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Fischer Weltgeschichte, Bd.23, Süd- und Mittelamerika II, Von der Unabhängigkeit bis zur Krise der Gegenwart

Fischer Weltgeschichte, Bd.23, Süd- und Mittelamerika II, Von der Unabhängigkeit bis zur Krise der Gegenwart

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Fischer Weltgeschichte, Bd.23, Süd- und Mittelamerika II, Von der Unabhängigkeit bis zur Krise der Gegenwart-Gustavo Beyhat-274p
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12/11/2013

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Fischer Weltgeschichte
 
Band 23
 
Süd- und Mittelamerika IIVon der Unabhängigkeitbis zur Krise der Gegenwart
 
Herausgegeben und verfaßt vonGustavo Beyhaut
 
Dieser Band ist der zweite der beiden Bände über Süd- und Mittelamerika im Rahmender 
Fischer Weltgeschichte.
Der Autor, Professor an der Universität Montevideo, ist gegenwärtig als Directeur d’Études Associé an der École Pratique des Hautes Études inParis tätig. Er schildert die Entwicklung der süd- und mittelamerikanischen Staaten vonihrer Entstehung zu Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. In Querschnittenwerden die entscheidenden Etappen der Geschichte Lateinamerikas in den letzten 160 Jahren vorgeführt. Der Verfasser bietet dem Leser keine Summe einzelner Nationalgeschichten, sondern arbeitet die großen, die lateinamerikanische Staatenweltverbindenden Linien der Politik, der Kultur, der Wirtschaft und des gesellschaftlichenLebens heraus. Von den Unabhängigkeitskriegen unter Simon Bolívar bis zu deninneramerikanischen Problemen der Staats- und Wirtschaftsführung in unseren Tagenreicht die Spannweite dieser modernen Geschichtsbetrachtung, die sich zur Erklärungdes historischen Prozesses vor allem sozialgeschichtlicher Methoden und Fragestellungenbedient. Der Band gibt Einblicke in die Entstehungsgeschichte der Krise, in der sich dieLänder Süd- und Mittelamerikas gegenwärtig befinden und von der die USA, dieSowjetunion und Europa gleichermaßen mitbetroffen sind.
 
Der Band ist in sich abgeschlossen und mit Abbildungen, Kartenskizzen und einemLiteraturverzeichnis ausgestattet. Ein Personen- und Sachregister erleichtert dem Leser die rasche Orientierung.
 
Der Verfasser dieses Bandes
 
Gustavo Beyhaut,
 geb. 1924 in San Carlos (Uruguay); studierte Rechts- und Geschichtswissenschaft;1947-1949 Gymnasiallehrer in Durazno (Uruguay); 1949-1952 Stipendiat in
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Frankreich: Studium der französischen Quellen für die vergleichende Geschichtedes zeitgenössischen Lateinamerikas; 1952 Professor für amerikanischeGeschichte am ›Instituto de Professores Artigas‹, später an der PhilosophischenFakultät der Universität Montevideo; 1958-1961 Lehr- und Forschungsaufträgean verschiedenen argentinischen Universitäten: an der VolkswirtschaftlichenFakultät der Universität Buenos Aires und an der Philosophischen Fakultät derUniversität Rosario, sowie Direktor des dortigen Historischen Instituts; seit 1964Directeur d’Études Associé an der École Pratique des Hautes Études in Paris.Prof. Beyhaut ist mittlerweile als Professor an der Sorbonne emeritiert. Erveröffentlichte 1959 ›Sociedad y cultura latinoamericana en la realidadinternacional‹ und ist Mitherausgeber des 1961 publizierten Buches ›lnmigracióny desarrollo en la Argentina‹. 1964 erschien in Buenos Aires ein Beitrag zu dervom Verfasser bevorzugten Sozialgeschichte unter dem Titel ›Raicescontemporaneas de America Latina‹.
Einleitung 
 Der vorliegende Band soll einen Gesamtüberblick über den tiefen Wandelvermitteln, der sich im Leben Lateinamerikas in den letzten 150 Jahren, also vonder Erringung der Unabhängigkeit bis in unsere Tage, vollzogen hat. Allerdingserweist sich der heutige Stand der historischen Erkenntnis als noch sounzulänglich, daß sich diesem Unterfangen ernste Schwierigkeiten in den Wegstellen.Die Durchsicht des in den Pariser Archiven über diesen Zeitabschnittvorhandenen Materials hat wohl letztlich dem Verfasser zu der Auffassungverholfen, daß viele Probleme der lateinamerikanischen Geschichte einegemeinsame Wurzel haben und daß daher eine vergleichende Untersuchung vonVorteil wäre.Eine neuere Geschichte Lateinamerikas darf keinesfalls eine Summe derGeschichte der einzelnen Staaten sein. Die Rolle des Staates als solchen war fürden Gang der Ereignisse in diesem Kontinent viel weniger bedeutend, als es dieder westeuropäischen Staaten in früheren Zeiten war.Die europäische Expansion und die Eroberung von Kolonien in aller Weltriefen Veränderungen höchst unterschiedlicher Art hervor. Zuweilen setzte einungeheurer Zustrom europäischer Siedler in fast unbewohnte Gebiete (wieAustralien und Nordamerika) ein. In einigen Ländern wie Indien und anderenGebieten Asiens dagegen errang eine verschwindend kleine Minderheit vonSiedlern die Herrschaft über alte Kulturvölker, ohne sich ihnen einzugliedern. Inanderen Fällen wiederum strömte eine beträchtliche Zahl von Kolonisten inbereits dicht besiedelte Gebiete, und es entstand ein Nebeneinander zweierverschiedener, durch eine Mauer von Vorurteilen getrennter Welten. Die Art derKolonisation bestimmte dann später auch die Weise, in der die verschiedenenGebiete die Fesseln der politischen Abhängigkeit von Europa abwarfen. DieEmanzipation Nordamerikas erscheint eindeutig als ein Willensakt der
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Kolonisten britischer Herkunft. In Indien dagegen gelangen mit derUnabhängigkeitserklärung die Kolonisierten zur Macht. Im Falle Algeriens setztsich nach langandauerndem Kampf und schließlich errungenem Sieg einekolonisierte Mehrheit endlich gegen eine kämpferische, heftigen Widerstandleistende Minderheit von Siedlern durch. Südafrika wiederum ist ein Beispieldafür, wie eine Minderheit von Siedlern sich weigert, den Kolonisiertenirgendwelche Rechte einzuräumen.Wo wäre nun Lateinamerika in diesem Bilde einzuordnen? Durch dieConquista wurde eine zahlenmäßig bedeutende eingeborene Bevölkerung (zuder noch die aus Afrika importierten Sklaven hinzukommen) derKolonialherrschaft unterworfen. Im Unterschied zu anderen Kolonialgebietendürfte aber Lateinamerika der Kontinent sein, auf dem die wenigsten Schrankenzwischen Siedlern und Kolonisierten errichtet wurden, wo sich dieVerschmelzung von Rassen und Kulturen im stärksten Ausmaß vollzog. DieUnabhängigkeitsbewegung war vorwiegend eine Sache der Siedler, denn dieLage der Indianer und Neger verschlimmert sich eher noch mit der Erlangungder Unabhängigkeit und während des ganzen 19. Jahrhunderts. Ein Wandel derDinge wird erstmals dadurch bedingt, daß an vielen militärischen Frontenweitere Kreise der Bevölkerung, und damit zahlreiche Mestizen und Angehörigeder unterworfenen Rassen, zur Hilfeleistung herangezogen werden müssen.Zwar hat es eine Zeit gegeben, in der Lateinamerika, je mehr es danach trachtete,sich zu europäisieren, unter dem Komplex seines kulturellen und völkischenHybridismus litt. Aber die Zeiten ändern sich, und die Entwicklung in anderenWeltgegenden ermutigt heute durchaus dazu, eine Untersuchung derlateinamerikanischen Gesellschaft gerade unter dem Blickwinkel derVerschmelzung von Rassen und Kulturen durchzuführen. In diesem Geisteentscheidet sich der Verfasser für eine historische Darstellung, die vom Üblichenstark abweichen wird. Es wird sich nicht so sehr um eine globale Darstellungvon geschichtlichen Vorgängen handeln, als vielmehr um eineBestandsaufnahme und jeweilige Analyse von Grundproblemen. Dem Leserwird weniger eine sauber getrennte Schilderung der Verhältnisse in jedemeinzelnen Land geboten; er sieht sich vielmehr in eine etwas vage Welt versetzt,in der ansonsten dem 19. Jahrhundert zugeschriebene Merkmale noch im 20. Jahrhundert Gültigkeit haben, oder in der eine anfänglich für Brasilienaufgezeigte Entwicklung möglicherweise mit der Geschichte der Ereignisse inKuba oder irgendeinem anderen Land fortgesetzt wird. Es mag sein, daß derVerfasser nicht über alle Daten, die er sich wünschen möchte, verfügt, umfestumrissene Perioden und Typen der geschichtlichen Entwicklungaufzustellen. Eines aber ist sicher: dieses asynchronistische Bild, in dem nationaleGrenzen nicht als gültige Faktoren für eine Aufgliederung und getrennteBetrachtung tiefgehender historischer Umwälzungen gelten, dieses Bildentspricht wirklichkeitsgetreu dem, was Lateinamerika war und heute ist.
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