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Hofmann Et Al (1958) Psilocybin Ein Psychotroper Wirkstoff Aus Dem Mexikanischen Rauschpilz Psilocybe Mexicana Heim (Separatum EXPERIENTIA Vol XIV-3 p 107)

Hofmann Et Al (1958) Psilocybin Ein Psychotroper Wirkstoff Aus Dem Mexikanischen Rauschpilz Psilocybe Mexicana Heim (Separatum EXPERIENTIA Vol XIV-3 p 107)

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02/09/2013

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Separatum
EXPERIENTIA
BIRKHÄUSERVERLAG, BASEL,
SCHWEIZ
Vol.
XIV/3,
1958 - pag. 107
Psilocybin, ein psychotroper Wirkstoffaus dem mexikanischen Rauschpilz
Psilocybe mexicana
Heim
Die Geschichtedermexikanischen Rauschpilze, welchevon den eingeborenen Indianern schoninvorkolumbani-scher Zeit bei rituellen Zeremonien und von Wahrsagernzur Erlangung hellseherischer Fähigkeiten eingenommenwurden und auch heute noch zu den gleichen Zweckenverwendet werden, bildetGegenstandeiner früherenPublikation des einen von uns
1
. Das Ehepaar
WASSON
hatauf mehreren Expeditionen in die abgelegenen GebieteMexikos in denJahren1953 bis 1955 den heutigen GebrauchdieserPilze studiert und die bei solchen Zeremonien miterlebten halluzinatorischen Zustände eingehendbeschrieben
2
. Verschiedene damals gesammelte Pilze,sowiereichliches Pilzmaterial, das der einevonuns anläss lich einer Expedition im Juli/August 1956 zusammen mitR.G.
WASSON
in die Territorien der Mazateken, Chatinosund Azteken gesammelt hat, erlaubtendieBestimmungund Charakterisierung der wichtigsten, meist neuen Arten dieser Rauschpilze,welcheden Gattungen
Psilocybe
(mindestens 6 Arten),
Strophana
(1 Art) und
Conocybe
(1Art) angehören
3
.Es gelang, von einigen dieser Pilzarten im LaboratoriumKulturen anzulegen.Voneiner Spezies, nämlich von
Psilocybe mexicana
Heim(sieheAbb.1),Hessen sich
1
R.
HEIM,
C.R.
Acad.
Sci.
242,
965 (1956).
2
VALENTINA
P. WASSON und R. G.
WASSON,
Mushrooms,
Russin
and
History
(Pantheon
Books, New
York
1957).
3
R.
HEIM,
C. R.
Acad.
Sci.
242,
1389 (1956);
244,
695 (1957);
Revue
de
Mycologie
22,
20, 36 (1957).
 
grössere Mengen wirksamer Fruchtkörper züchten
4
. Ferner konnten Kulturbedingungen gefunden werden, unterdenen diese Spezies
in vitro
Sklerotien bildet, die, wieSelbstversuche zeigten, gleichfalls psychotrop wirksamwaren. Die Gewinnung von Sklerotien, welche rationellerzu grösseren Mengen von aktivem Ausgangsmaterialführt, wird andernorts eingehender beschrieben
5
.Sowohl aus den Fruchtkörpern, als auch aus den Sklerotien von
Psilocybe mexicana
Heim Hess sich das gleichewirksame Prinzip auf die nachstehend beschriebeneWeise isolieren, wobei alle Fraktionen durch Selbstversuche getestet wurden.
4
R.
HEIM
und R.
CAILLEUX,
C. R. Acad. Sei.
244,
3109 (1957);
245,
597, 1761 (1957).
5
R. HEIM, A. BRACK, H. KOBEL, A. HOFMANN und R. CAILLEUX,
C. R. Acad. Sci.
240,
S. 1340 (3. rz 1958).
 
Der Methanolextrakt des sorgfältig getrockneten,feinstpulverisierten Pilzmaterials wurde zur Entfernungvon unwirksamen Begleitstoffen nacheinander mit Petrol-äther, Chloroform und Chloroform/Alkohol behandelt.Aus dem verbleibenden Rückstand trennte man weitereBallaststoffe durch Lösen in wenig Wasser und Fällen mitabsolutem Alkohol ab. Der Eindampfrückstand des Fil-trates wurde an einer Zellulosesäule unter Verwendungvon wassergesättigtem Butanol nach dem
Durchlauf-
verfahren chromatographiert. Nach einem dunkelgefärbten, inaktiven Vorlauf erschienen Fraktionen, die mitKeller-Reagens (eisenchloridhaltiger Eisessig + konzentrierte Schwefelsäure) eine blaue bis violette Farbreaktion gaben. Diese wurden vereinigt und erneuteinersorgfältigen Chromatographischen Analyse an Zellulosepulvermit wassergesättigtem Butanol unterworfen. Dabei liessensich zwei getrennte Zonen mit positiver Keller-Reaktionunterscheiden, eine rascher wandernde, mengenmässiggeringe Zone, die eine blaue Färbung gab, sowie einezweite, durch eine violette Farbreaktion gekennzeichneteHauptzone.Die Hauptzone lieferte ein amorphes, in Wasser spielend lösliches, noch halogenhaltiges, hochaktives Pulver.Nach der Behandlung der wässerigen Lösung mit Silberkarbonat und Entsilbern des Filtrates mit Schwefelwasserstoff kristallisierte der
Wirkstoff,
den wir
Psilo-cybin
genannt haben, aus der konzentrierten wässerigenLösung in feinen weissen Nadeln. Ausbeute: zum Beispielausgetrockneten Fruchtkörpern 0,4%. Nach einmaligemUmkristallisieren aus Wasser, in dem sich der Wirkstoffin 20 Teilen bei Siedehitze löst, oder aus 120 Teilen heis-sem Methanol, aus dem sich das
Psilocybin
in farblosenPrismen abscheidet, ist die Verbindung analysenrein. Inorganischen Lösungsmitteln wie Aethanol, Chloroformoder Benzol ist
Psilocybin
praktisch unlöslich. Der Wirkstoff besitzt amphoteren Charakter. Die wässerig-alkoholische sung zeigt ein pH = 5,2. In wässerigen Säurenoder Laugen ist
Psilocybin
spielend löslich. In der evakuierten Kapillare schmilzt die HV.-trockene Substanzunscharf zwischen 185-195° (korr.)
a
2D
°
-
0,02°)(c = 0,5 in 50prozentigem Methanol, 2-dm-Rohr). Für dieAnalyse wurde im Hochvakuum bei 100° getrocknet, wobei das Wasser-Kristallisat 25,4%, das Methanol-Kristalli-sat 10,4% Gewichtsverlust zeigten.

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