachsen seit 1999 kontinuierlich abnimmt und die Arbeitslosigkeit teilweisedeutlich über dem Landes- und Bundesdurchschnitt liegt.Die weitreichenden Auswirkungen sind bereits heute vielerorts schmerzhat zu spüren: Auslastung und Finan-zierbarkeit der öentlichen Inrastruktur zur Daseinsvorsorge geraten unter Druck. Einwohnerzahlen sinken,Fixkosten ür Ver- und Entsorgungseinrichtungen bleiben hingegen hoch. Steigende Gebühren müssen von immerweniger Schultern getragen werden. Diese Entwicklungen belasten die Bürgerinnen und Bürger und verringernzusätzlich die Attraktivität der im Wettbewerb mit anderen Regionen stehenden süd- bzw. südöstlichen nieder-sächsischen Landesteilen.Besonders in kleineren Gemeinden und in Bereichen mit dörich geprägten Strukturen ist die Grundversorgungmit unverzichtbaren örtlichen Leistungsangeboten wie Schulen, Kindergärten, Gesundheits- und Beratungs-einrichtungen geährdet. Das Nichthandeln der gegenwärtigen Landesregierung in den letzten zehn Jahrenverursacht bereits heute immense Folgekosten.Diese negativen Entwicklungen beeinträchtigen die Attraktivität der Region als Wirtschatsstandort. Für Unter-nehmen wird es unter diesen Rahmenbedingungen zunehmend schwieriger, dringend benötigte Facharbeits-kräte anzuwerben. Zusätzliche Unternehmensansiedlungen bleiben aus. Im Zuge dessen gerät nicht zuletztauch die wirtschatliche Gesamtentwicklung in Geahr.Diese Entwicklung wollen wir mit denen in der Region vorhandenen Kräten und Initiativen aualten undlangristig umkehren. Wir wollen den demograschen Wandel aktiv gestalten.
 ZeHn verlorene JAHre durcH verfeHlte und krAftlose cdu/fdP-regierungsPolitik 
Die geschilderten Entwicklungen in Süd- und Südostniedersachsen, die Fakten und Prognosen sind seit zehnJahren bekannt. Vor mehr als ün Jahren hat der Landtag au diese dramatische Situation in einem Bericht derEnquetekommission zum demograschen Wandel hingewiesen: Das Ziel der Gleichwertigkeit der Lebensver-hältnisse in Niedersachsen und die Sicherung der Daseinsvorsorge ür die Menschen sind akut geährdet.
SüDNieDerSachSeNPlaN
08.01.20131
 
Die CDU/FDP-Landesregierung reagiert au den akuten Handlungsbedar mit Allgemeinplätzen, die den Bürge-rinnen und Bürgern nicht weiterhelen. Spezische Aussagen zur besonderen Situation Süd- und Südostnieder-sachsens ehlen genauso wie ein koordiniertes Vorgehen der Landesregierung.
südniedersAcHsenPlAn – kräfte und initiAtiven von lAnd und kommunenin einer Abgestimmten regionAlentwicklungsstrAtegie bündeln, ressort-übergreifend HAndeln
Die Region verügt über vielältige Initiativen engagierter Bürgerinnen und Bürger, über eine leistungsähigeWirtschat und zukuntsweisende Wissenschatslandschat. Zusammen mit kommunalpolitischen Akteurenin den Stadt- und Gemeinderäten und den Kreistagen treten sie an, um die Region zu stabilisieren, weiterzu-entwickeln und t zu machen.Au der einen Seite sind viele Projekte und Ideen vorhanden. Au der anderen Seite besteht ein unüberschau-bares Bündel an Förderrichtlinien und Programmen, die allzu ot zu wenig koordiniert oder sogar gegenläugwirken. Diese Situation muss dringend verbessert werden.Eine SPD geührte Landesregierung wird au den Sachverstand in der Region setzen, au das Engagement derBürgerinnen und Bürger. Sie wird die Kreativität der Region, die vorhandenen Initiativen und die Tatkrat bündeln,verstärken, wirksamer machen und gezielt ördern.Die neue Landesregierung wird nach ihrem Amtsantritt eine Regionalkonerenz einberuen und eine Regional-entwicklungsstrategie mit allen Beteiligten entwickeln. Ziele sind die Stabilisierung der Region und die Erarbeitungeiner dem demograschen Wandel angepassten Entwicklungsstrategie ür Süd- und Südostniedersachen.Die Initiierung und Umsetzung dieser Regionalentwicklungsstrategie wird eine der Augaben der neu zu beru-enden Landesbeautragten sein. Das südliche Niedersachsen wird in Niedersachsen Vorreiter und Modellregionür erorderliche Stabilisierungs- und Anpassungsstrategien an den demograschen Wandel werden.Die Region wird langristig gestärkt aus dem Entwicklungsprozess hervorgehen. Die Kommunen können wiederhandlungsähig gemacht werden, den Bürgerinnen und Bürgern in der Region werden neue Perspektiven geboten.Daür werden wir auch die Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn suchen und ausbauen. Denn Nordhessen,das Eichseld, der Ostharz und die angrenzenden Regionen Ostwestalens erleben ähnliche Entwicklungen.
wAcHstumsPotenZiAle der region nutZen, vernetZen und stärken
Eine Regionalentwicklungsstrategie ür Süd- und Südostniedersachsen zielt darau ab, die vorhandenen Wachs-tumspotenziale auzugreien, zu vernetzen und zu stärken, um die Region insgesamt au einen positivenEntwicklungspad zu leiten:
n
Die Hochschulstandorte in Göttingen, Braunschweig, Salzgitter, Clausthal, Hildesheim und Holzmindensowie die hohe Dichte außeruniversitärer Bildungs- und Forschungseinrichtungen bilden zusammen einebedeutende und international renommierte Wissenschatsregion.Wir werden das wissenschatliche Potenzial und die Vielzahl von Innovationstreibern nutzen, um die Klein- undMittelunternehmen an die Kompetenzzentren anzuschließen. So werden wissensbasierte und moderne Arbeits-plätze geschaen!
n
Mit der Universitätsmedizin Göttingen, mit den Unternehmen Sartorius und Otto Bock besitzen wir inder Region ein bedeutendes Innovationspotenzial ür die Gesundheitswirtschat, die sich als eine der zukünti-gen Wachstumsmärkte darstellt. Wir werden dieses Cluster weiterentwickeln.
n
Wir ördern und entwickeln zielgerichtet die hervorragenden Kompetenzen Süd- und Südostnieder-sachsens im Bereich der Erneuerbaren Energien. Die Beteiligung der Städte Hannover-Braunschweig-Göttingen-2
 
Wolsburg an der Initiative „Schauenster Elektromobilität“ bietet daür hervorragende Voraussetzungen. Anden Standorten Clausthal (TU), Goslar (EFZN), Salzgitter (Ostalia) und Braunschweig (TU) gibt von der Grundla-genorschung bis hin zur umsetzungsorientierten Forschung und Entwicklung hervorragende Wissens- und For-schungspotenziale, die die Region im Rahmen des weiteren Ausbaus der Erneuerbaren Energien nutzen wird.Wir werden die Erorschung, Entwicklung und Nutzung der Energiespeichermöglichkeiten im Harz besondersördern.
n
Der Wirtschatsraum Braunschweig-Wolsburg-Salzgitter-Göttingen ist die bedeutendste Industrieregi-on Niedersachsens. Hier benden sich innovationsstarke Wirtschatsunternehmen. Mit modernsten Technologi-en und Produktionsmethoden behaupten sich diese Unternehmen au dem Weltmarkt.Wir werden die Rahmenbedingungen ür die Industriestandorte in Wolsburg, Braunschweig, Salzgitter, Hildes-heim und Göttingen weiter verbessern. Gleichzeitig werden wir deren Stärken ür Stabilisierungs- und Entwick-lungsprozesse in Süd- bzw. Südostniedersachsen nutzen. Auch die Unternehmen brauchen, wenn sie langristigerolgreich sein wollen, eine intakte und attraktive Region mit Innovations- und Arbeitskrätepotenzial.
n
Angesichts stetig steigender Rohstopreise im Bereich der Nicht-Eisen-Metalle und deren zuküntigerVerknappung augrund der wachsenden globalen Nachrage kommt dem Metall-Recycling eine immer größereBedeutung zu. Im Nordharz sind bedeutende Unternehmen der Nicht-Eisen-Metallurgie und der chemischenIndustrie beheimatet. Diese Unternehmen verügen über eine Vielzahl an Technologien und Erahrungen zumMetallrecycling und verteidigen eine herausragende Marktposition. Zusammen mit der TU Clausthal haben sichdie Unternehmen zum Recyclingcluster „ReWiMet“ zusammengeschlossen.Wir werden diese Zukuntsbranche durch Forschungs- und Entwicklungsmittel sowie eine neu augestellteInnovationspolitik des Landes gezielt stärken.
n
Süd- und Südostniedersachsen weisen einen überdurchschnittlichen Anteil an Naturwissenschatlernan der Beschätigung au. Unternehmen wie die Symrise AG mit Sitz in Holzminden beschätigen eine Vielzahlan hochqualizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Auwendungen ür Forschung und Entwicklungsind ebenalls deutlich höher als im Landes- bzw. Bundesdurchschnitt.Wir werden diesen Vorteil stärken und ausbauen. Die Förderung besonderer Wachstumspotenziale in den BereichenInormationstechnologie, Verpackungsindustrie, Logistik, Bioenergie, Chemie und Elektromobilität werden wirintensivieren.
n
Der Nationalpark Harz und andere Naturschönheiten in der Region stellen Premium-Destinationen inNorddeutschland dar, die es weiter zu qualizieren gilt. Es muss uns gemeinsam mit unseren Nachbarn in Thü-ringen und Sachsen-Anhalt gelingen, das „Tourismuskonzept Harz“ endlich au eine tragähige Basis zu stellen,um qualitativ hochwertige Entwicklungsperspektiven ür den ganzen Harz zu erönen.Wir werden den naturverträglichen, qualitativ hochwertigen und amilienreundlichen Tourismus in Harz undWeserbergland voranbringen. Wir unterstützen die engere Zusammenarbeit zwischen den touristischen Desti-nationen in Süd- bzw. Südostniedersachsen.
n
Wir erarbeiten ür den Harz und das Weserbergland integrierte Verkehrskonzepte, die sowohl den Fern-verkehrsanschluss der Region an die benachbarten Verdichtungsräume, als auch den öentlichen Personennah-verkehr innerhalb der Region verbessern. Die bestehenden Entwicklungsbarrieren werden möglichst umwelt-verträglich überwunden.
n
Nicht zuletzt werden wir ür diejenigen Ortsteile und Gemeinden, die dem demograschen Wandelnicht alleine standhalten können, die Erarbeitung von Stabilisierungs- und Anpassungstrategien – im lokalenund regionalen Kontext - unterstützen.Wir werden zuküntig in diesen Gemeinden einen Schwerpunkt ür den abgestimmten Einsatz europäischerFördermittel legen.3

You're Reading a Free Preview

Download
scribd
/*********** DO NOT ALTER ANYTHING BELOW THIS LINE ! ************/ var s_code=s.t();if(s_code)document.write(s_code)//-->