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 Nr. 186, 09. KW, 27.02.2009, Seite 1 von 21
 Inhaltsverzeichnis
 
Editorial (Rohmert)
1
Interview mit ClemensVedder (Rohmert)
2
BGH-Urteile machenoffenen Fonds Probleme
5
Mieteinbruch in Londonmacht Investoren Sorgen
6
Scope: Offenen Fonds nurmit geringem Risiko
7
Länder geben HSH Nord-bank Finanzspritze
11
Einzelhandel I: Top-Standorte weiter gefragt
12
Lateinamerika gerät inden Sog der Krise
14
Einzelhandel II: Osteuro-pa hat die Nase vorn
16
Wohnungsbau: Nachhol-bedarf im Osten
17
CBRE: Immobilienmärk-te weltweit von Krise be-troffen
19
ZIA: Krise bis Ende 2009spürbar; keine Spur vonKreditklemme
20
Frankfurt partizipiertvom Konjukturpaket
19
Impressum
21
Veranstaltungshinweis
20
Immobilienumsatz rück-läufig
10
die Kurse von Immobilien AG‘s suchen weiterhin den Boden. Der Dax hat die 4.000er Hemmschwelle ohne Erröten überwunden. Der bekannte opportunistische Investor 
Clemens Vedder
kauft nach zwei Jahren Investmententhaltsamkeit 5,1% IVG-Aktien.Wie passt das zusammen? Wir haben mit ihm vor dem aktuellen Dax-Sturz ein Inter-view geführt. Bevor 
Leichnitz
die IVG auf seinen PC bekam, hätten wir Vedder bei„stabiles, unterbewertetes Unternehmen“ bedenkenlos zugestimmt. Von Anfang anbereitete uns die Leichnitz-Strategie aber Störgefühle – trotz bewundernder Blicke vonBranche und Presse. Verdient waren die allerdings lediglich durch den Image-und-Geld-Mega-Hebel, der ihm in die Angestellten-Hand gedrückt worden war. Wir stelltendamals schon fest, dass jeder etwas bewegen kann, wenn der Hebel nur lang genugist. Mit
Gerhard Niesslein
dürften jetzt bei der IVG wohl wieder „Immobilien-Zeiten“anbrechen. Hilfreich ist natürlich seine Station als Bankvorstand. So kennt man seineGesprächspartner und spricht deren Sprache. Im Interview spricht Vedder auch dar-über, warum man von Bankaktien noch die Finger lassen sollte? (Seite 2)Ob die positive Vedder-Einschätzung der IVG durch den Hauptgesellschafter 
Sal. Op-penheim
geteilt wird, steht zur Zeit auf dem Prüfstein. Der unglückselige Warenhaus-konzern
Arcandor
(Karstadt) und der 20%ige Anteil an der IVG werden in einer neu-en, von der Bank unabhängigen, Holding geführt. Die Eigentümer bleiben zwar iden-tisch, jedoch ähnelt eine solche Vorgehensweise immer einem Versuch, einen renom-mierten Gesellschafter aus der Schusslinie zu bringen.Mit dem
Thema „Untreue“
schlägt Vedder im Gespräch in eine alte Kerbe des „Der Immobilienbrief“. Denn nach wie vor sind wir der Meinung, dass Wertberichtigungenim hohen Milliardenbereich nur möglich sind, wenn Bankmanager sich über Grundre-geln des 2. Semesters BWL hinwegsetzen und/oder flexible Auslegungen einer bank-bzw. bilanzierungsüblichen Berichterstattung gefunden haben. Aber warum tut das jemand, der keine Risiken sieht und „guten Willens“ ist? Natürlich wollen wir Bankpro-fis nicht das Recht auf eine „sahnehäubchen“ Spekulation absprechen. Andererseitsist die Salami-Information mit Milliardenscheibchen entweder ein klares Zeichen für fehlenden guten Willen oder das Eingeständnis der Politik zu Angst oder Unfähigkeit.Wir haben uns in Vorstandsgesprächen vergewissert. Jede Bank kann innerhalb vonMinuten eine vollständige Übersicht über ihre risikobehafteten Wertpapierinvestmentsgeben. Damit wäre zwar nicht das Bewertungsproblem gelöst, aber zum Ermessendes volkswirtschaftlichen Gesamtschadens wäre das nach dem „Gesetz der großenZahl“ weit aussagefähiger als die Milliardendramen im Einzelfall. Mit einem klaren Hin-weis der BaFin oder der Politik bei Informationsverweigerung auf die alte
Monopoly-Ereigniskarte
„Gehe NICHT über Los, ziehe KEINEN Bonus und KEINE Abfindungein, sondern gehe direkt an den von der Spielregel vorgegeben Ort“, wäre schnell einehandlungsanweisende Informationsbasis zu schaffen.Gerade hat die in der Szene nicht völlig unumstrittene
Scope Analysis
ein Rating der Offenen Immobilienfonds abgegeben. Das Ergebnis ist positiv. Von pressewirksamenJournalistensprüchen, die den Offenen Immobilienfonds ein Desaster vorhersagen,scheint Scope wenig zu halten. Wir auch nicht. Trotzdem droht geschlossenen Offe-nen Fonds Veräußerungszwang auch unter Verkehrswert (Seite 7).Die heutige Ausgabe wurde möglich durch unsere Partner 
CatellaReal Estate AG
,
DEGI GmbH, Deka Immobilien Investment,Fairvesta, Garbe Group, Ideenkapital AG, RA Klumpe Schroeder& Partner
und
UBS Real Estate KAG
.
Nr.: 186
09. KW / 27.02.2009Kostenlos per E-Mail
ISSN 1860-6369
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
Werner Rohmert, Herausgeber
Immobilienbrief Ruhr
ab S. 23
 
 Nr. 186, 09. KW, 27.02.2009, Seite 2 von 21
Interview mit Clemens Vedder „Würde Dividendenausfall bei IVG explizit begrüßen“ 
Werner Rohmert, Herausgeber „Der Immobilienbrief“,Immobilienspezialist „Der Platow Brief“Clemens J. Vedder
, Jahrgang 1947, absolvierte beim Warenhauskonzern
Hertie
 eine Lehre als Einzelhandelskaufmann. In den 70er und 80er Jahren war er einer der erfolgreichsten Verkäufer für Steuersparmodelle in Deutschland. Bereits 1987 fokus-sierte er sich mit seinem Partner 
Klaus-Peter Schneidewind
auf Investitionen imPrivate-Equity-Bereich. Er hat zahlreiche Unternehmensverkäufe in Deutschland mit-gestaltet und sämtliche positiv abgeschlossen. Er war maßgeblich beteiligt bei der Restrukturierung von
ASKO
,
Metro
,
Deutsche SB-Kauf
(DSBK AG),
Spar
,
Horten
,
Norddeutsche Steingut
,
IVG
,
Commerzbank
und anderen. Ausgehend vom Tätig-keitsschwerpunkt Handel weitete Clemens Vedder sein Aktionsfeld auf differenzierteUnternehmensbereiche aus. Alle Beteiligungen wurden erfolgreich abgeschlossen.Clemens Vedder strukturierte in den vergangenen 25 Jahren zahlreiche Kooperatio-nen und White-Knight-Deals in verschiedenen Finanz-, Handels- und Industrieseg-menten. Auf Grund des Track Records wurde im Jahr 2007 von Vedder die
Golds-mith Group
initiiert. Zu dieser Gruppe gehört der Hedge Fond
Blacksmith Fund Ltd
.
“Der Immobilienbrief“:
Hr. Vedder, Sie haben zuletzt Ihren Anteil und den vonGoldsmith an der IVG Immobilien AG auf über 5% aufgestockt. Welchen Ansatz ver-folgen Sie bei diesem Investment?
Vedder:
Erwarten Sie bitte von mir keine finanzanalytischen Ergüsse, die haben eineVielzahl so genannter Professionals schon zuhauf von sich gegeben, als der Kurs der IVG-Aktie sich noch in anderen Sphären bewegte. Um es auf den Punkt zu bringen:Goldsmith verfolgt einen opportunistischen Ansatz. Wir haben es bei der IVG mit ei-ner durch die fehlgeschlagene REIT-Spekulation hochverschuldeten Gesellschaft mitdurchweg ordentlichen Immobilien zu tun, die zum Teil zu teuer eingekauft wurden.Nach einem Kursverlust von in der Spitze rund 90% liegt die Börsenkapitalisierungder IVG deutlich unter dem inneren Wert des Unternehmens. Damit dies auch in Zu-kunft so bleibt, gilt es die Verschuldung drastisch zu reduzieren. Die Notwendigkeit istin Bonn erkannt, die Umsetzung läuft. Wir sind sicher, dass dieser Prozess greifenwird. Um dies nach außen zweifelsfrei zu dokumentieren, würde ich einen Dividen-denausfall bei IVG explizit begrüssen.
“Der Immobilienbrief“:
Der Weg, neue Eigenmittel ein zu werben, ist für das Grosder börsennotierten Gesellschaften derzeit verschlossen. Könnten Sie sich für eineEigenkapitalzufuhr bei der IVG erwärmen?
Vedder:
Bevor wir hierüber sprechen, muss die Gesellschaft durch harte Fakten be-legen, dass sie den Konsolidierungskurs zügig und konsequent voranbringt. Wenndann der weitere Gesundungsprozess mit einer Kapitalerhöhung maßgeblich be-schleunigt werden kann, ist es sicher erwägenswert, darüber ernsthaft nachzuden-ken. Bei einem möglichen Meinungsbildungsprozess ist es sicher von Vorteil, dassdie vier größten Aktionäre gut 45% des Grundkapitals halten und wie man aus denMedien entnimmt gut bei Kasse sind.
“Der Immobilienbrief“:
Ihr Goldsmith Fonds ist 2007 aufgelegt worden. Sie habenseither ihr Pulver trocken gehalten und damit für den Anleger nicht nur die Substanzerhalten, sondern sogar eine Rendite erwirtschaftet. Die IVG-Beteiligung ist das erstemeldepflichtige Investment, bei dem Sie annähernd zu Tiefstkursen eingestiegensind. Haben Sie derzeit noch andere deutsche Unternehmen im Fokus?
Vedder:
Das Screening aussichtsreicher Unternehmen ist bei uns ein permanenter Prozess. Ohne zuviel zu verraten, kann ich Ihnen eine Auswahl von DAX-Unternehmen nennen, die bei uns auf dem Radar stehen. Dazu zählen: Bayer,BASF, Daimler, Eon, Kali+Salz, Metro, RWE und Siemens. Dennoch sehen wir der-zeit am deutschen Aktienmarkt noch keinen Handlungsbedarf. Wir warten geduldigauf unsere Chance. Ich bin mir sicher, dass wir die Tiefstkurse noch nicht gesehenhaben. Der konjunkturelle Abschwung wird uns auch 2010 noch begleiten. Die Zeitspielt uns in die Karten. Im Einkauf liegt der Gewinn.
Oberhaching:
 
Anne-ElineBriegel
(30) leitet ab MitteFebruar 2009 das
STIWAAsset Management Team
.Des Weiteren kooperiertSTIWA seit Anfang diesesJahres mit
Stephan Bruhn
 (41), öffentlich bestellter undvereidigter Sachverständiger und Immobiliengutachter CIS-HypZert (F), um dasGeschäftsfeld Bewertungnoch weiter auszubauen.
Bergisch Gladbach:
DasAufsichtsratsmitglied
RobertLöer
(57) wurde mit Be-schluss des gesamten Auf-sichtsrats der 
Hahn Gruppe
 in den Vorstand bestellt. Er wird dort ab sofort und be-fristet bis zum 26. Mai 2009das Vorstandsmitglied Nor- bert Kuhn vertreten. Herr Kuhn ist aufgrund einer  plötzlichen, schweren Er-krankung vorübergehendarbeitsunfähig geworden.
Mainz:
 
Peter Denton
(38)wird ab März 2009 die Lei-tung der London Branch der 
Westdeutschen Immobi-lienBank
übernehmen. Den-ton folgt
Klaus Schreiner
,der Anfang März in den Ru-hestand geht.
München:
 
David Edwards
 wurde zum Fund Presidentdes Asia Property Fund von
LaSalle Investment Mana-gement
bestellt. Seine bishe-rige Funktion als Head of Research and Strategy für den Bereich Asia Pacificübernimmt
Kenneth Tsang
.
Frankfurt:
 
Aziz Amakran
 (33) ist als neuer Senior Con-sultant Office Agency bei
Savills
eingestellt.
 Personalien
 
Wann können wir Sie zu unseren Kunden zählen?Besuchen Sie uns auf der MIPIM in Cannes, Espace Riviera R 33.10.
www.westimmo.com
Finanzierung Strukturierung Pfandbriefe Consulting

Partner der Sparkassen
September 2008Office/Retail
EUR 52,300,000
Term LoanHungaryAgent & Arranger
WestdeutscheImmobilienBank AG
September 2008Office
GBP 123,000,000
Acquisition FacilityEnglandAgent
WestdeutscheImmobilienBank AG
August 2008Retail
EUR 73,500,000
Investment LoanRomaniaAgent & Arranger
WestdeutscheImmobilienBank AG
September 2008Retail Park
EUR 17,000,000
RefinancingFranceArranger
WestdeutscheImmobilienBank AG
October 2008Mixed Use Portfolio
JPY 4,606,650,000
Acquisition FacilityJapanLender of Records/Bondholder
Westdeutsche
ImmobilienBank AG/WIB Japan
October 2008Office Building
JPY 5,700,000,000
Investment LoanJapanAgent & Arranger
Westdeutsche
ImmobilienBank AG/WIB Japan
October 2008Office
USD 136,000,000
Term LoanUSAAgent & Arranger
WestdeutscheImmobilienBank AG
October 2008Hotel
USD 170,000,000
Senior Term LoanUSAAgent & Arranger
WestdeutscheImmobilienBank AG
December 2008Logistics
EUR 84,000,000
Term LoanCzech RepublicAgent
WestdeutscheImmobilienBank AG
December 2008Office
EUR 400,000,000
RefinancingFranceMandated Lead Arranger
WestdeutscheImmobilienBank AG
August 2008Bank Branch Portfolio
EUR 50,000,000
Term LoanSpainParticipant
WestdeutscheImmobilienBank AG
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October 2008Shopping Mall
USD 400,000,000
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USAAgent & Arranger
WestdeutscheImmobilienBank AG
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