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Fischer Weltgeschichte, Bd.19, Das Chinesische Kaiserreich

Fischer Weltgeschichte, Bd.19, Das Chinesische Kaiserreich

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Fischer Weltgeschichte, Bd.19, Das Chinesische Kaiserreich-H Franke, R Trauzettel-319p
Fischer Weltgeschichte, Bd.19, Das Chinesische Kaiserreich-H Franke, R Trauzettel-319p

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09/28/2013

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Fischer Weltgeschichte
 
Band 19
 
Das Chinesische Kaiserreich
 
Herausgegeben und verfaßt vonHerbert Franke und Rolf Trauzettel
 
Dem Andenken an Étienne Balázs(1905–1963)
 
 Als im Jahre 1911 in China das Kaisertum abgeschafft und die Republik ausgerufenwurde, hörte eine Institution auf zu existieren, die zweitausend Jahre hindurch dem»Reich der Mitte« das Gepräge verliehen hatte. Die lange und wechselvolle Geschichtedieses Kaiserreiches verlief nicht ohne Dramatik. Zahlreiche Dynastien lösten einander an der Spitze des Staates ab; immer wieder gelang es Usurpatoren, durch Intrigen, durchRevolten oder auf dem Weg über einen Bürgerkrieg den legitimen Herrscher zubeseitigen, sich an seine Stelle zu setzen und ein neues Kaiserhaus zu errichten. Später rissen fremde Eroberer die Macht an sich: schon im 4. Jahrhundert n. Chr. kam es zuStaatsgründungen nomadischer Invasoren in Nordchina. Im 13. Jahrhundert gliederteKublai Khan das ganze Land dem mongolischen Weltreich ein; nach der fastdreihundertjährigen Herrschaft einer nationalen Dynastie – der der Ming – übernahmenschließlich die Mandschuren die Herrschaft, die sie bis zum Sturz der Monarchie nichtmehr abgeben sollten. Eigentümlich ist, daß die fremden Einflüsse über die bloße Ausübung der Regierungsgewalt kaum hinausgingen: die hochentwickelte chinesischeKultur, die Philosophie, die – z.B. in Gestalt des Konfuzianismus undNeokonfuzianismus – ganz erheblich auch in den praktisch-politischen Bereichhineinwirkte, die Kunst und Literatur – sie alle bewahrten ihre Eigenart. Die Eroberer  paßten sich in vieler Hinsicht den Gegebenheiten an, die sie vorfanden.
 
Die Veränderungen und die Konstanten im geschichtlichen Werdegang deschinesischen Kaiserreiches sind im vorliegenden Buch dargestellt. Die Verfasser, der  Münchner Sinologe und Historiker Professor Herbert Franke und sein Mitarbeiter Dr.Rudolf Trauzettel, gliedern übersichtlich die Fülle der historischen undkulturgeschichtlichen Fakten. Sie zeichnen die Linien der geistigen und religiösen
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Entwicklung nach; sie berücksichtigen moderne soziologische Methoden und gelangen sozu teilweise neuen Erkenntnissen über die Gesellschaft des alten China.
 
Der Band ist in sich abgeschlossen und mit Abbildungen, Kartenskizzen und einemLiteraturverzeichnis ausgestattet. Ein Personen- und Sachregister erleichtert dem Leser die rasche Orientierung.
 
Die Geschichte Chinas findet ihre Fortsetzung bis zur Gegenwart in Band 33 der 
 Fischer Weltgeschichte:
»Das moderne Asien«.
 
Die Verfasser dieses Bandes
 
Herbert Franke,
 geb. 1914 in Köln; studierte an den Universitäten Köln, Bonn und BerlinSinologie, Geschichte, Philosophie und Rechtswissenschaft. 1937 Dr. jur., 1947Dr. phil.; 1949 Privatdozent an der Universität Köln; 1951/52 British CouncilFellow der Universität Cambridge, England; seit 1952 ord. Professor fürostasiatische Kultur- und Sprachwissenschaft an der Universität München; seit1958 ord. Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Phil.-hist.Klasse; 1964/65 und 1969/70 Visiting Professor an der University ofWashington, Seattle, USA; Hauptarbeitsgebiete: Geschichte Chinas und seinerRandvölker in Zentralasien; 1974–1980 Vizepräsident der DeutschenForschungsgemeinschaft; 1980–1985 Präsident der Bayerischen Akademie derWissenschaften; Vorsitzender der Kommission für zentralasiatische Studien derBayerischen Akademie der Wissenschaften. Veröffentlichte: ›Geld undWirtschaft in China unter der Mongolen-Herrschaft‹, Leipzig 1949. ›Sinologie‹(Forschungsbericht), Bern 1953. ›Beiträge zur Kulturgeschichte Chinas unter derMongolen-Herrschaft‹, Wiesbaden 1956. ›Die goldene Truhe. ChinesischeNovellen aus zwei Jahrtausenden‹, München 1959 (mit W. Bauer). ZahlreicheAufsätze in Fachzeitschriften. 1953 Prix Stanislas Julien der Académie desinscriptions et belles-lettres.
Rolf Trauzettel,
 geb. 1930 in Leipzig; studierte an den Universitäten Leipzig und MünchenSinologie, Japanologie, Indologie und Philosophie; 1964 Dr. phil.; 1957–1961 imwissenschaftlichen Bibliothekdienst; 1965–1971 wiss. Assistent am OstasiatischenSeminar der Universität München; 1972–1975 Professor und Direktor desSinologischen Seminars der Universität Göttingen; 1975 bis zu seinerEmeritierung 1995 Direktor des Sinologischen Seminars der Universität Bonn.Veröffentlichte: ›Ts’ai Ching (1046–1126) als Typus des illegitimen Ministers‹,Bamberg 1964. Zahlreiche Aufsätze in Fachzeitschriften.
Transkription, Aussprache, Namen
 
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 Die hier verwendete Transkription des Chinesischen folgt der (namentlich in derwissenschaftlichen Literatur) am weitesten verbreiteten, der englischen, undzwar – nach amerikanischem Muster – unter Weglassung aller diakritischenZeichen. Als Grundregel gilt danach, daß die Vokale wie im Deutschen und dieKonsonanten wie im Englischen auszusprechen sind.Beachte:o = offenes o (wie in »Tor«)ou= geschlossenes o (wie in »Ofen«)e= offenes e (ähnlich wie »ä«)ei= geschlossenes e (wie in »Tee«)ai= wie im Deutschen (z.B. in »Mai«)erh= etwa wie »örl« zu sprechen, mitgerollter Zungenspitzeu nach tz und ss bezeichnet nur Stimmton, in allen an-deren Fällen wie im Deutschen zu sprechen.i und u vor folgendem Vokal sind halbvokalisch (z.B. Kuang sprich etwa wieKwang, lien sprichetwa wie ljen)p= stimmloser, bilabialer Verschlußlaut(wie im Deutschen)t= stimmloser, dentaler Verschlußlaut(wie im Deutschen)ch= stimmloser, palataler Verschlußlaut(ähnlich wie deutsch tsch)k= stimmloser, velarer Verschlußlaut(wie im Deutschen)m, n= stimmhafte Nasale (wie in »mir«, »nie«)l= stimmhafter Laterallaut (wie in »Liebe«)f= stimmloser, labio-dentaler Reibelaut(wie in »Farbe«)s (ss)= stimmloser, dentaler Reibelaut(wie in »Sonne«)hs= stimmloser, palataler Reibelaut(etwa wie ch in »ich«)h= stimmloser, velarer Reibelaut(ähnlich wie ch in »ach«)ts= stimmloser, dentaler Reibelaut(wie z in »Zug«)sh= stimmloser Retroflexlaut (ähnlich wiesch, aber mit zurückgebogener Zungezu sprechen)
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