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Der Mast muss weg!
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Mobilfunk und Politik
„Lobbyismus war gestern. Die deutsche Politik ist längst unterwandert. Mehr als hundert Vertreter deutscher Großkonzerne haben in Bundesministerien eigene Schreibtische bezogen. Sie arbeiten an Gesetzen mit und sind politischimmer am Ball.“
Quelle: Adamek/Otto, “Der gekaufte Staat“
Verflochten, verdrahtet und verzahnt: Parteien, Regierung undMobilfunkindustrie.
Der Kanzler der Bosse, Gerhard Schröder: Unter seiner Leitung wurde der Lobbyismus perfektioniert. Bild aus derRegierungszeit Schröders:Staatsministerin für Kultur,
Dr. Christina Weiss
(Bildmitte),
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Geschäftsführer der Vodafone Stiftung
Maximilian Schoeberl
(rechts), Vorstandsvorsitzender
Juergen von Kuczkowski
(2. von links) und
Helmut Seemann
, Praesident der Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen (links).
Top Netzwerker und Lobbyisten der Mobilfunkindustrie heute:
Heinrich v. Pierer (Siemens), Mark Speich (CDU), Dagmar Wiebusch (IZMF), Vito Cecere (SPD)
Können Sie sich vorstellen
, dass der
Leiter der Planungsgruppe der CDU/CSU
-Bundestagsfraktion gleichzeitig
Chef bei Vodafone
ist?Oder dass die
PR-Chefin aller Mobilfunkbetreiber
vorher
Medienberaterin bei der SPD
war?Oder dass man erst
Wahlkampfmanager der SPD
und dannwieder zurück ins
Bundeskanzleramt
wechselt?
Nein?
Dann öffen Sie das PDF
Mobilfunkindustrie an den Schalthebeln der Macht.pdf >>
zu einem Kurs in modernerStaatsbürgerkunde!
So funktioniert der Lobbyismus
Kontrolle oder Kollaboration? Agro-Gentechnikund die Rolle der Behörden
Ein Bericht von Antje Lorch und Christoph Then. pdf>>
Erarbeitet im Auftrag von Ulrike Höfken(Sprecherin für Ernährungspolitik und Verbraucherfragen, Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen)
Zitate aus der Untersuchung:„Mit diesem Bericht wird gezeigt, wie engmaschig – und für Außenstehende undurchsichtig - das Netz zwischen Expertenin den Zulassungsbehörden, nachgeordneten Forschungsinstituten, Agro- Gentechnik-Lobbyorganisationen undWirtschaftsunternehmen ist.Wenn sich jedoch die Interessen der Vertreter, die Antragsunterlagen für die Zulassung von gentechnisch verändertenPflanzen prüfen und bewerten, weitgehend mit denen decken, die die Anträge stellen, so ist die Gefahr sehr groß, dassnicht das Vorsorge-Prinzip, sondern weit stärker, der Wille eine Rolle spielt, die Agro-Gentechnik durchzusetzen.“(S.3)„Es entsteht ein Netzwerk aus Industrieverbänden wie der deutschen Industrievereinigung Biotechnologie (DIB) undEuropaBio, von Lobbyverbänden wie dem Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde6 (BLL) und dem EFB7(dem europäischen Biotechnologie-Verband, in dem verschiedene Wissenschaftler, Gentechnikfirmen undLobbyorganisationen Mitglied sind), von Arbeitskreisen und Consulting-Firmen. In diesem Netzwerk finden sich auch
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schon früh Vertreter von Behörden und Wissenschaftler von öffentlichen und staatlichen Forschungsinstituten.“ (S.8)„Demnach können die Politiker und die Öffentlichkeit tatsächlich nicht darauf vertrauen, dass ihre Behörden (bzw derenExperten) einen ausreichend großen Abstand zu den Interessen der Industrie haben. Im Gegenteil finden sich deutlicheHinweise darauf, dass von verschiedenen Akteuren, zum Teil über lange Zeiträume, die notwendige Unabhängigkeitmissachtet, ausreichende Transparenz verhindert und die aktive Wahrnehmung von Kontrollaufgaben vernachlässigtwurde. ....Die so über die Jahre gewachsenen Seilschaften und Netzwerke sind der Politik oft nicht nur einen Schrittvoraus, sondern die betreffenden Experten versuchen in einigen Fällen sogar, politische Entscheidungen aktiv zuunterlaufen bzw. vorwegzunehmen.Es entsteht der Eindruck, dass hier eine Art Parallel-Struktur entstanden ist, die der politischen Kontrolle zunehmend zuentgleiten droht. Unter diesen Rahmenbedingungen haben die Akteure an den Behörden über Jahrzehnte hinweg eineAgenda verfolgt, die eher an einer Zusammenarbeit mit der Industrie ausgerichtet zu sein scheint als an derenunabhängiger und kritischer Kontrolle.Der Politik scheint die Kontrolle ihrer Behörden und Experten zu großen Teilen entglitten zu sein. (37)
Weitere Dokumente zum Lobbyismus
In dem Buch
„Der gekaufte Staat. Wie Konzernvertreter in deutschen Ministerien sichihre Gesetze selbst schreiben“ (2008)
dokumentieren die „Monitor“-Autoren Sascha Adamek und Kim Ottobundesdeutsche Realität mit bisher nicht bekannten und sehr bedenklichen Zusammenhängen.
„Lobbyismus war gestern. Die deutsche Politik ist längst unterwandert. Mehr als hundert Vertreter deutscher Großkonzerne haben in Bundesministerien eigene Schreibtische bezogen. Sie arbeiten an Gesetzen mit und sind politischimmer am Ball.“
Quelle: Adamek/Otto, “Der gekaufte Staat“
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