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Jaroslawl
Ein Juwel und zugleich wichtiger Verkehrskontenpunkt ist die älteste Stadt an der Wolga. Nur 280 km vonMoskau entfernt, liegt die heute 700 000 Einwohner zählende Stadt an der Strecke der TranssibirischenEisenbahn von Moskau nach Vladiwostock. Der alte Handelsplatz wurde bereits im letzten Jahrhundert ein bedeutender Standort der Leder- und Textilindustrie, die in diesem Jahrhundert durch die Produktion der erstenrussischen Lastwagen und Straßenbahnen erweitert wurde.Jaroslawl ist sogar 100 Jahre älter als Moskau und gilt als eine der schönsten russischen Städte. Bereits 1010 sollJaroslaw der Weise an den Ufern der Wolga ein Fort errichtet und damit den Grundstein zur Stadt gelegt haben.Der Legende nach stieß der Fürst in dieser Einöde auf einen Bären und tötet ihn mit einer Axt. Jahre später wurde Jaroslaw Großfürst von Kiew und es begann das Goldene Zeitalter des Kiewer Reiches.Wie alle Städte an der Wolga wurde auch Jaroslawl zu beginn des 13. Jahrhunderts von den Mongolen belagertund 1238 zerstört. Doch ungeachtet dessen, wurde auf der Strelka in Winkel zwischen Wolga undEinmündenden Kotorosl der Fürstensitz begründet und die majestätische Uspenskij Kathedrale errichtet. Nachdem Fall von Kasan und der Vernichtung seines Chanats wurde Jaroslawl dann unter Ivan III. demGroßfürstentum Moskau einverleibt: Bedingt durch die verkehrsgünstige Lage wurde die Stadt zu einemwichtigen Handelsplatz auf dem Weg vom Weißen Meer zur Wolga, aber auch vom Mittleren Osten nachWesteuropa. Bereits im 16. Jahrhundert besaßen die Engländer in Jaroslawl ein Warenhaus. Anfang des 17.Jahrhunderts stieg Jaroslawl zur zweitgrößten Stadt Russlands auf. Als Russland im Jahr 1612 von den Polen besetzt war, wurde Jaroslawl vorübergehend zu Hauptstadt: Während Moskau von politischen Wirren erschüttertwurde, konnte sich Jaroslawl als Mittelpunkt wichtiger Handelswege entfalten und galt eine Zeitlang als daslebendigste Zentrum Russlands: Durch den Bau des Petersburger Hafens verlor Jaroslawl jedoch gegen Ende des18.Jahrhunderts seine führende Stellung im russischen Handel.
Sehenswert Kloster und Ikonostasen. Hörenswert der Chor!
Wasserweg: Wolga
Gorkier Stausee, Wolga, Kujbyschewer Stausee, Saratower Stausee, Wolgograder Stausee, WolgaVon Jaroslawl bis Wolgograd wird ein Höhenunterschied von 120 m durch 5 Schleusen überwunden.Die Wolga fließt dann unterhalb des Meeresspiegels.
 
 Kostroma
Kostroma wurde 1152 - nur fünf Jahre später als Moskau – vom Fürsten Dolgurukij gegründet.Die Befestigungsanlagen des Kremls blieben bis zum 18. Jahrhundert erhalten. Der Invasion der Tataren im 13.Jahrhundert hielten die Einwohner stand und nach der Befreiung vom tatarischen Joch blühte die Stadt auf.Kostroma war bis zum 14. Jahrhundert Zentrum des Lehnfürstentums und gehörte bis 1797 zum Moskauer Fürstentum, danach war die Stadt Verwaltungszentrum eines Gouvernements. Nach der Zeit der Wirren, Anfangdes 17 Jahrhunderts, als Russland in Aufruhr und Chaos zu versinken drohte, rückte eine Familie aus Kostromains allgemeine Interesse: die Romanows.1613 wurde der sechszehnjährige Michail zum Zaren gekrönt. Die Ahnen der Einflussreichen Bojarenfamiliesollen um 1280 aus Litauen nach Russland gekommen seien. Michael war der Sohn des späteren MetropolitenPhilaret und entfernt mit Ivan dem Schrecklichen verwandt. Die Familie zählt ebenso wie die Godunows zu denKostromaer Großgrundbesitzern. Der neue Zar und seine Nachfolger stellten die Autokratie wieder her und blieben bis 1917 mehr als 300 Jahre lang auf dem Thron. Im Ipatjew – Kloster markiert der Romanow – Turmdie Stelle, von wo der Zar nach Moskau aufbrach. Mit dem Landkreis Kostroma ist auch der Name des BauernIvan Sussanin verbunden. Noch erhoben die Polen Anspruch auf russisches Gebiet und zogen auf Moskau. ImWinter 1613 sollte ihnen Ivan Susanin bei Kostroma als Führer dienen. Er führte aber die Angreifer inundurchdringliche Sümpfe. Als die Feinde die Falle erkannten, in die sie gelaufen waren, quälten sie Susanin zuTode. In der Stadt erinnert ein Denkmal an ihn. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts ist Kostroma als Zentrum der Leinenherstellung bekannt. Man nennt die Stadt aus die Flachshauptstadt des Nordens. Es wurden vor allemSchiffssegel hergestellt und es herrschte ein lebhafter Handel mit dem Westen. Als durch Aufkommen der Dampfschifffahrt kein Bedarf mehr an Leinensegeln bestand und Baumwolle immer mehr in Mode kam,mussten Anfang des 19. Jahrhunderts viele Manufakturen schließen. Gegen Ende des Jahrhunderts entstand dieflachsverarbeitende Industrie neu. Heute macht die Textilindustrie die Hälfte der industriellen Produktion der Stadt aus. Daneben ist auch der Maschinenbau entwickelt. Kostroma wurde durch ein Großfeuer 1773größtenteils zerstört und so wurde eine gute Vorraussetzung für eine architektonische Neugestaltung geschaffen.Bei dem Wiederaufbau entstanden die für Kostroma berühmten Handelsreihen: zweistöckiges Gebäude, in denendas Erdgeschoss als Laden und die erste Etage als Lager genutzt wurde. Auch heute noch befinden sichGeschäfte in den Handelsreihen. Interessant ist der Markt im Innenhof der Reihen.
 Absolut Hörenswert der Chor im Kloster. CD kaufen! Und wieder einmal Heiligen Bilder, diesmal eine der 
 bedeutendsten Sammlungen in Russland.
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