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intuitivLEBEN Magazin | 2010_08 | Loslassen, um sich zu spüren

intuitivLEBEN Magazin | 2010_08 | Loslassen, um sich zu spüren

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Published by: akademie bios® verlag on Feb 01, 2013
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02/01/2013

 
Intuitiv 
 
leben –
 August 2010
1
Liebe Freunde,
Zentrales Thema dieser Ausgabe des Magazins “intuitiv leben” ist das Loslassen und Platz fürs Neue im Leben schaffen. Wir wünschen euch viel Kraft und einen positiven Start in einen kraftvollen undüberraschungsreichen Herbst.Viel Freude beim Entdecken Eures inneren Lichtes!Alles Liebe
Ernestina 
 Das Bedürfnis etwas loszulassen entsteht, wenn wirspüren, dass wir uns verändern wollen, dass in unse-rem Leben belastende Aspekte sind, die uns blockieren. Wenn wir spüren, es wäre an der Zeit, Platz zu schaffenfür Neues, und es wäre dafür notwendig, alte Gefühle, Emotionen, Muster, Menschen, Orte oder auch Ereig-nisse loszulassen. Das Gefühl loszulassenund die Wahrnehmung,dass wir etwas loslassen wollen, tauchen auf, wenn es uns nicht gutgeht. Dies äußert sichdurch einen seelischen
Loslassen,
 
um
 
sich
 
zu
 
spüren
Ausgabe 5 | August 2010
 
Impressum:Akademie Bios Bergmanngasse 46/1/28010 Graz Dr. Ernestina Sabrina und Mag. Clemens Mazza
Das Loslassen ist in erster Linie ein Prozess, den wir nicht aktiv in-itiieren können. Wir können die Absicht äußern, dass wir loslassenmöchten, und können darau vertrauen, dass wir – sollten wir esuns wünschen – die Unterstützung bekommen, dass es auch passiert.
Schmerz oder durchGefühle wie „Ich kannnicht mehr, ich kannnur mehr funktionie-ren, ich spüre meine Lebensfreude nichtmehr“ oder sogar „Ichhabe meine Lebens-freude verloren“. Diessind oft die Vorausset-zungen oder Schritte,die zum Wunsch füh-ren: „Ich möchte los-lassen!“
 
Intuitiv 
 
leben –
 August 2010
2
 Das Loslassen steht zumeist nach einer Zeit, in der unter-schiedliche Gefühle durchlebt werden, an. Sie ist gekop-pelt an die Belastbarkeit eines Menschen: Nach einer Zeitdes seelischen Druckes – für manche nach Jahren, nach Monaten, für manche auch schon nach Tagen – „kippt“irgendwann das bisherige Leben, und dieses Gefühl „Ichkann nicht mehr“ bewegt uns dazu, bewusst zu sein undloszulassen.Grundsätzlich entstehen drei Gefühle, die uns in diesem Prozess des Loslassens begleiten:
Wut –
 
über das, was mir passiert ist, oderdass es so weit gekommen ist, oderdarüber, dass das Leben ungerecht ist;
Ohnmacht –
 
indem wir uns als Op-fer der Situation oderanderer Menschen, als Opfer des Systems oder des Lebensüberhaupt empnden und nicht das Gefühl haben, es seiin uns die Kraft vorhanden, eine konstruktive Verände-rung zu bewirken;
Verzweifung
 
 
ein Gefühl,das oft das Loslassen begleitet und mir vermittelt, ich könne mirnicht helfen, niemand habe Lösungen für mich; Verzweif-lung kann auch ein Gefühl der Ohnmacht bewirken, dannfühlt es sich an wie ein innerer Tod, als ob ein innerer Teil von mir sterben würde.
Loslassen bedeutet auch die Bereitschat, Abschied zu nehmen
 Das Loslassen ist ein Prozess, den wir nur initiieren unduns wünschen, aber nicht bestimmen können. Es ist ein Reinigungsprozess, der Zeit braucht. Die Zeit richtet sichnach dem, wie wir gemacht sind, und nach den Erfah-rungen in unserem Leben. Das Loslassenpassiert, wenn die Zeitdafür reif ist. Wir kön-nen einen fruchtbaren Boden vorbereiten,aber wir können nichtentscheiden, dass wir jetzt loslassen wollenund es sogleich pas-siert.
Schritte zum Loslassen
 Der erste Schritt zum Loslassen ist zunächst einmal die Wahrnehmung des Gefühls „Es kann mir nichts passie-ren!“. Dieser erste Schritt bedeutet zugleich, dass ich mirbewusst mache, das Leben ist Veränderung, das Leben istim Fluss, und die einzige Möglichkeit, die ich jetzt habe,ist, zu akzeptieren, was mit mir äußerlich und innerlichgeschieht. Ich entscheide nicht über das Leben „im Au-ßen“, weil viele Bereiche des Lebens nicht steuerbar sind.Aber ich entscheide, wie ich auf die Ereignisse des Lebensreagiere. Wir sind diejenigen, die entscheiden, ob wir die Lektionen des Lebens annehmen, die durch schmerzhafteund negative Erfahrungen entstehen, und daraus lernenkönnen, oder ob wir das nicht tun. Das Loslassen und das Entwickeln des Gefühls „Es kann mir nichts passieren!“bilden die Grundlage, um eine gute Intuition zu habenund den Fluss der Intuition im Alltag zu erzeugen. Das Loslassen ist ein Prozess, der entsteht, wenn wir dieinnere Absicht dazu haben, und er vollzieht sich, wenn wir durch diese drei Gefühle hindurchgehen: Angst, Wutund Ohnmacht. Loslassen beruht aber auch auf demGefühl, dass ich Kraft habe, mit Eigenverantwortung zuhandeln: Ich selbst habe die Möglichkeit, die Situation zuändern. Für den Prozess des Loslassens ist es wichtig, die-se innere Entscheidung zu treffen. Sie bewegt in uns diephysische Kraft, weg von der negativen Perspektive undder Opferrolle hin zu einer konstruktiven Kraft zu gehen. Durch diese Kraft geschieht etwas, das für mich gesundist, ich bekomme Hilfe von außen, in meinem Umfeldpassieren Synchronizitäten, die mich unterstützen (siehe„Synchronizitätslehre“ in Kapitel 15).
 
Intuitiv 
 
leben –
 August 2010
3
1 
 Ein erster Schritt
ist, dass ich darauf ver-traue, dass mir durch das Loslassen nichts pas-sieren kann. Das Leben ist dynamisch und aktivund ich kann es leben. Es gibt keine andere Variante. Esliegt an uns, ob wir diese Lektion, die mit dieser Situati-on verbunden ist, annehmen.
Grundlage des ersten Schrittes ist Vertrauen.
 
 Das beginnt, wenn ich mich geborgen fühle und das Ge-fühl habe, dass mir nichts passieren kann. Das Loslassenist immer wie ein kleiner Tod. Ein Teil von mir stirbt. Wirhaben Angst vor dem Tod, weil wir nicht wissen, wasdanach ist. Wir können etwas vermuten, aber wir wissenes nicht. Dabei ist der Tod die einzige Sicherheit im Le-ben – das weiß jeder Mensch und alle schieben es weg. Das Loslassen ist wie ein innerer kleiner Tod und ver-langt Vertrauen, dass durch dieses Loslassen auch eineGeburt entsteht. Loslassen ist gleichzeitig Tod und Ge-burt, wie der Tod eine Geburt ins Licht ist. Am Ende des Jahres beginnt gleich ein neues.
 Wir sind in einemSystem, wo das Ende zugleich einen neuenAnang bedeutet. Wenn ich etwas loslasse, kommt etwas Neues.
Sehr oft zwingt uns das Leben dazu, uns mit dem Pro-zess des Loslassens zu beschäftigen, weil es zur Naturdes Lebens gehört: Sich lösen, damit etwas Neues ent-stehen kann. Das Leben ist dynamisch, es ist ein Aben-teuer, es ist ein Spiel.
2 
 Der zweite Schritt
in dem Prozess des Los-lassens ist Ehrlichkeit zu sich selbst und die Ab-sicht zu äußern, dass ich bereit bin, loslassen.Indem ich die Absicht zum Loslassen äußere, ist es fürmich möglich, meine Kraft zu spüren und die Span-nung zu lösen. Die Spannung entsteht, wenn ich da-gegen kämpfe. Wenn ich gegen etwas ankämpfe, wirdes immer nur größer und bedrohlicher und zieht meinegesamte Aufmerksamkeit auf sich. Wenn ich hingegenakzeptiere, dass es nun einmal da ist, und ich darauf  vertraue, dass es mit der Zeit wieder weggeht, kann diefrei gewordene Energie in eine andere Richtung gehenund ich kann freier werden. Dies beginnt mit dem Ge-danken:
„Ich bin bereit, loszulassen, ich lassees zu, dass das Leben so ist, wie es jetzt ist.“
 Ich umarme mein Leben bildlich. Das Wunder dieser Ak-zeptanz ist, dass beim Freiwerden der Energie plötzlichdas Gefühl kommt, dass ich die Kraft habe, die Dinge zuändern, und ich keine Angst mehr habe. Ich bin in der Lage, die Dinge zu ändern. Daraus ergibt sich das Gefühl,im Hier und Jetzt zu leben.
3 
 Der dritte Schritt
zum Loslassen ist die Be-reitschaft zu erkennen, dass ich die Kraft habe,mein Leben zu ändern, und dass meine inneren Entscheidungen die Umstände meines Lebens beeinus-sen. Dies ist eng verbunden mit dem Gefühl, im Augen-blick zu sein und im Augenblick zu leben. Zwei wesentli-che Aspekte bzw. Gefühle muss ich zulassen:
den Mutund die Bereitschat zur Veränderung.
Grundlegend dabei ist, dass ich aus der Position des Op-fers in die der Kraft komme. Sehr oft haben wir Angst vordem Ausgeliefertsein, d. h. Angst davor, dass wir ohn-mächtig sind und nichts tun können, dass wir nicht be-stimmen können, wie der Prozess verläuft. Dieser dritte Schritt des Loslassens bedeutet auch, dieAngst anzuschauen. Warum habe ich Angst davor, loszu-lassen? Es ist die Angst, ausgeliefert zu sein, aber auchdie Angst vor Neuem. Was kann passieren? Mit dem Los-lassen ist auch Verlustangst verbunden. Wenn ich in mir spüre, dass mir eigentlich nichts pas-sieren kann, da diese Angst im Grunde in mir ist undnicht im Außen, also in meinen Gedanken, und wenn ichbeginne, diese Situation zu akzeptieren, wie sie ist, kannich innerlich durchatmen.
 Wenn ich das Leben sozulassen kann, wie es ist, heißt das, dass ichzu meiner Krat stehe.
Das Zulassen der Lebensum-stände erlaubt mir, aus der Opferrolle zu gehen und zufühlen, dass ich kraftvoll bin. Das Leben ist dynamisch, vielfältig, überraschend und lässt sich nicht programmie-ren oder bestimmen, aber ich entscheide, wie ich darauf reagiere.
Je fexibler mein mentales Weltbild ist,umso besser kann ich die Realität schaen,die im Einklang mit meinem Sein ist.
 Man liest und hört des Öfteren: „Wünsch dir was undes passiert. In dir ist die Kraft, du kannst alles schaffen vom Ferrari bis zur Villa in Malibu.“ Alles hat einen spi-rituellen Hintergrund. Es gibt für jeden von uns einenGrund, warum er so ist, wie er ist. Wenn wir mit dieser

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