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Das Thema meiner Seminararbeit lautet:
Stadtreformation - die Variante Zwingli: Reformationin den oberdeutschen und schweizerischen Städten(Zürich, Strassburg und Konstanz)
Autor:Markus Nagel FB 2 TH DarmstadtVeranstaltung:„Krieg in der Stadt: Religiöse Konflikte und Zunftaufstände“, Seminar imWS 96/97Dozenten:Prof. Dr. Helmut Böhme und Dr. Dieter Schott
1 EINLEITUNG...............................................................................................................................22 HAUPTTEIL..................................................................................................................................3
2.1 A
LLGEMEINE
ONSTELLATION
 
AM
‘V
ORABEND
DER 
Z
WINGLISCHEN
EFORMATION
..................................3
2.1.1 Humanismus..........................................................................................................................32.1.2 Kirchliches Leben.................................................................................................................42.1.3 Die schweizer Verfassung.....................................................................................................52.1.4 Soziale und wirtschaftliche Verhältnisse..............................................................................6 2.1.5 Solddienst..............................................................................................................................6 
2.2 U
LRICH
Z
WINGLI
........................................................................................................................6
2.2.1 Biographie............................................................................................................................6 2.2.2 Theologie Zwinglis................................................................................................................7 
2.3 V
ERLAUF
 
DER 
 
DREI
Z
WINGLISCHEN
S
TADTREFORMATIONEN
................................................................10
2.3.1 Die Zürcher Reformation....................................................................................................10
 
2.3.2 Opposition gegen die Zürcher Reformation.......................................................................112.3.3 Die Strassburger Reformation............................................................................................122.3.4 Die Konstanzer Reformation..............................................................................................142.3.5 Versuch einer Schematisierung der drei Stadtreformationen............................................16 
3 SCHLUSS.....................................................................................................................................18
3.1 F
AZIT
....................................................................................................................................183.2 L
ITERATUR 
:............................................................................................................................19
1Einleitung
Die Reformation steht am Tor vom ‘finsteren’ Mittelalter zur Neuzeit. Sie führt zu tiefgreifendenVeränderungen in Kirche und Gesellschaft. Es gibt drei massgebende Reformatoren: MartinLuther, in Wittenberg tätig, Johannes Calvin in Genf und Ulrich Zwingli in rich. Diereformatorische Bewegung, die mit Zwingli in Verbindung steht, soll Thema dieser Arbeit sein. Nicht behandelt wird der Zusammenbruch der Reformationsbewegungen im Konflikt mit dengegenreformatorischen Kräften.Im Mittelpunkt der Untersuchung steht der Zeitraum der zwanziger Jahre im 16. Jahrhundert.Drei Stadtreformationen (Zürich, Strassburg und Konstanz) sollen dargestellt und ihre
2
 
zwinglische Prägung nachgewiesen werden. Die Stadtreformation wird in der Forschung ofteinerseits als ‘Ratsreformation’ oder andererseits als ‘Volksreformation’ gesehen
1
. Lässt sichdiese Gegenüberstellung begründen oder entwickelt sich die Stadtreformation durch einenInteressenskonflikt zwischen Rat und Bevölkerung?Aufgebaut ist die Arbeit in drei Teile: Erstens bescftigt sie sich mit der Lage deEidgenossenschaft und mit den Vorbedingungen der Reformation am Ausgang des 15.Jahrhunderts. Zwingli, seine Biographie und seine Theologie bilden den zweiten Teil.Schliesslich werden die drei Zwinglischen Stadtreformationen miteinander verglichen.
2Hauptteil
2.1Allgemeine Konstellation am ‘Vorabend’ der Zwinglischen Reformation
2.1.1Humanismus
Der Humanismus
2
 als geistige Bewegung beeinflußte die Reformatoren ‘zwinglischer’ Prägung.Die große Leitfigur des Humanismus war der Philosoph und Theologe Erasmus von Rotterdam.Erasmus übte einen starken Einfluß auf die geistige Entwicklung des jungen Zwingli aus. Wieseine Biographie zeigt, emanzipierte Zwingli sich mit den Jahren der Reformation immer mehr von Erasmus.Der Humismus ist eine Gelehrtenbewegung,„eine […] Bewegung des Entdeckens, Erlebens und der Selbstverwirklichung, und ihreParole ‘ad fontesmeint im Kern den Ruf zur Sacheselbst, zu denLebenswirklichkeiten, von denen in den literarischen Quellen berichtet wird.“
3
 Der Humanist will sich emanzipieren, auch wenn seine, damit gewonnene Lebensführung an dieGrenzen der mittelalterlichen Gesellschaftssysteme stößt. Vielfach überschreitet der Humanistmit seinen neuen Erkenntnissen die Grenzen der Dogmatik und der Norm des gesellschaftlichenZusammenlebens. Ähnlichkeiten ergeben sich zwischen dem Humanisten und dem Reformator.
1
zum Beispiel, Moeller B., Reichsstadt und Reformation (Schriften des Vereins zur Reformationsgeschichte 180), [Ortsangabe fehlt] 1962, angegeben In: Brady Jr., Thomas A., GöttlicheRepubliken: die Domestizierung der Religion in der deutschen Stadtreformation, In 500 Jahre Zwingli(109-136)
2
Definition
: „
Im MA. [Mittelalter] in Europa entstandene Bewegung, deren Ziel das Studium der Antikesowie die umfassende Bildung des Menschen war. Der mittelalterl.[iche] H.[umanismus] hatte seineBlüte im 12. Jahrh.[undert] in Frankreich und England. Im 14. Jahrh.[undert] bildete sich in Italien der die Neuzeit mitprägende Renaissance-H.[umanismus] (Dante, Petrarca, Poggio). Zur Beschäftigung mitdem r.[ömischen] kam seit dem 15. Jahrh.[undert] die mit dem griech.[ischen] Schrifttum. Im 15.Jahrh.[undert] griff der Renaissance-H.[umanismus] auf Frankreich, Dtl.[Deutschland] und Holland(Erasmus, Celtis, Hutten, Reuchlin, Melanchthon so wie England(Th. Morus) über.“ In: Der VolksBrockhaus, Wiesbaden 1971
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3
Locher Gottfried W., Die Zwinglische Reformation im Rahmen der europäischen Kirchengeschichte,Göttingen 1979, S.43
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