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Fischer Weltgeschichte, Bd.26, Das Zeitalter der europäischen Revolution

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Fischer Weltgeschichte, Bd.26, Das Zeitalter der europäischen Revolution -L Bergeron-314p
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Fischer Weltgeschichte
 
Band 26
 
Das Zeitalter dereuropäischen Revolution
 
1780–1848
 
Herausgegeben und verfaßt vonLouis BergeronFrançois FuretReinhart Koselleck
 
 Als Signum der europäischen Geschichte in der Zeit zwischen 1780 und 1848 erscheintdie Revolution. Sie hatte viele Gesichter: primär politisches Ereignis war sie in den Jahren 1789 und 1792, 1820, 1830 und 1848; als Industrielle Revolution erschütterte sie jahrzehntelang England, dann nach und nach einen immer größeren Teil Europas; alstechnische, wissenschaftliche, geistige Umwälzung verwandelte sie unseren Kontinent ineinem ungeahnten Ausmaß. Aber ›die‹ Revolution im Sinne eines einheitlichen, zur  gleichen Zeit und in vergleichbarer Intensität ganz Europa erfassenden Vorgangs gab esnicht. Die Autoren sind sich dessen bewußt, und sie schenken den Phasenverschiebungenund Unterschieden in den einzelnen Revolutionsabläufen die nötige Beachtung. Ebensotragen sie der Tatsache Rechnung, daß das Zeitalter sein Gepräge auch von der GestaltNapoleons, auch vom Wirken der Reaktion erhielt.
 
Die drei Verfasser dieses Bandes haben sich durch ihre Publikationen als vorzüglicheKenner der hier behandelten Epoche ausgewiesen. Louis Bergeron (Centre National de laRecherche Scientifique, Paris) arbeitet den Sondercharakter der englischen Entwicklungheraus; zudem untersucht er das Verhältnis zwischen dem revolutionären, dannnapoleonischen Frankreich und dem übrigen Europa. François Furet (Ecole Pratique desHautes Etudes, Paris) gibt ein differenziertes Bild der Französischen Revolution vonihrem Aufkeimen in der Adelsrevolte der Jahre 1787/1788 bis zu dem Moment, in demNapoleon an ihre Spitze trat und sie für beendet erklärte. Reinhart Koselleck (UniversitätHeidelberg) beschreibt die kontinentaleuropäische Geschichte seit 1815, dem Jahr, in demder Wiener Kongreß Europa neu ordnete, bis hin zum Vorabend der Achtundvierziger Revolution. Sein besonderes Augenmerk gilt den Veränderungen in der agrarischen
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Grundverfassung, den erfolgreichen und den gescheiterten Verfassungsversuchen, der Herausbildung neuer sozialer Verhältnisse – dem Aufstieg der bürgerlichen Welt, der sich über den hier erörterten Zeitraum hinweg erstreckt und ›Das bürgerliche Zeitalter‹heraufführt. Ihm gilt der anschließende Band 27 der 
Fischer Weltgeschichte.
Der Band ist in sich abgeschlossen und mit Abbildungen, Kartenskizzen und einemLiteraturverzeichnis ausgestattet. Ein Personen- und Sachregister erleichtert dem Leser die Orientierung.
 
Die Verfasser dieses Bandes
 
Louis Bergeron,
 geb. 1929; Absolvent der École Normale Supérieure (1947); 1951 Agrégéd’Histoire, von 1953 bis 1961 im Schuldienst. Danach war Louis Bergeron Maître-assistant für Geschichte an der École Normale Supérieure (1961 bis 1966), dannChargé de recherche am Centre National de la Recherche Scientifique in Paris. Erveröffentlichte zwei Bände über ›Les Révolutions européennes et le partage dumonde (1715–1914)‹ (1968). Aus seiner Feder stammen die Einleitung und dieKapitel 1, 4, 5 und 6 des vorliegenden Bandes.
François Furet,
 (1927–1997); studierte Philosophie und Geschichte an der Sorbonne; 1954 Agrégéd’Histoire, von 1954 bis 1956 im Schuldienst. Von 1956 bis 1960 wirkte FrancisFuret als Attaché de recherche am Centre National de la Recherche Scientifique,danach als Chef de travaux, Maître-assistant und seit 1966 als Directeur d’Étudesan der École Pratique des Hautes Études (VIe Section, Wirtschafts- undSozialwissenschaften) in Paris. Er war Mitarbeiter der Wochenzeitschrift ›LeNouvel Observateur‹ und war an verschiedenen Enqueten der École Pratique desHautes Études beteiligt (›Le mouvement du profit en France au XIXe siècle‹,Paris 1965; ›Livre et société dans la France du XVIIIe siècle‹, Paris 1965). F. Furetveröffentlichte zusammen mit Denis Richet das zweibändige Werk ›LaRévolution‹ Paris 1965 und 1966 (deutsch Frankfurt am Main 1968). Die Kapitel 2und 3 dieses Bandes sind von ihm verfaßt.
Reinhart Koselleck,
 geb. 1923 in Görlitz; studierte in Heidelberg und Bristol Geschichte, Philosophie,Staatsrecht und Soziologie. 1954 Promotion. 1954 bis 1956 Lektor an derUniversität Bristol. 1956 bis 1960 Assistent am Historischen Seminar Heidelberg.1960 bis 1965 Mitarbeiter im Arbeitskreis für moderne Sozialgeschichte. 1965Habilitation. 1966/67 Professor für Politische Wissenschaften an der Ruhr-
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Universität Bochum, 1968–1973 Professor für neuere Geschichte an derUniversität in Heidelberg. 1974–1988 Professor für Theorie der Geschichte an derUniversität Bielefeld. Zahlreiche Auszeichnungen. Veröffentlichungen u.a.›Kritik und Krise. Eine Studie zur Pathogenese der bürgerlichen Welt‹ 1959;›Preußen zwischen Reform und Revolution. Allgemeines Landrecht, Verwaltungund soziale Bewegung 1791 bis 1848‹, 1967; Herausgabe der ›Hobbes-Forschungen‹, 1969 (zusammen mit Roman Schnur) und des ›Lexikons derpolitisch- sozialen Begriffe der Neuzeit‹ (zusammen mit Otto Brunner undWerner Conze); ›Historik, Sprache und Hermeneutik‹ (zusammen mit H.-G.Gadamer), 2000. Prof. Koselleck schrieb für diesen Band die Kapitel 7 bis 10.
Vorwort
 Die Gliederung des vorliegenden Bandes wurde von den Autoren gemeinsamentworfen, ohne daß sie die Ausarbeitung zusammen geleistet hätten.Gemeinsam ist auch die methodische Ausgangsposition – daß der Beginnunserer Neuzeit nur im mehrseitigen Zugriff hinreichend erfaßt werden kann:langfristige Strukturen und einzelne Ereigniszusammenhänge werdenabwechselnd thematisiert. Dem entspricht der Gang der Darstellung, der sichnicht an die strikte chronologische Abfolge hält.Da die europäische Geschichte dieser krisenreichen Jahrzehnte eine schnellgleitende Skala vieler Aspekte bietet, bedurfte es strenger Auswahl. EinzelneLänder wurden besonders berücksichtigt, andere auf ihre Vergleichbarkeit hinbefragt. Ferner wurde versucht, dort exemplarisch vorzugehen, wo der Blick aufdie Fülle anstehender Forschungsaufgaben freigegeben werden soll – vor allemim Bereich der Sozialgeschichte. Das führte dazu, daß die einzelnen Kapitel dieZüge persönlicher Handschrift und gelegentlich differierender Auffassungentragen. Die Verfasser erblicken darin keinen Nachteil, sondern den Vorzuggrößerer Unmittelbarkeit solcher Fragen, deren Beantwortung noch strittig ist.Einen besonderen Dank schulden die Verfasser Helga Keuck und Franz-JosefKeuck, die die deutsche Übersetzung überarbeitet haben und das Manuskript fürden Druck vorbereiteten. Schließlich danken sie Manfred Hahl für seine Hilfenbeim Lesen der Korrekturen.Die Herausgeber
Einleitung 
 Am Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts geriet Westeuropa inBewegung. Von der alten Ordnung, deren Elemente aus dem Mittelalter undzum Teil aus der Antike oder der Frühzeit stammten, hat sich das moderneEuropa durch eine Reihe von Brüchen gelöst. Solche Umwälzungen – man darfsie sicher als revolutionär bezeichnen – sind schwer zu datieren, da ihre Genese
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