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Loens, Hermann - Der Wehrwolf (1910, 251 S., Scan-Text)

Loens, Hermann - Der Wehrwolf (1910, 251 S., Scan-Text)

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1945 Historical Continuum Collection:
http://www.scribd.com/collections/4105385/Historical-Continuum-Coll-Banned-German-Volk-and-NS-litterature-1945
In 1945 the victorious powers confiscated and destroyed around 34.000 German booktitles from libraries, bookshops and private homes. Now more that 60 years later a selection of these many thousands of volumes are made available for researchers and laymen who wish to understand the foundations of NS-ideology from the primary sources.
List of all 34 thousand banned booktitles available here
http://www.scribd.com/doc/122575327/Zensur-in-der-BRD-34-tausend-verbotetene-Buecher
1945 Historical Continuum Collection:
http://www.scribd.com/collections/4105385/Historical-Continuum-Coll-Banned-German-Volk-and-NS-litterature-1945
In 1945 the victorious powers confiscated and destroyed around 34.000 German booktitles from libraries, bookshops and private homes. Now more that 60 years later a selection of these many thousands of volumes are made available for researchers and laymen who wish to understand the foundations of NS-ideology from the primary sources.
List of all 34 thousand banned booktitles available here
http://www.scribd.com/doc/122575327/Zensur-in-der-BRD-34-tausend-verbotetene-Buecher

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10/27/2013

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Die Haidbauern
Im
Anfange war
es
wüst und leer in der Haide. DerAdler führte über Tage das große Wort, und bei Nachthotte
es
der
Uhu;
Bärund Wolf waren Herren
im
Landelind hatten Macht über jegliches Getier.
Kein
Mensch wehrte es ihnen, denn die paarnrmseligen Wilden, die dort vom Jagen und Fischenll'bten, waren froh, wenn sie das Leben hatten
und
gingen den Untieren liebendgern aus der Kehr.
Da
kamen eines Abends andere Menschen zugereist,die blanke Gesichter
und
gelbes Haar hatten; mit Pferdund Wagen, Kind und Kegel kamen sie an, und
mit
Hunden
und
Federvieh.
Es
gefiel ihnen
gut
in der Haide, denn sie kamendaher, wo das
Eis
noch bis in den Mai auf den Pümpenstand und
im
Oktober schon wieder Schnee fiel.Ein jeder suchte sich einen Platz und baute sichdarauf ein breites Haus mit spitzem Dach, das mit Reetund Plaggen gedeckt war und am Giebel ein paar buntePferdeköpfe aus Holz aufwies.Jeglicher Hof lag für sich. Ganz zu hinterst in derHaide wohnte Reineke; sein Nachbar war Hingst; aufihn folgte Marten, darauf Hennig, hinterher Hors,
und
dann Bock und Bolle
und Otte und
Katz und Duw undSpecht und Petz
und
Ul und wie sie alle hießen,
und
zuletzt WuH, ein langer Mann
mit
lustigen Augen undeiner hellen Stimme, der sich da angebaut hatte, wo dasBruch anfing.
 
 
6
Der Wulfshof hatte das beste Weideland von allenHöfen, aber der Bauer hatte auch am meisten
mit
denWölfen und Bären zu
tun
und mit
den schwarzbraunenLeuten, die hinten im Bruche lebten. Doch das war ihmgerade recht und seinen Jungen nicht minder; je bunteres herging,
um
so
lieber war es ihnen, und so wurden esKerle wie die Bäume,
mit
Händen wie Bärenpfoten ;aber dennoch konnte sie ein jeder gern leiden, dieweilsie so grall in die Welt sahen und allewege lachten.Das kam ihnen und ihren Kindern
und
Kindes-kindern auch gut zupasse, und es ging zuzeitenwild genug her in der Haide; fremde Völker zogendurch,
und
die Haidbauern
mußten
mächtig aufpas-sen, daß sie nicht umgerannt wurden. Aber
es
waren ihrer von Jahrhundert zu Jahrhundert inÖdringen, wie das Dorf hieß, immer
mehr
gewor-den; sie hielten stand, schmissen die Feinde zurückoder bargen die Weibsleute, die Kinder und dasVieh in der Wallburg im Bruche und setzten denFremden durch überfallen und Ablauern solangezu, bis sie sich wieder dünne machten.Die Männer vom Wulfshofe waren dabei immervorneweg. Manch einer von ihnen blieb
mit
einemPfeile
im
Halse oder einem Speere in der Brust dabeiliegen, aber es blieb immer noch einer übrig, der denNamen am Leben hielt.Mittlerweile nahmen sie immer mehr Land unterden Pflug und machten das Bruch zu Wiesenland undWeide; zehn Gebäude zählte der Hof, der wie eine Burghinter Wall und Graben in seinem Eichbusche lag, und

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