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Fischer Weltgeschichte, Bd.28, Das Zeitalter des Imperialismus

Fischer Weltgeschichte, Bd.28, Das Zeitalter des Imperialismus

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Fischer Weltgeschichte, Bd.28, Das Zeitalter des Imperialismus-Wolfgang J Mommsen-339p
Fischer Weltgeschichte, Bd.28, Das Zeitalter des Imperialismus-Wolfgang J Mommsen-339p

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09/11/2013

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Fischer Weltgeschichte
 
Band 28
 
Das Zeitalter des Imperialismus
 
Herausgegeben und verfaßt von Wolfgang J. Mommsen
 
Der aus nationaler Selbstüberschätzung geborene Drang, Großmachtpolitik um jedenPreis zu treiben, ist das gemeinsame Merkmal der europäischen Mächte in der imperialistischen Ära, d.h. in der Zeit vom letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts biszum Ende des Ersten Weltkrieges. Hintergründe und historische Erscheinungsform desImperialismus sind Gegenstand dieses Bandes. Sein Verfasser, Professor Wolfgang J. Mommsen (Universität Düsseldorf), der sich vor allem mit seinen Arbeiten über MaxWeber einen Namen gemacht hat, verwirklicht hier eine neue Kombination vonsozialgeschichtlicher und politikgeschichtlicher Betrachtungsweise. Im ersten Teil seinesBuches führt er die entscheidenden politischen Ideologien, ihre Entwicklung und ihre praktisch-politischen Auswirkungen vor. Seine Aufmerksamkeit gilt sodann den gesellschaftlichen Wandlungen, die sich als Folge der Industrialisierung einstellten, undden damit zusammenhängenden Sozialproblemen. Im zweiten Teil analysiert Mommsendie Struktur der europäischen Staaten der Vorkriegszeit. Er läßt dabei – im Gegensatz zuder für diesen Zeitraum herkömmlichen Betrachtungsweise, die den Akzent ganz auf die Außenpolitik legt – innere und äußere Politik der einzelnen Staaten in ihrer Verzahnungsichtbar werden. Eingehend wird der Wettkampf der europäischen Mächte um dieKolonien – ein Hauptaspekt des Imperialismus – geschildert. Die Wandlung desnationalen Gedankens wird deutlich: seiner ursprünglichen idealen Zielsetzung, seineshumanen Charakters entkleidet, verbindet er sich mit der Machtidee. So wird die Akkumulierung neuer, unheilvoller politischer und militärischer Energien möglich,deren Freisetzung Europa schließlich in den Ersten Weltkrieg und damit an den Randdes Zusammenbruchs führte. Den Ursachen und dem Verlauf des Krieges, der in seiner Folge auftretenden Revolution in Rußland, seinem Ende schließlich, das zugleich denUntergang des alten Europa bedeutete, gilt der letzte Teil dieses Buches.
 
Der Band ist in sich abgeschlossen und mit Abbildungen, Kartenskizzen und miteinem Literaturverzeichnis ausgestattet. Ein Personen- und Sachregister erleichtert demLeser die Orientierung.
 
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Der Verfasser dieses Bandes
 
 Wolfgang J. Mommsen,
 geb. 1930 in Marburg an der Lahn; studierte an den Universitäten Marburg undKöln Geschichte, Philosophie, Politische Wissenschaften und Kunstgeschichte.1958 Promotion zum Dr. phil. 1958/1959 Forschungsaufenthalt als BritishCouncil Scholar in Leeds und London. 1961 Visiting Assistant Professor an derCornell University, Ithaca, N.Y., USA. 1959 bis 1966 Wissenschaftlicher Assistentam Historischen Seminar der Universität Köln. 1967 Privatdozent für Mittlereund Neuere Geschichte an der Universität Köln. Seit Juni 1968 ord. Professor fürMittlere und Neuere Geschichte an der Universität Düsseldorf. Zwischen 1968und 1976 zahlreiche Forschungs- und Lehraufenthalte in England und den USA.Von 1977 bis 1985 Direktor des Deutschen Historischen Instituts in London. Seit1985 wieder in Düsseldorf. 1995 emeritiert, lebt er seit 1997 in Berlin.Er war Generalsekretär der Kommission für die Geschichte derGeschichtsschreibung, von 1988 bis 1992 war er Präsident des DeutschenHistoriker-Verbandes.Wichtigste Veröffentlichungen: ›Max Weber und die deutsche Politik 1890–1920‹, Tübingen 1959,1974; ›Ägypten und der europäische Imperialismus; derAufstieg der ägyptischen nationalen Bewegung‹, München 1961; ›DieGeschichtswissenschaft jenseits des Historismus‹, Düsseldorf 1971,1972; ›TheAge of Bureaucracy. Perspectives on the Political Sociology of Max Weber‹,Oxford 1974; ›Max Weber. Gesellschaft, Politik und Geschichte‹, Frankfurt 1974;›Imperialismustheorien. Ein Überblick über die neuerenImperialismusinterpretationen‹, Göttingen 1977. Der Verfasser istMitherausgeber von »Geschichte und Gesellschaft, Zeitschrift für historischeSozialwissenschaft«, Göttingen 1975ff, und der Max-Weber-Edition. Herausgebervon »Der moderne Imperialismus«, Stuttgart u.a. 1971; Mitarbeiter zahlreicherdeutscher und internationaler wissenschaftlicher Zeitschriften.Im S. Fischer Verlag ist erschienen: ›1848 – Die ungewollte Revolution. Dierevolutionären Bewegungen in Europa 1830–1849‹; 1998; im Fischer TaschenbuchVerlag sind erschienen: ›Das Ende der Kolonialreiche. Dekolonisation und diePolitik der Großmächte‹ (Hg.; 1990; Bd. 4439, vergr.) und ›Der autoritäreNationalstaat. Verfassung, Gesellschaft und Kultur im deutschen Kaiserreich‹(1990; 21992; Bd. 10525).
Vorwort
 Dieser Band behandelt eine Periode der Geschichte Europas, in der Höhen undTiefen der Entwicklung dicht beieinander liegen. In den Jahren zwischen 1885und 1914 stand Europa auf dem Höhepunkt seiner politischen, wirtschaftlichen,kulturellen und zivilisatorischen Vorrangstellung in der Welt. Derimperialistische Wettlauf der großen europäischen Völker um den Erwerb der
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letzten noch ›freien‹ Territorien auf dem Erdball fiel zusammen mit eineraußerordentlichen Ausweitung des europäischen Einflusses. In denHauptstädten Europas, zu dem man damals das zaristische Rußland nochhinzuzählen mußte, wurden die großen weltpolitischen Entscheidungengetroffen, während sich die Vereinigten Staaten vorerst im Hintergrund hielten.Auch wirtschaftlich hatte Europa vor 1914 noch unbestritten die Führung inne,wenngleich die Vereinigten Staaten dieselbe bald an sich rissen. Der ErsteWeltkrieg führte dann abrupt zum Zusammenbruch der VormachtstellungEuropas in der Welt und zog den Aufstieg der großen Flügelmächte, der USAund der UdSSR, nach sich. Insofern spiegeln sich in der Geschichte jenesZeitraumes Größe und Elend des alten ›heilen‹ Europa, von dem die ältereGeneration zuweilen noch voll wehmütiger Gefühle erzählt.Doch die weltpolitische Rolle Europas ist nicht das zentrale Thema diesesBandes, zumal die Geschichte der großen Kolonialreiche im Rahmen der FischerWeltgeschichte in einem selbständigen Bande behandelt wird. Dieimperialistische Politik der europäischen Mächte, oder, wie man seinerzeit inDeutschland zu sagen pflegte, die ›Weltpolitik‹ bildet zwar einen wesentlichenBestandteil der vorliegenden Darstellung, wie denn auch an der seit HeinrichFriedjung geläufigen Bezeichnung der Epoche als ›Zeitalter des Imperialismus‹festgehalten ist. Aber in erster Linie soll die innere Geschichte Europas selbst, mitallen ihren Wechselfällen und Konflikten, zur Anschauung gebracht werden, umso mehr, als sich die weltpolitische Aktivität der europäischen Großmächte in jener Periode gutenteils aus deren inneren Verhältnissen heraus erklären läßt.In einem ersten Teil werden die übergreifenden Kräfte beschrieben, die denRahmen für die politischen Ereignisse im engeren Sinne gesetzt haben. Nebendie Entwicklung der politischen Ideologien treten gleichberechtigt diewirtschaftliche Entwicklung und die Entwicklung der gesellschaftlichenStrukturen. Der Prozeß der fortschreitenden Industrialisierung der europäischenVolkswirtschaften veränderte die politischen und gesellschaftlichen VerhältnisseEuropas in grundlegender Weise. Im Zusammenhang der Darstellung dieserVorgänge ist den Phasenverschiebungen der industriellen Entwicklung in deneinzelnen europäischen Ländern und Regionen, soweit möglich, besondereAufmerksamkeit zugewandt worden, da aus den Differenzen imEntwicklungsgrad der einzelnen Volkswirtschaften vielfach grundlegendepolitische Gegensätze entstanden sind. In dem diesen Fragen gewidmetenKapitel und in dem darauffolgenden Kapitel über den Wandel dergesellschaftlichen Strukturen und die sozialen Probleme ist der Versuchgemacht, die politischen Ereignisse sozialgeschichtlich zu untermauern.Allerdings fehlen auf diesem Gebiet heute noch auf weiten Strecken zureichendeVorarbeiten, vor allem aber zusammenfassende Untersuchungen, die nicht nureinzelne Länder oder Regionen, sondern Europa als Ganzes ins Auge fassen.Hinsichtlich des statistischen Materials liegen die Dinge besonders im argen.Insofern beanspruchen diese Kapitel nicht mehr zu sein als eine Skizzierung der
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