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13 01 31 P16 Szenarienpapier E-Plus Stellungnahme Final

13 01 31 P16 Szenarienpapier E-Plus Stellungnahme Final

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02/11/2013

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Anhörung der Präsidentenkammer der BundesnetzagenturSzenarien zur künftigen Bereitstellung von Frequenzenin den Bereichen 900 MHz und 1800 MHz und in weiteren Frequenzbereichen(Szenarienpapier Projekt 2016) – BK1-11/003Stellungnahme der E-Plus GruppeExecutive Summary
Die Bundesnetzagentur hat in ihrem Szenarienpapier vom 09.11.2012 vier Szenarien zurFortführung des Verfahrens zur zukünftigen Bereitstellung von Frequenzen in denBereichen 900 / 1800 MHz skizziert. Dabei wird auch eine Ausdehnung diesesVerfahrens auf weitere Frequenzbereiche diskutiert. Mehrfach betont dieBundesnetzagentur dabei die Bedeutung einer rechtssicheren Entscheidung.Zur Frequenzregulierung gibt es mittlerweile eine Reihe relevanter höchstgerichtlicherEntscheidungen, von denen einige erst im Dezember 2012 und damit nachVeröffentlichung des Szenarienpapiers publiziert worden sind.Vor diesem Hintergrund hat Professor Dr. Thomas Fetzer im Auftrag der E-PlusMobilfunk GmbH & Co. KG (E-Plus) eine „Gutachterliche Stellungnahme zumSzenarienpapier Projekt 2016 der Bundesnetzagentur vom 9.11.2012“ erstellt, in derauch die neueste Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zufrequenzregulatorischen Fragen berücksichtigt wird.Das Gutachten ist dieser Stellungnahme beigefügt.Der Schwerpunkt der Begutachtung liegt dabei auf der Fragestellung, welcheAnforderungen an die Feststellung eines Bedarfsüberhangs im Sinne des § 55 Abs.10 S.1Alt.1 TKG durch die Bundesnetzagentur gelten, der Voraussetzung für die Befugnis derBehörde zur Durchführung eines Vergabeverfahrens nach § 61 TKG ist. Professor Fetzerbeleuchtet dabei nicht nur die Vorgaben des Telekommunikationsgesetzes, sondernauch verfassungsrechtliche und europarechtliche Vorgaben.Die Kernbotschaft des Gutachtens lässt sich aus Sicht von E-Plus dahingehendzusammen fassen, dass eine Knappheitsfeststellung nach § 55 Abs.10 1.Alt. TKG nurdann erfolgen kann, wenn die Summe der im - bis zum Januar 2012 durchgeführtenBedarfsermittlungsverfahren - formell dargelegten qualifizierten
 
Bedarfsanmeldungendas verfügbare Spektrum übersteigt.Ihre Entscheidung unterliegt dabei der vollen gerichtlichen Kontrolle.In dieser Stellungnahme wird aufgezeigt, dass nicht davon ausgegangen werden kann,dass die verfahrensgegenständlichen 900 / 1800 MHz-Frequenzen knapp sind.Daher haben die bisherigen Nutzungsinhaber Deutsche Telekom, Vodafone, E-Plus undTelefónica Deutschland einen Anspruch auf Verlängerung ihrer 900 / 1800 MHz-Nutzungsrechte im Wege der Einzelzuteilung.
 
 
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Ferner wird aufgezeigt, dass auch sämtliche relevanten Regulierungsziele für eineVerlängerung der 900 / 1800 MHz-Frequenzzuteilungen sprechen.Bei der Befristung des Verlängerungsanspruchs der bisherigen Nutzungsinhaber hältE-Plus es jedoch für nicht ausgeschlossen, dass die Bundesnetzagentur auch dieAuslaufzeitpunkte weiterer Frequenznutzungsrechte (2025, 2021, 2020) berücksichtigenkann, wenn sichergestellt wird, dass dadurch keine regulierungsbedingtenWettbewerbsverzerrungen hervor gerufen werden.Mit Blick auf die vier von der Bundesnetzagentur skizzierten Szenarien bedeutet dies,dass die Bundesnetzagentur das von ihr skizzierte Szenario 1 (Verlängerung) umsetzenmuss, bei der Befristung des Verlängerungsanspruchs – und nur bei der Befristung desVerlängerungsanspruchs - aber Elemente aus Szenario 4 und / oder Szenario 3berücksichtigen kann, um bereits jetzt absehbare zukünftige frequenzregulatorischeVerfahren in den Blick zu nehmen.
 
 
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I.
 
Zur Gesamtlage im deutschen Mobilfunkmarkt
 Die von der Bundesnetzagentur im Szenarienpapier gemachten Ausführungen unddargestellten Szenarien können nicht ohne Berücksichtigung der bisherigen,gegenwärtigen und künftig zu erwartenden Marktentwicklungen im deutschenMobilfunkmarkt betrachtet werden.So ist zunächst darauf hinzuweisen, dass jeder der vier Mobilfunknetzbetreiber fürFrequenznutzungsrechte, Netzaufbau und Vermarktung bisher um die 20 MilliardenEuro in Deutschland investiert haben dürfte.Dies hat dazu geführt, dass die deutsche Bevölkerung im europäischen Vergleich voneiner herausragenden Qualität bei der Bereitstellung von mobilen Sprach- undDatennetzen und darauf aufbauenden Diensten profitiert.Wie die Bundesregierung in ihrer Stellungnahme vom 06.09.2012 zu denTätigkeitsberichten der Bundesnetzagentur und den Sondergutachten derMonopolkommission feststellt, befindet sich jedoch die gesamte deutscheTelekommunikationsbranche mittlerweile in einem schwierigen Umfeld, Umsatzerlöseund Investitionsvolumina sind rückläufig.
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 Speziell der deutsche Mobilfunkmarkt befindet sich in einer sehr schwierigen Phase, diedurch eine weitgehende Sättigung im Sprachmarkt, erheblicheInvestitionsnotwendigkeiten für den auch auf die Breitbandstrategieziele derBundesregierung einzahlenden - weiteren Ausbau mobiler Breitbanddatennetze sowiesinkende Einnahmen durch Apps und Dienste von OTT-Playern geprägt wird.Zusätzlich werden die deutschen Mobilfunknetzbetreiber mit immer massiverwerdenden Gesetzes- und Regulierungseingriffen auf europäischer und nationalerEbene konfrontiert.So werden Deutscher Telekom, Vodafone, E-Plus und Telefónica Deutschland Analystenzufolge allein durch die von der Bundesnetzagentur zum 01.12.2012 verfügte weitereerhebliche Absenkung der Mobilfunkterminierungsentgelte Einnahmen und damitInvestitionsmittel von mehr als 1 Milliarde Euro entzogen.Es wird daher nicht ausreichend sein, dass das Bundeswirtschaftsministerium einSchwerpunktprogramm „Wachstum im Telekommunikationsmarkt“ startet.Vielmehr wird die von der Bundesregierung (wie auch der Monopolkommission)vertretene Forderung, dass Regulierungsentscheidungen im Mobilfunkmarkt mit Blickauf die Stabilität der Marktstrukturen und die Investitionserfordernisse mit„Augenmaß“ getroffen werden müssen
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auch und gerade im Rahmen des weiterenVorgehens der Bundesnetzagentur hinsichtlich der künftigen Nutzung der 900 / 1800MHz-Frequenzen zu beachten sein.
1
Unterrichtung durch die Bundesregierung, Deutscher Bundestag, Drs. 17/10602 vom 06.09.2012, Rn.8.
2
Unterrichtung durch die Bundesregierung, Deutscher Bundestag, Drs. 17/10602 vom 06.09.2012, Rn.22.

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