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Schulskriptum Philosophie

Schulskriptum Philosophie

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Published by Torsten Knackstedt
German philosophy of science intro
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Published by: Torsten Knackstedt on Feb 19, 2013
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10/12/2013

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SKRIPTUM-PHILOSOPHI
Definition: 
Philosophie kommt aus dem Griechischen und meint ursprünglich, die Weisheit lieben,sich Weisheit aneignen, nach Weisheit streben. Der Philosoph wähnt sich nicht im Besitzeder Weisheit (Sophist), sondern ist vielmehr „nur“ auf der Suche nach ihr!
Ursprünge der Philosophie: 
Lehrbuch S. 7-15vgl. dtv- Atlas-Philosophie S.10f (Kopie)
das Staunen:Platon/Aristoteles: Ursprung der Philosophie ist das Staunen; wer aber fragt und staunt,fühlt sich unwissend. Um diesem Gefühl der Unwissenheit zu entkommen, begannen dieMenschen zu philosophieren.
der Zweifel:ist auch eine Kraft, die zum Philosophieren führt; scheinbar Selbstverständliches wirdhinterfragt: Quellen der Erkenntnis, überlieferte Werte und Normen
das Todesbewusstsein (homo moribundus):das stets drohende Ende verwehrt ein fragloses Dahinleben, drängt zum Nachdenkenüber das, was im Leben wirklich wesentlich ist. Hier taucht vor allem die Sinnfrage auf.
die Frage nach dem Grund:der Mensch stellt immer wieder die Warum-Frage und gibt sich nicht damit zufrieden, dassetwas so ist wie es ist.
Grundfragen der Philosophie: 
FOLIE 5
Platon: Die Frage nach dem Wahren, nach dem Schönen und nach dem Guten.Kants 4 Fragen:Was kann ich wissen? (Metaphysik)Was soll ich tun? (Moral)Was darf ich hoffen? (Religion)Was ist der Mensch? (Anthropologie)
Beschreibungsversuch: Wozu Philosophie? 
FOLIE 6
Philosophie ist der Versuch, sich Wissen und Weisheit anzueignen (K. Jaspers)
Philosophie heißt, Selbstverständliches in Frage stellen (Sokrates)
Philosophie ist zwar ein Skandal, aber doch notwendig (K. Popper):wir haben alle unsere Philosophien, die unser Handeln oft verheerend beeinflussenund so ist es notwendig, unsere Philosophien durch Kritik zu verbessern.
Inkompetenz der Philosophie (Odo Marquard)Früher war die Philosophie für alles kompetent. das Christentum übernahm vonder Philosophie die Heilskompetenz, die Naturwissenschaft die technologischeKompetenz, die politische Praxis die politische Kompetenz, die Psychologie dieProbleme der Lebensbewältigung. Die Philosophie hat keine Kompetenzen mehr.Ihre einzige Kompetenz besteht nur noch darin, ihre eigene Inkompetenz zukompensieren = die Inkompetenzkompensationskompetenz.Die Philosophie bezieht sich im Unterschied zu den Einzelwissenschaften nicht auf einenbegrenzten Ausschnitt der Wirklichkeit, sondern richtet
ihren Blick auf das Ganze 
dessen, was ist, um zum Wesen der Dinge vorzudringen und dem Menschen Sinn undWerte zu vermitteln.
 
1. Die Vorsokratiker: 
Buch S. 42-45
1.1. Die ionischen Naturphilosophen 
Ionien (heutige Türkei) gehörte damals zum griech. Kolonialreich. Die Originalität desgriechischen Denkens lag in der systematischen Erforschung aller Wissensgebiete,losgelöst von mythologischem Denken
Beginn des abstrakten Denkens, Erkenntnis umder Erkenntnis willen.Das Anliegen der ionischen Naturphilosophen war die Suche nach einer allumfassendenGesetzlichkeit unabhängig von irgendwelchen (religiösen, mythologischen, praktischen)Zwängen.Die Frage, die sie beschäftigt ist: Liegt der Vielfalt der Erscheinungen ein oder wenigeGrundstoff/e zugrunde?
Hylozoisten (=Urstoff als etwas Lebendiges)
Thales von Milet
(624-546):
FOLIE 7
Er sagt: Der Urstoff von allen Erscheinungen ist das Wasser, wobei Wasser nicht H
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Omeint, sondern eher ein metaphorischer Begriff ist. Das Wasser ist belebt.Thales hat auch eine erste Erdbebentheorie entwickelt (Meer schlägt ans Festland
Schwingungen
Beben) im Unterschied zur Mythologie: Poseidon schlägt mit seinemDreizack auf die Erde.
Anaximander
(611-546):
FOLIE 8
Der Urstoff ist das Apeiron (= unbestimmt, weder räumlich noch zeitlich begrenzt).Aus diesem gehen die Dinge der Welt als Gegensätze hervor und fallen wieder in eszurück. Mit dem Herausfallen aus dem Apeiron werden die Dinge räumlich und zeitlichbegrenzt, aber auch individuell. Mit dem Zurückfallen ins Apeiron werden sie wiederunbegrenzt und verlieren aber auch ihre Individualität.(Indem etwas aus dem Apeiron heraustritt, wird es an diesem schuldig, weil es ihm etwaswegnimmt
Buße/Sühne: es kehrt nach einer gewissen Zeitordnung wieder ins Apeironzurück. Das Ganze gilt auch umgekehrt!)
Anaximenes
(um 585-525):
FOLIE 7
Der Urstoff ist die Luft. Verdichtet sie sich, so entsteht das Kalte (z.B. Wasser, Erde,Stein), verdünnt sie sich, so entsteht das Warme (z.B. Feuer).
Die Vielfalt derPhänomene entsteht also durch Verdichtung und Verdünnung.Würdigung:Wir verdanken diesem Dreigestirn drei fundamentale Grundgedanken, die auch derheutigen Naturwissenschaft noch zugrunde liegen:- die Welt kann ohne Hinweis auf einen Mythos verstanden werden.- die Ursachen aller Phänomene sind in der Natur selbst zu suchen- die Welt kann aus einem einheitlichen Grundprinzip heraus verstanden werden(Urstoff)
 
1.2. Die Pythagoreer: 
Pythagoras (570 - 500) gründete eine Schule in Kroton (Unteritalien), die inklosterähnlicher Gemeinschaft lebte.Die Erkenntnis, dass sich die Intervalle der Tonleiter auf rationale Zahlenverhältnisseschwingender Saiten zurückführen lassen, brachte die Pythagoreer auf die Idee, dass dasWesen der gesamten Wirklichkeit in Zahlen besteht. Die Dinge sind Abbilder der Zahlen.Das geht bis in den Bereich der Ethik hinein: bestimmte Tugenden werden mit einer Zahlidentifiziert. z.B.: Redlichkeit = 4.Bei den ionischen Naturphilosophen war der Urstoff substanziell, bei den Pythagoreern ister formal. Die Pythagoreer sind die Begründer der mathematischen Beschreibung vonNaturgesetzlichkeit. Das Gegenstück zu den natürlichen Zahlen ist der leere Raum(zwischen den Punkten liegt der leere Raum).
ontologisch formuliert: die ganzen Zahlensind das Seiende, der leere Raum das Nicht-Seiende (aber doch real existierend!!)In der pythagoreischen Schule herrscht ein mystisch-religiöser Grundzug. Das zeigt sichvor allem auch in der Seelenwanderungslehre und dem Gedanken der Trennung von Leibund Seele: die Seele ist das eigentliche Wesen des Menschen und muss von derVerunreinigung durch das Körperliche befreit werden.
1.3. Die eleatische Schule: 
entwickelt sich zeitgleich zu den Pythagoreern in Elea (südlich von Salerno).Sie leugnen die pythagoreische Ontologie.Sie leugnen die Existenz eines leeren Raumes und damit leugnen sie auch alle Vielfalt undVeränderung in der Welt.
sie leugnen die ganze Erscheinungswelt
Xenophanes
(* um 560):kritisiert die homerische Götterwelt. Es gibt nur eine Gottheit = die Einheit des Weltganzen.Er sagt aber nicht, wie die Vielheit aus dieser Einheit hervorgeht.
Parmenides
(um 540-470):Schüler des Xenophanes; sein Lehre: „Das Seiende ist; das Nicht-Seiende ist nicht.“Parmenides versteht unter Nicht-Seiendem den leeren Raum, das Vakuum. (DieseAnnahme ist problematisch und geht über logische Richtigkeit hinaus!!)Das Sein ist unbewegt und unveränderlich, da sonst ein Nicht-seiendes angenommenwerden müsste, in das hinein Bewegung erfolgt. Die Diskrepanz zwischen dieser Theseund der Alltagserfahrung (die ständige Veränderung zeigt) hebt Parmenides auf, indem erdie Sinneserfahrung als trügerisch und dem Schein verfallen erklärt.
strikte Trennungzwischen empirischer Anschauung und Vernunfterkenntnis!!2 Lehrsätze:- Denken und Sein ist identisch.- Raum und Sein sind identisch. (
Raum kann also kein Nicht- Seiendessein, ergo gibt es keinen leeren Raum)
Zenon von Elea
:Schüler des Parmenides, versucht dessen Lehre durch einige berühmte Argumentationenzu untermauern. Die Annahme von Bewegung als Ortsveränderung in der Zeit führt zuWidersprüchen:- der fliegende Pfeil: Zeit als Folge getrennter Zeitpunkte, der Pfeil steht in jedem derPunkte, die er durchfliegt still
er bewegt sich nicht.- Achill und die Schildkröte: Zeit als unendliches Kontinuum
Paradox, dass Achill dieSchildkröte nie einholen kann, denn wenn Achill den Punkt erreicht, an dem dieSchildkröte gerade war, ist diese schon wieder ein Stück weiter. er kann sich ihr nähern,sie aber nie einholen.
aus den Paradoxa: es gibt keine Bewegung!!

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