Wir sind nach dem atemberaubendem MachuPicchu auch weiter. Und zwar Richtung
Punoan den Titicaca-See
. Der Titicaca-See istknapp 13-mal so groß, wie der Bodensee undliegt in einer Höhe von 3810 Metern und istdamit das höchstgelegene Gewässer, daskommerziell schiffbar ist. Ich fand den See nichtso spannend, was aber auch an dem ersten Tagliegen kann, den wir da waren. Wir haben eineTour mitgemacht, in der Hoffnung, etwas vonder Gegend zu sehen.Der erste Halt auf der Tour waren kleine Inseln,die aus Schilf bestehen und deshalbschwimmen. Das interessante ist, das es
Ureinwohner
gibt, die dort drauf wohnen.Nicht so toll ist, dass diese sich für denTourismus geöffnet haben und für die Touristeneine riesen Show abziehen. Wir haben mit unser Tourigruppe an einer der Inseln angehalten undwurden mit Handschlag von jedem einzelnemder Bewohner begrüßt. Ich kam mir vor wie imZoo. Besonders schlimm wurde es dann, als unser Guide sagte: „Und weil euch dieEinwohner so nett finden, wollen sie noch ein Lied in ihrer Sprache für euch singen.“ Daswar jenseits von gut und böse. Eine Zurschaustellung sondergleichen. Noch nie habe ichso etwas erlebt und wenn es nach mir geht, muss ich das auch kein zweites mal haben.Das ist aber leider immer das Risiko, wenn man Tourist ist und eine Tour bucht. Der Verkäufer kann einem alles und nichts versprechen und was man auf der Tour sehen wird,weiß man vorher aus einer zuverlässigen Quelle kaum.Nachdem wir aber die Tour endlich um hatten, hieß es auch schon fast wieder Abschiednehmen aus Peru. Und es ging weiter nach
Bolivien
. Und da kam erstmal ein kleiner Schock. Peru sah für mich noch nicht so Arm aus, wie ich eigentlich erwartet hatte. Dafür sah Bolivien ärmer aus, als ich es mir vorstellen konnte. Die Menschen wohnen in sehr einfachen Verhältnissen, oft direkt neben einem Haufen Müll. Viele versuchen sich alsSchuhputzer zu verdingen und so wenigstens ein bisschen Geld zu verdienen. Andereversuchen es mit „kleinen Läden“, die nur aus einem kleinen Karren bestehen, auf denensie Getränke und Chips verkaufen. Andere laufen durch die Straße und verkaufenPopcorn. Wobei das nicht wie Deutsches Popcorn ist, sondern ein Popcorn gern mal die5-fache Größe hat. Sieht interessant aus, schmeckt aber wie Presspappe.In Bolivien war unser Ziel erstmal kein geringeres als die
Hauptstadt „La Paz“.
Dortangekommen kümmerten wir uns vorrangig um ein vernünftiges Programm. Dievergangenen Tage hatten wir nichts richtig sportliches unternommen und so kamen wir auf die Idee, die Todesstraße mit dem Rad runter zu fahren.
Die Todesstraße
ist die, wie ich jetzt gehört habe, zweit gefährlichste Abfahrt für Mountainbiker. Sie führt einen Berg von 4500 Metern Höhe auf 1100 Metern runter. Dabeigeht die Schotterstrecke meist direkt am Abhang lang und wenn man nur einenAugenblick nicht aufpasst...Aber so gefährlich ist das letztendlich auch nicht gewesen. Mittlerweile gibt es dort keinenVerkehr mehr und deshalb braucht man nicht mal auf Gegenverkehr aufpassen. Da
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