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Das Magazin des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks SAH
Mai 2/2008
 www.sah.ch
Sondernummer
zur Kampagne«Keine Ausbeutung mitunseren Steuergeldern»
eiter
 
   E   D   I   T   O   R   I   A   L
2
RUTH DAELLENBACHGeschäftsleiterin SAH
Liebe Leserin, lieber Leser
Billige Produkte haben eine Kehrseite: ausbeuterische Arbeitsbedingungen.
Mit derKampagne «Keine Ausbeutung mit unseren Steuergeldern» fordert das SAH von deröffentlichen Hand, mit unserem Geld zur Entwicklung beizutragen und nicht Ausbeu-tung zu unterstützen. Wie das aussehen könnte, erfahren Sie in dieser Solidarität, die ganzder Kampagne gewidmet ist.
Faire Arbeitsbedingungen sind ein wichtiges Mittel zur Bekämpfung der Armut.
Erhal-ten Eltern keine Existenz sichernden Löhne, so müssen ihre Kinder arbeiten, um dasÜberleben der Familie zu sichern. So zum Beispiel in den Steinbrüchen Indiens, wo 12- Jährige 45 Kilogramm schwere Schlagbohrer bedienen (siehe S. 6).
Steine aus diesen Steinbrüchen säumen auch Schweizer Strassen.
 Wenn Gemeindensich nicht darum kümmern, woher die Pflastersteine stammen, mit denen sie ihre Dorf-plätze verschönern, so nehmen sie unmenschliche Arbeitsbedingungen in Kauf.
Das SAH fordert Gemeinden und Kantone auf, faire Produktionsbedingungen
zu ver-langen beim Einkauf von Gütern und Dienstleistungen. Denn die öffentliche Hand isteine gewichtige Auftraggeberin, die den Markt mitgestaltet. Fordert sie den Nachweis
fairer Arbeitsbedingungen für die Produkte, welche sie einkauft, so hat dies Auswirkungen
auf das Angebot (siehe S. 4).
Wir können etwas tun,
um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen. Lesen Sie auf Seite 10, wie Sie die Kampagne unterstützen können.Ich wünsche uns viel Erfolg für die Kampagne, damit Menschen in den Entwicklungs-ländern die Chance auf menschenwürdige Lebensbedingungen haben.
Ruth Daellenbach 
Keine Ausbeutung mit unseren Steuergeldern!
 
   I   N   H   A   L   T
3KAMPAGNE
Diese Sondernummer ist der Kampagne «Keine Ausbeutung mit unseren Steuergeldern» gewidmet, mit der das SAHGemeinden und Kantone auffordert, beim Einkauf von Waren undDienstleistungen auf faire Produktionsbedingungen zu achten.
STEINE
Wenn Schweizer StädteSteine aus Asien importieren, profi-tieren sie von tiefen Preisen auf-grund von Kinderarbeit und Aus-beutung.
S. 6–9
Herausgeber:
Schweizerisches Arbeiterhilfswerk SAH,Quellenstrasse 31, Postfach 2228, 8031 Zürich,Tel. 044 444 19 19, E-Mail: info@sah.ch, www.sah.ch,Postkonto 80-188-1 Zürich
Redaktion:
Katja Schurter (verantwortliche Redaktorin),
Rosanna Clarelli, Christian
Engeli, Hans Fröhlich, Alexandre Mariethoz, Cyrill Rogger
Layout:
 Atelier Binkert, www.atelierbinkert.ch
Übersetzungen:
Marianne Enckell, Ursula Gaillard, Milena Hrdina,Peter Schrembs
Korrektorat:
 Angelo Ciampi, Jeannine Horni, Frances Trezevant
Druck und Versand:
Unionsdruckerei/subito AG,Platz 8, 8201 SchaffhausenErscheint vierteljährlich, Auflage: 50 000Der Abonnementspreis ist im Mitgliederbeitraginbegriffen (Einzelmitglieder mindestens Fr. 50.–,Organisationen mindestens Fr. 250.– pro Jahr).Gedruckt auf umweltfreundlichem Recycling-Papier.
Impressum
TEXTILIEN
Spitäler inte-ressieren sich kaum für dieHerkunft ihrer Wäsche.Was zählt, sind Preis,Qualität und Lieferfristen.Das hat Auswirkungen auf
die TextilarbeiterInnen.
S. 12
KAMPAGNE
Warum es die Kampagne «Keine Ausbeutungmit unseren Steuergeldern» braucht
4
Ohne faire Preise keine fairen Löhne
5
Tragen Sie zum Erfolg der Kampagne bei
10
Faire Beschaffung in den Niederlanden
11STEINE
Kinderarbeit in indischen Steinbrüchen
6
Ein indischer Unternehmer will Steineunter fairen Bedingungen abbauen
9TEXTILIEN
 Ausbeutung in Textilfabriken
12SPORTBÄLLE
Bälle können fair sein
14RÄTSEL & CARTOON16COMPUTER
Hungerlöhne und Zwangsüberstunden
17PORTRÄT SAH18
Umschlag: Kehrseite – Billige Waren für Schweizer Gemeinden werdenteuer bezahlt von ausgebeuteten ArbeiterInnen. Foto: spinas I gemperleFoto S. 2: Sabine Rock
SPORTBÄLLE
Mit der Abschaf-fung von Kinderarbeit allein ist esnicht getan: ArbeiterInnen brauchenExistenz sichernde Löhne.
S. 14
of 00

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